Geprägt von hochwertigstem Bio Kaffee

Mexiko ist zu einem der wichtigsten Kaffeeanbauländer weltweit herangereift. Dies ist vor allem auf den ökologisch angebauten Bio Kaffee und die Maragogype Bohne zurückzuführen. Eine nachhaltige Landwirtschaft und Fair Trade gehören bei mexikanischem Kaffee dazu.

Kaffee aus Mexiko

Kaffee aus Mexiko

8 Artikel

Kaffee aus Mexiko

--- Zurück zur Natur - Mexiko und der weltbeste Bio Kaffee ---

Das Land der Azteken ist nicht nur für seinen exzellenten Tequila und die traumhaften weißen Sandstrände bekannt - in Mexiko wird eine der würzigsten und aromatischsten Kaffeesorten der Welt angebaut und verarbeitet. Dank seinem ökologisch angebauten Bio Kaffee und der hochwertigen Maragogype Bohne, ist Mexiko längst zu einem der wichtigsten Kaffeeproduzenten weltweit aufgestiegen.

Im Land der vielen Kulturen

Bereits am Ende des 18. Jahrhunderts kam die Kaffeebohne über Umwege aus Äthiopien - dem Geburtsland des Kaffees - nach Mexiko. Schon bald erkannten die Einheimischen, dass die fremdartig wirkende, rote Kirsche im Hochland besonders gut zu gedeihen schien. Von Córdoba aus verbreitete sich die Kaffeepflanze schnell bis in den Süden des Landes und macht Mexiko heute zum drittgrößten Kaffee Exportstaat des amerikanischen Kontinentes. Auf den Plateaus von Chiapas, einem im Südosten gelegenen Bundesstaat Mexikos, finden die Sträucher außerordentlich fruchtbare Wachstumsbedingungen vor. Durch das kühlere Klima in höheren Lagen benötigt die Kaffeebohne etwas länger, um zu reifen. Dieser ausgiebige Reifeprozess sorgt allerdings für das charakteristisch würzige und kräftige Aroma und macht den mexikanischen Hochlandkaffee zu einem einmaligen Geschmackserlebnis.

Bio Landwirtschaft und Fairtrade

Der mexikanische Kaffeeanbau zeichnet sich vor allem durch sehr nachhaltige Landwirtschaft aus. Der Ausschluss der Verwendung von Pestiziden und Agrochemikalien, der schonende Umgang mit den Pflanzen und die rein biologische Bekämpfung von Schädlingen - Mexiko war das erste Land, das im Kampf gegen Schädlinge Bienen einsetzte - macht den Kaffeeanbau zu einem wahren Vorreiter in Sachen Umweltschutz. Aber auch die Verarbeitung der Kaffeebohnen in den verschiedenen Produktionsstätten erfolgt möglichst schonend und weitestgehend mit sauberer Energie.

Wie auch in einigen anderen Ländern in Mittelamerika gibt es in Mexiko sogenannte "Kooperativen" für Kleinbauern, welche ein Mindesteinkommen und faire Arbeitsbedingungen sicherstellen. Die soziale Gerechtigkeit sorgt im Rahmen des Fairtrade für anhaltend hohe Qualität und gleichbleibende Entlohnung. Im Hochland von Chiapas werden die Plantagen großteils von Hand bearbeitet, da die steile Hanglage eine maschinelle Unterstützung unmöglich macht. Ohne das Fairtrade Abkommen könnten Bauern und Landwirte diese aufwendige Arbeitsweise nicht gewährleisten.

Die Bohne macht´s

Die in Mexiko am weitesten verbreitete Bohne ist die sogenannte "Arabica": Umgangssprachlich wird sie auch Bergkaffee genannt, da der Anbau in geringeren Höhen nur sehr schwer möglich ist und die Pflanze bei höheren Temperaturen zu Kaffeerost neigt. Auch die aufwendigere Erhaltung, Bepflanzung und Ernte sind Gründe dafür, dass die Arabica eine der teuersten und hochwertigsten Kaffeebohnen der Welt ist. Im Gegensatz zu den sehr schnell wachsenden "Robustas", benötigen Arabicas eine längere Zeit um ihr volles Aroma zu entwickeln.

Besonders berühmt ist Mexiko für seine Maragogype-Bohne : Die Kreuzung aus Arabicas und Libericas ist ca. 30 % größer als seine artverwandten Kaffeebohnen und für ihren geringen Säuregehalt und ihr wohltuendes mildes Aroma bekannt. Durch den kleineren Koffeingehalt ist die Maragogype auch besonders magenschonend und gut verträglich. Die beste Maragogype Bohne der Welt stammt übrigens aus den Hochplateaus Chiapas und wird von dort aus in viele Spezialitätenröstereien auf der ganzen Welt verschifft.

Aus dem Hochland in die Espressotasse

Sowohl die in Mexiko angebaute Arabicabohne als auch die Robusta Kaffeebohne eignen sich perfekt für den allseits beliebten Espresso: Die feine Crema, welche durch den hohen Druck des Wasserdampfes entsteht, ist ein absolutes Muss für Kaffeekenner und Feinschmecker. Für das vollendete Espresso Erlebnis empfiehlt sich eine Mischung aus beiden Bohnensorten. Die Robusta sorgt für die perfekte Crema, die Arabica für ein mildes aber doch würziges Aroma.

Röstereien im Überblick

Mexikanischer Kaffee ist bei einer Vielzahl an Röstereien ein steter Bestandteil ihres Sortiments: In dem deutschen Traditionsbetrieb "Hagen" zum Beispiel wird die Kunst des Röstens seit 1934 von Generation zu Generation weitergegeben. Die Marke besticht unter anderem durch ihren biologisch angebauten Kaffee aus dem Hochland Chiapas: Zu 100 % hergestellt aus Altura Arabicas und perfekt für alle Arten der Zubereitung.

Das Unternehmen "Schwarzwild" wurde 2013 von Crema zum "Röster des Jahres" und vom Feinschmecker Magazin zum "Feinschmecker des Jahres" 2014 in Deutschland gekürt. Und das nicht ohne Grund: Hier können die Kunden aus dem Vollen schöpfen - von feinen Espressomischungen bis hin zu 100% BIO Arabicas findet man bei der deutschen Rösterei fast alles.

Bei "New York Caffé", einem kleinen aber feinen Betrieb aus der italienischen Toskana, finden sich allerlei Kaffeesorten aus biologischem Anbau. Das Unternehmen setzt vor allem auf hochwertige Arabicas aus Mittelamerika und besticht durch herausragende Klasse und interessante neue Mischungen.

Wie funktioniert denn eigentlich das Rösten?

Die richtige Röstung ist essenziell für qualitativ hochwertigen Kaffee, wird jedoch meist unterschätzt. Bei günstigeren Sorten werden die Kaffeebohnen mit sehr hoher Temperatur - ca. 600 - 800 °C - schockgeröstet und verbrennen leicht an der Außenseite. Dadurch wird die Fruchtsäure im Inneren nicht abgebaut und kann zu Magenschmerzen und Unverträglichkeiten führen.

Ein schonender Röstvorgang mit einer geringeren Hitze von ca. 200 °C trägt wesentlich zum Geschmack und der Verträglichkeit des Lieblingsgetränks der Deutschen bei. Nach einigen Minuten hört man ein deutliches Knacken, denn hier entsteht der erste Riss in den Kaffeebohnen - auch "First Crack" genannt. Je länger nun der Röstvorgang dauert, desto dunkler und bitterer werden die Bohnen und desto mehr wird die Fruchtsäure bzw. Chlorogensäure im Inneren der Bohne abgebaut. Der Röster ist verantwortlich, die je nach Kaffeesorte perfekte Röstkurve zu beobachten und den Röstvorgang dementsprechend anzupassen.