Cappuccino Zubereitung – Die cremige Verführung

Eine Kaffee-Spezialität für echte Genießer

Sie wollen alles über den Kaffeeklassiker erfahren und wissen, wie er perfekt gelingt? Dann finden Sie hier die Antworten: Der Cappuccino ist neben dem Latte Macchiato eine der beliebtesten Kaffeevarianten mit Milch, der durch seine Cremigkeit besticht. Traditionell wird er mit feinporigem Milchschaum für eine schöne und appetitliche Schaumkrone aufgegossen. Um den Cappuccino auch in den eigenen vier Wänden perfekt zuzubereiten, haben wir hilfreiche Tipps und Details rund um den Cappuccino zusammengetragen. Natürlich können Sie auch, wenn Sie zu Abstrichen im Geschmack bereit sind, zu löslichem Pulver „Typ Cappuccino“ greifen. Ein Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe verrät allerdings, dass das Pulver, neben diversen Inhalts- und Zusatzstoffen, vieles enthält, nur leider keine Milch und ebenso keinen Espresso. Im Folgenden werden wir uns daher allein dem „echten“ Cappuccino zuwenden.

Perfekter Genuss garantiert! 3 Dinge müssen stimmen

Die Kunst der Zubereitung liegt im harmonischen Gleichgewicht der drei Bestandteile des italienischen Originals: Espresso, heiße Milch und Milchschaum. Mit diesem “Rezept” lässt sich ebenso ein Latte Macchiato oder auch ein Caffè Latte herstellen, für einen Cappuccino ist also das richtige Mischungsverhältnis entscheidend. Zu einem Drittel besteht der Cappuccino aus Espresso und zu zwei Dritteln aus Milch. Den Espresso bereiten Sie im besten Fall mit einer Siebträgermaschine zu. Die Maschine bietet zudem den Vorteil einer Dampfdüse, mit der die Milch für den Cappuccino aufgebrüht werden kann. Aufgrund der hohen Anschaffungskosten ist eine solche Maschine allerdings für manche Liebhaber von Kaffee zu teuer. Alternativen für jeden Geldbeutel stellen Herdkännchen, z.B. die Bialetti, oder die Aeropress dar.

Selbst mahlen: Was muss ich beachten?

Für den Fall, dass Sie die Kaffeebohnen für Ihren Cappuccino selbst mahlen, ist der Mahlgrad selbstverständlich „richtig“ einzustellen. Andernfalls wird der Kaffee nicht richtig extrahiert und er könnte zu sauer oder auch zu bitter werden. Wegen der sehr kurzen Kontaktzeit des heißen Wassers mit dem Kaffeemehl bei einer Siebträgermaschine, ist für einen Espresso ein feiner Mahlgrad zu empfehlen. Hierbei sollten Sie immer ein wenig ausprobieren, bis Sie den für Ihre Maschine und die gewählten Bohnen perfekten Mahlgrad gefunden haben. Zur Orientierung: Schmeckt der Kaffee zu sauer, sollten Sie den Mahlgrad etwas feiner einstellen. Ist er hingegen zu bitter, kann ein etwas gröberer Mahlgrad helfen.

Welche Bohnen sollte ich verwenden?

Traditionellen, italienischen Cappuccino brüht der Barista sowie der Kaffee-Liebhaber aus einem Blend, also einer Mischung von Arabica– und Robustabohnen, idealerweise im Verhältnis von 60% zu 40%. Robustas vermögen mit ihrer ausgesprochenen Würze nicht nur den eher weichen Geschmack der Milch gekonnt auszubalancieren, sondern sorgen darüber hinaus für eine sahnig-stabile Crema. Beim Kauf sollten Sie daher in jedem Fall auf eine erstklassige Qualität der Bohnen achten. Greifen Sie lieber zu Kaffees aus kleineren Röstereien, die die Kaffeebohnen länger und bei niedrigeren Temperaturen rösten. Auch einige größere Produzenten wie illy caffè oder Lavazza nutzen jedoch dieses schonende Trommelröstverfahren. Eine Auswahl der qualitativ hochwertigsten Kaffeebohnen finden Sie in der folgenden Liste.

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Die Cappuccino Zubereitung – Schritt für Schritt mit diesem Rezept

Damit der Espresso nach dem Brühen nicht auskühlt, empfehlen wir Ihnen, zunächst mit dem Zubereiten der Milch zu beginnen, diese also in Schaum zu “verwandeln”. Sie wird mit der Heißwasserdüse solange an der Siebträger-Maschine aufgeschäumt, bis sie cremig wird. Sollten Sie eine entsprechende Maschine nicht besitzen, können Sie alternativ einen manuellen oder elektrischen Milchaufschäumer nutzen. Der Fettgehalt der Milch spielt, entgegen anders lautender Meinungen, eine zu vernachlässigende Rolle. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich auch mit fettarmer Milch ausgezeichneter Milchschaum zubereiten lässt. Technik und Werkzeug sind hier zweifellos die entscheidenden Faktoren für das Gelingen eines perfekten Cappuccino. Wenn Sie den perfekten Milchschaum in Ihre Tassen befördern, können auch andere Kaffeevarianten mit Milch, wie zum Beispiel ein Caffè Latte oder ein Latte Macchiato, davon profitieren.

milchaufschäumer

Schritt 1: Das Milchaufschäumen

Füllen Sie zum Aufschäumen der Milch ein Metallkännchen zu einem Drittel mit kalter (!) Milch und tauchen Sie anschließend die Düse bis kurz unter die Milchoberfläche ein. Die Kanne dabei ein wenig schräg halten, aber führen Sie keine weiteren Bewegungen aus. Von Bedeutung ist ebenso die richtige Temperatur. Erwärmen Sie die Milch durch das Aufschäumen auf bis zu 70 Grad Celsius, ohne dabei jedoch diese Temperatur zu überschreiten, denn ansonsten zerfällt der Schaum und büßt seinen sahnig-cremigen Geschmack ein. Der Milchschaum ist fertig, wenn sich das Volumen in etwa verdoppelt hat und die Milch dickflüssig wird.

Schritt 2: Der Espresso

Im nächsten Schritt brühen Sie den Espresso, in seinem Herkunftsland Italien übrigens schlicht und einfach “Caffè” genannt. Hierbei sind die Qualität vom verwendeten Kaffee sowie die Sorgfalt beim Brühvorgang für den köstlichen Geschmack des fertigen Cappuccinos ausschlaggebend.
Wie genau Sie einen perfekten Espresso zubereiten können, zeigt Barista und Profi-Röster Julian Ploch, Gründer der Rösterei Hoppenworth & Ploch, im Video.

Den Cappuccino servieren

Zum Servieren sind vorgewärmte, dickwandige und ausreichend große Tassen zu empfehlen, die ca. ca. 150 – 200 ml Flüssigkeit fasst. Vorwärmen können Sie die Tassen auf einem Tassenwärmer, der in manchen Fällen in die Kaffeemaschine integriert ist. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Tasse mit heißem Wasser auszuschwenken (Achtung! Danach abtrocknen, um den Kaffee nicht zu verwässern) oder die Tasse kurz in den Backofen zu stellen.

Frau serviert Cappuccino

Nach dem Erwärmen gießen Sie den Espresso, dann die heiße und anschließend die aufgeschäumte Milch mit Schwung in die Tasse. Damit stellen Sie sicher, dass der Milchschaum und die Crema des Espressos sich miteinander vermischen, was zu dem typisch samtigen Milch Geschmackserlebnis des Cappuccinos führt. Bevorzugen Sie ihren Cappuccino gesüßt oder verfeinert mit anderen Gewürzen wie Kakao oder auch Sirup, geben Sie zunächst den Zucker oder das Gewürz mit dem Espresso in die Tasse und verrühren Sie beides miteinander. Danach fügen Sie den die restliche Milch und Milchschaum hinzu. Idealerweise schwimmt nun die Crema an der Oberfläche und bildet die charakteristische und leckere „kleine Kapuze“.

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Latte Art – Die hohe Kunst der Verzierung

Sofern Sie sich noch in den Anfängen Ihrer (Hobby-)Barista-”Laufbahn” befinden, haben Sie sicherlich schon festgestellt, dass die Zubereitung eines perfekten Milchschaumes einiges an Übung erfordert. Regelrecht künstlerisch jedoch werden die Anforderungen, wenn es um die liebevoll gestalteten „Bilder“ in der Crema geht. Die Voraussetzung für deren Gelingen ist eine Crema mit geeigneter Konsistenz, und das bedeutet perfekt aufgeschäumte Milch sowie ein professionell zubereiteter Espresso. So einfach es nämlich auch aussehen mag, stellen schon vermeintlich simple Figuren, wie beispielsweise das Herz, eine echte Herausforderung dar. Generell besteht das Equipment eines Künstlers, der Latte Art beherrscht, aus einer Espressomaschine oder einer Espressokanne, einem Milchaufschäumer und einer Milchkanne. Diese besitzt mit einem Volumen zwischen 0,6 und 1 Liter die ideale Größe, denn es gilt: je größer die Kanne, desto leichter gelingt der Schaum. Nicht fehlen dürfen natürlich auch Cappuccino-Tassen mit einem ausreichend großen Durchmesser, um den Bildern eine größere Fläche zu bieten. Milch gegossen in Cappucino Latte ArtDas Ergebnis reicht, einige Zeit des Übens vorausgesetzt, angefangen von verblüffend detailreichen Zeichnungen wie floralen und geometrischen Mustern, über Tiermotive bis hin zu lebensecht wirkenden Porträts, die mit feinen Löffelchen und Griffeln in die Tassen auf den Cappuccino gezaubert werden können. Bei dieser erforderlichen Kunstfertigkeit ist es kein Wunder, dass Baristas weltweit regelmäßig die besten Latte Art Designer in nationalen und internationalen Meisterschaften küren.

Eine Erfindung der Italiener?

Nachdem alle Fragen zur Zubereitung des Cappuccinos geklärt sein sollten, lohnt es sich noch einen kurzen Blick auf die Geschichte des Kaffees zu werden. Kommt der Cappuccino ursprünglich aus Italien? Diese Frage beantworten (nicht nur) wir mit einem klaren „Nein“, denn die Wurzeln dieser Kaffeevariante liegen in unserem Nachbarland Österreich. Das ursprünglich als „Kapuziner“ bezeichnete Getränk war ein Mokka, der mit Schlagsahne, in österreichischer Mundart „Schlagobers“ genannt, in den Wiener Kaffeehäusern serviert wurde. Da die Sahnehaube in Verbindung mit dem Espresso farblich an die hellbraune Ordenstracht der Kapuziner Mönche erinnerte, wurde das Getränk nach eben diesen benannt.

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Österreichische Soldaten brachten das Heißgetränk dann im Ersten Weltkrieg nach Italien. Dort brachte Achile Gaggia im Jahr 1948 brachte die erste Espressomaschine auf den Markt, die Dampf nicht lediglich zum Brühen von Espresso, sondern ebenso zum Aufschäumen von Milch produzieren konnte. Erst mit dieser Erfindung war es möglich, den uns heute bekannten Cappuccino herzustellen. So entwickelten die Italiener die geniale Idee dieser weniger reichhaltigen Kapuziner-Variante. Heute ist sie aus keinem Café der Welt mehr wegzudenken und gehört zu den am meisten geschätzten Kaffeespezialitäten.

Zu unterschiedlichen GelegenheitenKaffeebohnen und Kanne mit Milch

Generell gilt heiße Milch in Italien als sättigend. Daher ist der Cappuccino ein typisches Getränk zu einem italienischen Frühstück, das unter der Woche weitaus karger ausfällt als am Wochenende. Es besteht aus Cappuccino mit, ein paar Keksen oder etwas Zwieback – ein relativ hartes Frühstücksgebäck, das in das Getränk getunkt wird. Jedenfalls wird Cappuccino, anders als Espresso, eher in Ruhe am Tisch im Rahmen eines „Schwätzchens“ als im Stehen an der Bar genossen. Außerhalb Italiens, zum Beispiel hierzulande, hat sich Cappuccino auch als leckere Abwechslung für zwischendurch etabliert, vergleichbar mit Latt Macchiato oder Caffè Latte.

Und genau hier lohnt es sich einmal auf die Kalorienzahl des fertigen Cappuccinos zu schauen. Um die 70 kcal enthält ein Cappuccino, in der Variante mit fettarmer Milch um die 45 kcal. Kommt hier allerdings noch Zucker hinzu, steigt auch der Kaloriengehalt auf ca. 100 kcal. Besonders in den Abendstunden ist daher anzuraten, auf die extra Portion Zucker lieber zu verzichten.

Fazit

Cappuccino gehört neben anderen Klassikern wie dem Espresso oder Latte Macchiato zu den weltweit beliebtesten Kaffee-Spezialitäten. Die köstliche Kombination aus aromatischem Espresso und sahnig-cremigem Milchschaum können Sie zum Frühstück ebenso genießen wie zum nachmittäglichen Stückchen Kuchen oder als eine Art „Appetizer“ während eines Gesprächs. Kreativ werden können Sie beim Zubereiten mit Latte Art. Viel Spaß also beim Ausprobieren!

Cappuccino Zubereitung – Die cremige Verführung
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