Der perfekte Latte Macchiato ist ein Genuss für alle Sinne. Diesen selbst zuzubereiten ist ganz einfach – mit den Zubereitungstipps von roastmarket.

Was ist Latte Macchiato?

Von Sizilien bis nach Südtirol wird diese Kaffeespezialität als echtes Mischgetränk bevorzugt. Die nördlich der Alpen bekannten, schmalen, hohen Gläser, in denen zuunterst die Milch, darüber der Espresso und ganz oben der Milchschaum in deutlich erkennbaren Schichten liegen, entsprechen nicht der original italienischen Zubereitung. Kaum ein Italiener stört sich daran, wenn die Bestandteile nicht mehr als Streifen im Glas sichtbar sind.


Latte Macchiato bedeutet „gefleckte Milch“.Üblicherweise verwendet man 150 bis 200 ml Milch und 25 bis 30 ml Espresso.


Für Junge und Junggebliebene

In Italien wurde und wird Latte Macchiato gern Kindern serviert, die noch keinen echten Kaffee bekommen, aber dennoch bereits in jungen Jahren die Kaffeekultur des Landes kennenlernen sollen. Der vergleichsweise geringe Kaffeeanteil im Latte Macchiato reduziert die Koffeinmenge und macht das Getränk auch für Kinder schmackhaft.

Nach Deutschland kam diese Kaffeespezialität Ende der 1990er Jahre. Er breitete sich in kurzer Zeit von Süden nach Norden aus und wandelte dabei sein Image grundlegend. Aus dem Kinderkaffee wurde ein Modegetränk, zunächst für eine junge, urbane Elite, dann für diejenigen, die sich von diesem Umfeld angezogen fühlten, und schließlich für alle, die Latte Macchiato als Symbol eines ebenso gepflegten wie entspannten Lebensstils schätzen.

Unterstützt wurden der Siegeszug und der Imagewandel durch den köstlichen Geschmack und das optische Highlight der drei farblich abgesetzten Schichten im Glas. Heute wird in Deutschland vermutlich mehr Latte Macchiato getrunken als in seinem Ursprungsland Italien.

Die Zubereitung

Die Zubereitung bedarf einiger grundlegender Kenntnisse, etwas Zeit und Sorgfalt. Damit sollte aber auch Anfängern nach kurzer Zeit ein perfekter Latte Macchiato gelingen.

Latte Macchiato
Die Schichtung der Bestandteile im Glas ist möglich, weil Milch, Kaffee und Milchschaum unterschiedliche Dichten aufweisen. Allerdings müssen dafür auch die Temperaturverhältnisse stimmen. Milch enthält Fett und würde eigentlich oben schwimmen, wenn nicht der Kaffee deutlich heißer und damit stärker ausgedehnt ins Glas gegossen würde. Der Milchschaum wiederum enthält Luftbläschen und wird immer die Haube des Latte Macchiato bilden.

Sie bereiten zunächst den Milchschaum, entweder mit einer Milchdüse an der Espresso-Maschine oder mit einem separaten Milchaufschäumer. Wärmer als 60 bis 70 Grad Celsius sollten Milch und Schaum dabei nicht werden. Je nach Art und Weise, wie Sie den Espresso brühen (Maschine, Kännchen etc.), kann auch dessen Zubereitung parallel beginnen.
Sobald der Milchschaum ausreichend fest aber dennoch cremig ist, gießen Sie ihn in das Glas. Anschließend wird der Espresso mit ruhiger Hand mittig durch den Milchschaum hindurch gegossen. Er trennt den flüssigen Milchanteil vom Schaum und bildet die mittlere Schicht im Glas. Wer seinen Lieblingskaffee gern kräftiger genießt, kann ihn selbstverständlich auch mit einem doppelten Espresso zubereiten.

Soll der Latte Macchiato gesüßt werden, können Sie den Zucker bereits beim Eingießen der Milch zugeben. Er löst sich dann im gesamten Getränk. Alternativ lässt sich Zucker oben auf die Milchschaumhaube des fertigen Latte Macchiato streuen. Der braucht dann aber einige Zeit, bis er versinkt und sich löst und verwandelt vor allem den Milchschaum in eine süße Köstlichkeit, weniger den darunter liegenden Espresso. Dazu passt der langstielige Löffel, der in Deutschland zum Latte Macchiato gereicht wird. Italiener bevorzugen einen Strohhalm, angeblich, um beim Trinken die verschiedenen Bestandteile nicht zu vermischen. Da sie die Mischung beim Eingießen jedoch nicht stört, dürfte diese spezielle Vorliebe von der anvisierten Zielgruppe stammen, den Kindern.

Zubehör für den perfekten Milchschaum

Mit welchen Bohnen gelingt er am besten?

Generell enthält Latte Macchiato sehr viel mehr Milch als Espresso. Spielen daher die verwendeten Bohnen nur eine untergeordnete Rolle? Keinesfalls, zumindest nicht für Kenner und Liebhaber. Der Espresso verleiht dem Latte Macchiato seinen typischen Geschmack und muss sich gegen die weiche, oftmals leicht süßliche Milch behaupten.

Empfehlenswert sind daher möglichst kräftige und aromatische Espresso-Sorten:
Espressobohnen
Gern mit einem spürbaren Robusta-Anteil in der Mischung. Langsam und schonend geröstet sollten sie in jedem Fall sein. Und wenn immer möglich, sollten sie erst unmittelbar vor dem Brühen gemahlen werden. Dass Mahlgrad, Druck, Wassertemperatur und Durchlaufzeit bei der Zubereitung des Espressos korrekt gewählt werden sollten, versteht sich von selbst.

Latte Macchiato – überall, zu jeder Zeit?

Wie erwähnt entstand er ursprünglich als „Kaffee“ für Kinder. In Italien gilt Milch  als sättigend. Aus diesem Grund trinken nur sehr wenige Italiener – gleich welchen Alters – Caffè mit Milch nach dem Mittagessen.

Touristen, die in Italien einen Latte Macchiato am Nachmittag bestellen, ernten meist einen wissend-mitleidigen Blick. In Deutschland wird eine solche Bestellung dagegen nicht negativ auffallen – egal, zu welcher Tageszeit.

Offen für Neues

Der Kaffee-Liebling bietet sich für allerlei Verfeinerungen geradezu an. Zum Einen bringt die weiße Sahnehaube Verzierungen gut zur Geltung. Zum Anderen wurde dem „Kinderkaffee“ der Spieltrieb geradezu in die Wiege gelegt.

Geschmacksrichtung und Farbe lassen sich durch Zugabe von Sirup verändern. Ob Vanille, Karamell, Schokolade, Kokosnuss oder Haselnuss, die Vielfalt ist nahezu unerschöpflich. Die vom Cappuccino bekannte Latte Art ist bei Latte Macchiato schwieriger. Um stabile Schichten im Glas zu erhalten, muss der Milchschaum eher grobporig sein. Für das kunstvolle Zugießen des Espresso für Latte Art eignet sich jedoch feinporiger Milchschaum besser.

Ersatzweise lassen sich beim Latte kleine Zeichnungen mit Kakaopulver auf den Milchschaum streuen. Es gibt Schablonen, die das Streuen mehr oder weniger kunstvoller Motive erleichtern.

Selbstverständlich bieten sich auch Spirituosen und Liköre als Zugabe für den Latte Macchiato an. Solche Spezialitäten eignen sich natürlich nicht für Kinder. Die schätzen dann wohl eher leckere Kekse zu ihrem Getränk. Mit entsprechenden Ausstechern geformt, lassen sie sich auf den Rand des Glases stecken.

Fazit: Latte Macchiato

  • Latte Macchiato zählt zu jenen Kaffeespezialitäten, die, aus Italien kommend, mittlerweile in Deutschland beliebter als in ihrem Heimatland sind.
  • Während Italiener diesen primär als „Kinderkaffee“ betrachten, wurde er in Deutschland zum weit verbreiteten Lifestyle-Getränk.
  • Die Zubereitung ist nicht allzu schwierig. Wichtig sind aber aromatische Bohnen für den Espresso, damit sein Geschmack den Latte Macchiato prägt.
  • Er lässt sich mit Sirup oder Spirituosen variieren. Mit Kakaopulver kann man zauberhafte Motive auf die Sahnehaube aufstreuen.

Fotos: fotolia – © M. Knartz, fotolia – © ismailyurtozveri, fotolia – © Christian Jung

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