Entkoffeinierter Kaffee

Entkoffeinierter Kaffee ist für diejenigen eine Alternative, die auf den Geschmack und das Aroma von Kaffee nicht verzichten wollen.

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Was ist Koffein?

Koffein kommt in zahlreichen Pflanzen vor, die den Stoff in ihren Blättern, Samen oder Früchten als natürlichen Schutz vor Insekten bilden. Menschen schätzen vor allem seine anregende Wirkung in Kaffee, Tee, Cola und anderen Getränken. Enthalten ist Koffein zudem in anderen Lebensmitteln und in Medikamenten. Medikamente und einige Getränke wie beispielsweise Energy Drinks werden bewusst mit Koffein angereichert. Bei anderen Lebensmitteln wie etwa beim Kakao wissen nicht alle Konsumenten, dass auch sie Koffein enthalten.

Chemisch betrachtet ist Koffein ein Alkaloid aus der Stoffgruppe der Xantine. Es kann in reiner Form als weißes, geruchloses und bitter schmeckendes Pulver extrahiert oder synthetisiert werden.

Eine normale Tasse Kaffee enthält üblicherweise 50 bis 100 Milligramm Koffein. Meist spüren wir dessen anregende Wirkung im Zentralnervensystem erst ab einer Dosis von 150 bis 200 Milligramm, also bei zwei oder mehr Tassen. Der Stoff wirkt bereits 30 Minuten nach dem Verzehr im Körper und führt zu einem erhöhten Puls. Bei Menschen, die selten Koffein zu sich nehmen, kann auch der Blutdruck steigen. Da Robustabohnen rund doppelt so viel Koffein enthalten wie Arabicabohnen, stimulieren uns nicht-entkoffeinierte Kaffees mit einem höheren Robusta-Anteil oft stärker als jene, in denen der Arabica-Anteil überwiegt.

Zu viel Koffein ist für den menschlichen Organismus schädlich. Ab einem Gramm Koffein sprechen Mediziner von einer Überdosis des Alkaloids. Aber keine Angst: Um zu viel davon einzunehmen, müssten Sie 15 bis 20 Tassen Kaffee am Tag trinken. Das schafft selbst der größte Kaffeefreund nicht.

Warum wird Kaffee entkoffeiniert?

Einige Kaffeetrinker erleben nach dem Genuss von nicht-entkoffeiniertem Kaffee unerwünschte Effekte. Neben Einschlafschwierigkeiten werden öfter Magenbeschwerden und Unwohlsein genannt. Diese Beeinträchtigungen schreiben viele Konsumenten dem Koffein zu und versprechen sich von koffeinfreiem Kaffee einen Genuss ohne Reue.

Diese Hoffnungen kann Kaffee ohne Koffein jedoch nur teilweise erfüllen. Tatsächlich verliert entkoffeinierter Kaffee seine anregende Wirkung nahezu vollständig. Einschlafschwierigkeiten sind daher auch nach mehreren Tassen nicht zu befürchten.

Die anderen genannten Beschwerden werden jedoch nicht zwangsläufig vom Koffein verursacht. Verantwortlich dafür sind vielmehr Säuren und Bitterstoffe, die sich besonders in Rohkaffee minderer Qualität und in industriell geröstetem Kaffee finden. Bei der Industrieröstung werden die Bohnen für wenige Minuten auf bis zu 800 Grad Celsius erhitzt. So lassen sich in kurzer Zeit große Mengen Kaffee rösten. Die Röstzeit ist allerdings zu kurz, um die im Rohkaffee enthaltenen Fruchtsäuren vollständig abzubauen.

Entkoffeinierter Kaffee ist dennoch immer dann eine willkommene Alternative zum unbehandelten Pendant, wenn Kaffeetrinker bewusst auf die eingangs beschriebene anregende Wirkung des Koffeins verzichten wollen.

Auf welche Weise wird Kaffee entkoffeiniert?

Koffein lässt sich auf unterschiedliche Art und Weise aus Kaffeebohnen extrahieren. In jedem Fall muss das Entkoffeinieren aber vor dem Rösten erfolgen. Prinzipiell führt jedes der heute gebräuchlichen Verfahren zum gewünschten Erfolg. In der Europäischen Union darf entkoffeinierter Kaffee noch maximal 0,1% Koffein enthalten.

Das sogenannte direkte Verfahren nutzt Dichlormethan oder Ethylacetat als Lösungsmittel. Die Kaffeebohnen quellen dabei zunächst in Wasserdampf auf und werden dann für mehrere Stunden in das Lösungsmittel gegeben. Während der anschließenden Trocknung werden das gelöste Koffein und weitere Rückstände entfernt. Dichlormethan gilt allerdings als krebserregend. Und die Nebenwirkungen von Ethylacetat reichen von harmloser Übelkeit bis zu Störungen des zentralen Nervensystems. Immerhin kann Ethylacetat auch aus Obst oder Gemüse gewonnen werden und wird deshalb oft als „natürliches Lösungsmittel“ bezeichnet. Damit behandelter Kaffee darf als „natürlich entkoffeiniert“ bezeichnet werden.

Beim Kohlendioxid-Verfahren werden in Wasserdampf vorbehandelte Bohnen mit sogenanntem überkritischem Kohlendioxid unter Druck gesetzt. Das Koffein löst sich und geht in das Lösungsmittel über. Anschließend wird das Kohlendioxid verdampft, das Koffein fällt heraus. Das gereinigte Kohlendioxid kann wieder verflüssigt und erneut verwendet werden.

Beim Triglycerid-Verfahren werden die Kaffeebohnen in eine heiße Wasser-Kaffee-Lösung gegeben. Das in den Bohnen enthaltene Koffein wird so an die Oberfläche geholt. Anschließend taucht man die Bohnen mehrere Stunden in heiße Kaffeebohnenöle. Die Öle enthalten Triglyceride, die das Koffein entfernen, Geschmack und Aroma der Kaffeebohnen aber kaum verändern.

Weitere bekannte Verfahren sind das Roselius-Verfahren oder der Schweizer-Wasser-Prozess. Ludwig Roselius, der Gründer von “Kaffee HAG” aus Bremen, war der erste, der 1903 entkoffeinierten Kaffee herstellte. Sein Vater war kurz zuvor verstorben und die Ärzte nahmen an, dass der Grund in dem übermäßigen Kaffee- und damit verbundenen Koffeinkonsum lag. Roselius begann, koffeinfreien Kaffee zu entwickeln. Allerdings löste er mithilfe des Lösungsmittels Benzol das Koffein aus den Kaffeebohnen; einem Stoff, der krebserregend ist. Daher kommt dieses Verfahren heute nicht mehr zum Einsatz. Auch der Schweizer-Wasser-Prozess spielt aus Umweltschutz- und Kostengründen bei der Herstellung von koffeinfreiem Kaffee kaum mehr eine Rolle.

Als Alternative zur Entkoffeinierung arbeiten Wissenschaftler seit einigen Jahren an der Züchtung oder gentechnischen Erzeugung von Kaffeepflanzen, deren Bohnen kein oder nur noch sehr wenig Koffein enthalten.

Entkoffeinierte Kaffees bei roastmarket

Bei roastmarket im Shop gibt es eine große Auswahl an entkoffeinierten Kaffees. Der Drago Mocambo Decaffeinato zum Beispiel ist ein Blend aus 50 Prozent brasilianischen Arabica- und 50 Prozent indischen Robustabohnen. Sein ausgewogener Körper entwickelt Geschmacksnoten von fruchtiger Sauerkirsche, herbem Lakritz und edlem Cognac. Bereiten Sie den entkoffeinierten Kaffee im Siebträger, im Espressokocher oder klassisch als Filterkaffee zu und genießen ihn.

Für Besitzer einer Pad-Maschine bieten sich die E.S.E.-Pads von Kimbo an. Der Espresso Decaffeinato ist eine Mischung aus 85 Prozent Arabicabohnen und 15 Prozent Robustabohnen aus Asien und Südamerika. Eine Packung beinhaltet 18 Pads und sorgt für frischen Genuss auf Knopfdruck.

In der ganzen Bohne oder gemahlen können Sie den Decaffeinated Espresso von 19grams genießen. Der reine Hochland-Arabicakaffee kommt aus dem Westen Kolumbiens und schmeckt nach fruchtig nach Feige und süß nach braunem Zucker sowie Schokolade.

Fun Fact

Die meisten Menschen wissen, dass Getränke wie Kaffee, Tee, Cola oder Energy Drinks Koffein enthalten. Auch Koffein als Wirkstoff in Medikamenten zur Behandlung leichter bis moderater Schmerzen ist vielen bekannt. Aber wussten Sie, dass auch Kakao und Schokolade Koffein enthalten? Und dass entkoffeinierter, löslicher Kaffee bis zu 0,3% Koffein enthalten darf, während der Grenzwert für Bohnenkaffee bei 0,1% Koffein liegt?

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