01.07.2016

Die 5 besten Tipps für den perfekten Kaffee aus dem Vollautomaten

Ein Ratgeber für den perfekten Kaffee aus dem Vollautomaten

Ein Kaffeevollautomat ist die perfekte Möglichkeit, morgens schnell eine leckere Tasse Kaffee zu bereiten oder seinen Besuch am Nachmittag mit einem köstlichen Espresso zu überraschen. Oft schmeckt das Heißgetränk jedoch nicht, wie Sie es erwartet haben. Bevor Sie die Investition in den Vollautomaten verfluchen, warten Sie noch. Die fünf folgenden Tipps und Tricks können Ihnen dabei helfen, doch noch einen aromatischen Kaffee aus der Maschine zu ziehen.

1.Die richtige Kaffeebohne finden

Häufig liest man, mit Arabica-Hochlandbohnen könne man für den Vollautomaten nichts falsch machen. Tatsächlich schätzen die meisten Kaffeetrinker jene sehr, beispielsweise für einen Espresso. Arabica-Bohnen zeichnen sich meist durch einen milden und aromatischen Geschmack aus. Daneben sind Robusta-Bohnen beliebt; sie haben einen etwas bittereren und erdigeren Geschmack als die Arabica-Bohnen und enthalten mehr Koffein.


Kauftipp – Vollautomaten mit einem zweiten Fach: Wenn es in Ihrer Familie Personen gibt, die auf Arabica schwören und andere, die beispielsweise Bohnenmischungen bevorzugen, helfen solche Automaten, die über ein zweites Kaffeefach verfügen und über das ebenfalls gemahlen werden kann.


2. Sauerstoff ist schädlich – Bohnen schnell konsumieren oder luftdicht lagern

Die meisten Personen, die einen Vollautomaten besitzen, füllen wesentlich mehr Bohnen ein als für eine Tasse Kaffee benötigt würde.

Kaffeebohnen

Durchschnittlich lassen sich aus einem Kilogramm Bohnen 150 Tassen des leckeren Heißgetränks gewinnen. Wer milden Kaffee schätzt, kann noch einmal 50 Tassen zusätzlich einkalkulieren. Wer nur ein Zehntel des Pakets in den Bohnenbehälter eingießt, lagert hier folglich 15 bis 20 Tassen. Für Viel-Trinker ist das kein Problem. Wer sich allerdings nur ab und zu einen Kaffee zieht, wird irgendwann feststellen, dass der Geschmack deutlich nachgelassen hat.

Für Kaffeebohnen ist der Kontakt mit Sauerstoff Gift. Kommen die Samen der Kaffeepflanze einen Monat mit dem Gas in direkte Verbindung, verlieren sie ihre Aromen. Die Zeitspanne mag eigentlich großzügig klingen, aber Sie dürfen dabei nicht vergessen, dass die Bohnen, bevor sie in die luftdichte Verpackung umgefüllt wurden, bereits gelegen haben und dabei Kontakt mit Sauerstoff hatten. Sie haben in der Regel nur ein bis zwei Wochen Zeit, bevor der Kaffee seinen Geschmack verliert. Sehr günstiger Bohnenkaffee hat oft schon lange gelegen.

Aus diesem Grund sollten Sie unbedingt nach dem Öffnen der Packung die restlichen Bohnen in ein luftdichtes Gefäß umfüllen. Wählen Sie idealerweise ein Behältnis, das über eine Dosierungsöffnung verfügt.

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3. Der richtige Mahlgrad für den Kaffee

Die Königsdisziplin im Umgang mit einem Vollautomaten ist das Finden des richtigen Mahlgrads. Verhältnismäßig günstige Geräte erlauben es, diesen mechanisch einzustellen. Zumeist können Sie zwischen zehn Varianten wählen. High-End-Maschinen gestatten es häufig, den Mahlgrad über einen Touch Screen auszuwählen. 20 bis 25 Varianten sind keine Seltenheit. Zu einzelnen Kaffeevarianten wird hier auch oft eine Empfehlung für den Mahlgrad angegeben. Lesen Sie dafür die Betriebsanleitung.

Wenn Sie solche Empfehlungen nicht erhalten oder nicht befolgen möchten, gilt: Je dunkler die Bohnen sind, desto gröber sollte der Mahlgrad eingestellt. Helle Samen der Kaffeepflanze verlangen hingegen nach einem feinen Mahlgrad. Grundsätzlich sorgt ein harter Mahlgrad für einen kräftigen und starken Kaffee.

Mahlwerk Vollautomat

Ob der Mahlgrad richtig gewählt ist, können Sie leicht am Ausfluss aus der Maschine erkennen: Der Kaffee muss in einem Rinnsal in die Tasse fließen und am Ende die nussbraune Crema auf dem Getränk ablegen. Läuft er hingegen in einem dicken Strahl aus, so war der Mahlgrad zu hart bzw. zu grob. Dies können Sie auch gut daran erkennen, dass sich in der Tasse eine Menge Kaffeeschlamm befindet. Tröpfelt die Flüssigkeit hingegen aus der Maschine, war der Mahlgrad zu fein. Beginnen Sie mit einer mittleren Einstellung und tasten Sie sich an den optimalen Mahlgrad heran.

Einen wichtigen Tipp möchten wir Ihnen noch geben: Sie sollten zwei bis drei Kaffee ziehen, nachdem Sie den Mahlgrad geändert haben. Unternehmen Sie erst dann einen Geschmackstest. Die Änderung benötigt einige Zeit, um sich auszuwirken.

4. Den Vollautomaten richtig reinigen – vergessen Sie die Brühgruppe nicht

Wer einen Kaffeevollautomaten besitzt, muss jenen häufig und gründlich reinigen. Grundsätzlich sollten Sie wenigstens einmal pro Woche aktiv werden. In den Ausgabe-Düsen setzen sich gerne Ablagerungen ab. Diese können Sie hervorragend mit Pfeifenreinigern säubern. Lassen Sie danach einmal Wasser durchlaufen. Häufig wird auch die Brühgruppe vergessen, an der sich Kaffeereste wie magnetisch ansaugen. Hier sollten Sie gezielt mit einem feuchten Tuch wischen. Solche Kaffeereste können den Geschmack nachhaltig verschlechtern.

Mindestens einmal pro Monat sollten Sie die Gelenke der Brühgruppe schmieren. Hierzu ein Tipp: Tragen Sie die Paste auf einen Küchentuch auf und wischen Sie jene so auf die Gelenke. Die Schmierung direkt aus der Tube ist gerade bei kleinen Gelenken überaus kompliziert.

Wasser und Kaffee.

Vergessen Sie zudem nicht, dass Sie den Automaten auch regelmäßig entkalken müssen. Durchschnittlich alle zwei bis drei Monate ist es bei Maschinen, die im Privathaus zum Einsatz kommen, soweit.

5. Stilles Wasser für den Vollautomaten

Oft ist nicht der Kaffeevollautomat das Problem, wenn das Heißgetränk deutlich hinter den geschmacklichen Erwartungen zurückbleibt. Stattdessen stimmt etwas mit dem Wasser nicht. Jenes macht 98 Prozent der Kaffees aus, zuvor wurde es aber mit zwölf bis 15 (teilweise bis 18) Bar durch den Automaten gedrückt und auf bis zu 94 Grad erhitzt. Nicht jedes Leitungswasser kommt damit problemlos zurecht. Optimalerweise sollte das Wasser, das in einem Vollautomaten zum Einsatz kommt, 7°dGH aufweisen.

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Bevor Sie sich Gedanken machen, wie Sie den Wert ermitteln, lassen Sie sich beruhigen: Es gibt zwei einfache Lösungen. Verwenden Sie entweder stilles Wasser aus einer versiegelten Flasche. Da dies aber im Laufe der Zeit sehr teuer werden könnte, erwerben Sie alternativ einfach einen Wasserfilter für Ihren Vollautomaten, z.B. von Brita.

Fazit: Vollautomaten verlangen Aufmerksamkeit für einen leckeren Kaffee

Kaffeevollautomaten wirken anspruchslos, verlangen aber in Wahrheit ebenfalls Aufmerksamkeit für einen leckeren Kaffee. Beim idealen Mahlgrad müssen Sie genau wie bei der richtigen Bohnenmischung experimentieren – zudem macht eine fürsorgliche Reinigung den halben Geschmack aus.

Fotos: fotolia – © Natalia Klenova, fotolia – © S.Engels, fotolia – © Shutterfil, fotolia – © Noppharat

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