Hoppenworth & Ploch

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Hoppenworth & Ploch: Die Rösterei, die sich der dritten Kaffeewelle verschrieben hat

In „Mainhattan“, wie Frankfurt auch genannt wird, eröffnete im Mai 2014 in der Friedberger Landstraße 86 die erste reine 3rd Wave-Kaffeerösterei. Geführt wird sie von zwei ambitionierten jungen Männern, die auch dem Unternehmen seinen Namen verleihen. Über 40 Mitarbeiter werden hier inzwischen beschäftigt und das Sortiment der Rösterei umfasst bereits 12 verschiedene Kaffeesorten. 2017 wurde zudem „Craft Coffee Gear“ gegründet, ein Vertrieb für professionelles Café Equipment, Maschinen, Mühlen uvm. Aber fangen wir mit der spannenden Erfolgsgeschichte von vorn an:

Hoppenworth & Ploch

Matthias Hoppenworth und Julian Ploch lernten sich 2007 während ihres Studiums an der Frankfurter Goethe Universität kennen. Was mit der gemeinsamen Begeisterung für guten Espresso begann, führte zunächst dazu, dass man gemeinsam alte Gastro-Kaffeemaschinen restaurierte. Im Dezember 2008 bot dann der Umbau des Unicampus Westend Frankfurter Universität eine tolle Gelegenheit. Nach erfolgreicher Bewerbung konnten die beiden am Standort das erste eigene Café „Hoppenworth & Ploch“ eröffnen. Ein Höhepunkt, aber die Mission war damit noch keineswegs abgeschlossen. Specialty Coffee nach Frankfurt zu bringen, war das Ziel: Ausgesuchte und besondere Rohkaffees wollten beide entdecken, deren spezifische Eigenarten erhalten und richtig zur Geltung bringen. Für dieses ehrgeizige Ziel vernetzen sie sich mit Importeuren, Produzenten und anderen Röstern, mit denen sie einen regen Austausch über mögliche Schritte bezüglich der Wertschöpfungskette des Kaffees unterhalten. Das Bewusstsein für den individuellen Aufwand der Produzenten zu sensibilisieren sowie die Vielfalt des Kaffees jenseits von Kaffee-Mischungen zu zeigen, ist der erklärte Zweck ihrer Tätigkeit. Die kontinuierliche Wissenserweiterung, die stetige Verbesserung der Standards und die Kontrolle eines möglichst großen Teils der Wertschöpfungskette - von der Saat bis in die Tasse - sind weitere Zielsetzungen des jungen Unternehmens. Dabei stellt der erste größere Direktimport der Amkeni Coffee Group aus Tansania in dieser Hinsicht einen Meilenstein der Kaffeerösterei Hoppenworth & Ploch dar.

Auf Terroirs statt auf bloßen Kaffee-Getränken liegt der Schwerpunkt

Der Begriff „Terroir“ stammt ursprünglich aus der Welt des Weines, ist jedoch längst nicht mehr lediglich dort beheimatet. Denn der Kaffee erhält einen maßgeblichen Teil seines Charakters durch seinen Ursprung. Dabei prägen besonders der Boden sowie die klimatischen Bedingungen seine Säuren sowie sein Aroma und sind somit ausschlaggebend für sein gesamtes Profil. Terroir verleiht dem Kaffee seine ureigenste Komplexität. Beim Kaffee-Genuss erlebt der Liebhaber diese besonderen Noten, die der Kaffee einzig durch seine Zubereitung sowie die spezifische Kaffeepflanze alleine nicht erlangen würde.

Hoppenworth & Ploch

In der Friedberger Landstraße werden alle Kaffees geröstet. Auch gibt es dort einen Ausschank, der sich jedoch von dem klassischer, traditioneller Röstereien unterscheidet. Daher enthält die Karte verschiedene Kaffees, die nach ihren Terroirs und nicht nach den Getränke-Arten gegliedert ist. Entscheidend sind also die Kriterien „Herkunft“, „Anbau“, „Ernte“ sowie die Aufbereitung der Rohkaffees. Die Art der Kaffeerösterei und die Zubereitung bei Hoppenworth & Ploch hat demzufolge kein anderes Ziel, als das jeweilige Terroir optimal in der Tasse darzustellen. Dabei versucht das Team dem Kaffee nichts hinzuzufügen, vor allem keine Röst-Aromen, sondern den Kaffee pur und charakteristisch zu servieren. Diese erklärte Philosophie des Unternehmens beruht auf der Sichtweise, dass diese Herangehensweise die Grundvoraussetzung für einen qualitativ anspruchsvollen Kaffee-Genuss sei, verbunden mit der Hoffnung, dass die jungen Gründer immer mehr Menschen für ihre besondere Sicht des Kaffee-Trinkens gewinnen können.

Fair und bewusst: Hoppenworth & Ploch geht neue Wege abseits des Mainstreams

Hoppenworth & Ploch Baristaworkshop

Das Team betrachtet das Thema „Kaffee“ in seiner Gesamtheit, um dann in der Tasse ein hochwertiges Ergebnis liefern zu können. Der Schlüssel hierzu ist, nach Meinung des Unternehmens, die Anwendung von besonderen Barista-Techniken mit dem Fokus auf der Entdeckung, dem Herausarbeiten und der Präsentation ursprungsspezifischer Aromen, Ziele, die jedoch nicht notwendigerweise ein ausgefallenes Equipment benötigen. Dabei legt die Rösterei besonderen Wert auf bestimmte Auswahlkriterien. Diese sind unter anderem die Preise der Erzeuger in den Ursprungsländern. Sie müssen so ausreichend sein, dass sie mit den Erlösen ihre eigenen Grundbedürfnisse, wie Nahrung und Bildung, befriedigen können. Weiterhin ist den Unternehmern die nachhaltige Bewirtschaftung der Böden wichtig, ebenso wie die Tatsache, dass eine höhere Qualität sich in einer dementsprechenden Honorierung wiederspiegeln muss. Darüber hinaus möchten sie ihre Lieferanten der Anonymität „entreißen“ und sicherstellen, dass die Aromen ihrer Kaffees unverfälscht in die Tasse gelangen. Dies ist auch der Grund, warum die Firma eine helle Röstung bevorzugt mit dem Ziel, eine hohe Süße und Komplexität des Kaffees zu erreichen.

Alles in allem erlebt der Kaffee-Genießer bei Hoppenworth & Ploch die etwas andere Kaffeerösterei, die sich mit außergewöhnlichem Engagement dem Thema „Kaffee“ in all seinen Facetten in besonderer Weise widmet.