Der praktische Weg, Kaffee zu trinken

Kaffeepads haben nun seit beinahe 15 Jahren den Kaffeemarkt revolutioniert. Der schnell verfügbare und jederzeit reproduzierbare Kaffeegenuss ist in vielen Privathaushalten und Büros äußerst beliebt. Dank einer großen Auswahl an Kaffee- und Teepads kann sich jeder Genießer sein persönliches Lieblingsgetränk extrem schnell zubereiten.

E.S.E.-Kaffee-Pads

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Kaffeepads: Genuss für Pragmatiker

Der Convenience-Markt ist in Sachen Kaffee gerade der Schauplatz für den Wettstreit zweier Systeme: Kapseln gegen Kaffeepads. Während die Kapseln dank eines cleveren Marketings momentan die Oberhand haben, lohnt es sich für die Pragmatiker unter den Kaffeetrinkern, den Pads einen zweiten Blick zu schenken. Die vorportionierte Dosis Kaffee in der Zellstoffumhüllung bietet einige Vorteile.


Wie Kaffeepads das Licht der Welt erblickten

Bei vielen Erfindungen ist es oft nicht die Idee, die schlecht ist, sondern das Timing. Das mussten auch die Entwickler von Kaffeepads schmerzlich erfahren:
  • Antonino Di Leva war der Erfinder des ersten Kaffeepads. In den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts dachte er sich, dass es eine gute Idee sei, Kaffee portioniert und mit einem eigenen Filter anzubieten. Der Espressogigant Lavazza war sofort überzeugt, die Kundschaft allerdings nicht. So verschwand die Idee des „Prontadose“ genannten Produktes wieder in der Versenkung.
  • Ähnlich erging es Illy, die im gleichen Jahrzehnt mit ihrem Easy Serving Espresso (ESE) für einzeln portionierten Kaffee- bzw. Espressogenuss sorgen wollten.
  • Fotos von oben nach unten:
  • Ab 2001 waren Kaffeepads und die dazugehörigen Maschinen plötzlich der neue Trend in der heimischen Küche. Damit kam auch das ESE-System wieder zum Vorschein und wurde für den Singlemarkt neu interpretiert.

So funktionieren Maschinen mit Kaffeepads

Kaffeepads

  • Kaffeemaschinen, die mit Pads arbeiten, sind kompakt und einfach zu bedienen.
  • Das Wasser aus dem Tank wird mit einem Druck von etwa 10 bis 20 bar durch das Kaffeepad geleitet.
  • Das Wasser hat dabei eine Temperatur von rund 90 Grad.
  • Die Zubereitung dauert nur etwa ein bis zwei Minuten.
  • Diese Grundbedingungen entsprechen grundsätzlich den Angaben für perfekten Espresso – weshalb das Ergebnis speziell aromatisch zu überzeugen weiß.
  • Bis zu zwei Tassen können bei den meisten Maschinen gleichzeitig gebrüht werden.
  • Auf dem Kaffee entsteht bei richtiger Verwendung der Maschine und der Pads eine leckere, feine Crema.

Kaffeepads und Kapseln: der ewige Streit

Kaffeekapseln sind aus Käufersicht aktuell das Nonplusultra, wenn es um vielseitigen Kaffeegenuss auf Knopfdruck geht. Kaffeepads bieten aber einige wichtige Vorteile:

  • Wer sich eine Kaffeepadmaschine mit ESE-Standard kauft, hat die Auswahl zwischen vielen verschiedenen Herstellern – auch, was die Pads betrifft. Alle Padmaschinen funktionieren mit den gleichen Pads. Eine Beschränkung auf ein System gibt es also nicht.
  • Kaffeepads bieten ein rundes, aromatisches Ergebnis. Der Kaffee aus Pads bietet ein ideales und magenschonendes Koffeinverhältnis.
  • ESE-Kaffeepads und alle dazugehörigen Produkte und Systeme sind wesentlich günstiger als die Kapselvarianten. Eine Tasse Kaffee aus Pads kostet bis zu etwa 15 Cent – und damit nur etwa halb so teuer wie die aus Kapseln.
  • Kaffeepads sind biologisch abbaubar und verursachen keinen zusätzlichen Müll. Bei Kapseln fällt immer eine schwer zu entsorgende Aluminium- oder Kunststoffhülle an.

Beschränkungen von Kaffeepads

Dass geschmacklich nichts an einen frisch gemahlenen und gekonnt gebrühten Kaffee aus Meisterhand heranreicht, ist kein Geheimnis. Doch was sind die weiteren Nachteile dieses Systems?
  • Es kennt kaum Variationen – geschmackliche Unterschiede kommen allein durch die Röstung und die Auswahl der Kaffees in den Kaffeepads zustande.
  • Wassertemperatur und Kaffeemenge sind voreingestellt, Experimente mit der Durchlaufzeit oder dem Mahlgrad sind kaum möglich.
  • Die kompakten Maschinen haben nur einen kleinen Wassertank, mit dem ein schnelles Zubereiten vieler Tassen Kaffee schwierig ist.
  • Dritthersteller konzentrieren sich zunehmend auf die Kapseln, weshalb der Padmarkt stagniert.
  • Das fertig gemahlene Kaffeepulver in den Pads verliert schnell an Aroma. Eine Alternative stellen einzeln verpackte Varianten dar.

Tipps für guten Kaffee aus Kaffeepads

Auch wenn die Einstellmöglichkeiten bei einer Padmaschine begrenzt sind, können Sie selbst viel für ein aromatisches Endergebnis und eine sanfte Crema tun.

1. Auf luftdichten Verschluss achten

Weil das Aroma in Kaffeepads flüchtig ist, müssen Sie es möglichst sicher einfangen. Einzeln verpackte Pads sind wenig ökologisch, bieten dafür den besten Schutz für den Geschmack. Dosen oder andere Alternativen müssen fest verschlossen werden, um das Aroma zu bewahren.

2. Bei der Dosierung tricksen

Ein Pad pro Tasse – das ist die vorgegebene Dosierung. Soll der Kaffee richtig Kraft besitzen, dann gehören zwei Pads in die Maschine. Hier müssen Sie auf den richtigen Filterhalter achten.

3. Die Tasse vorwärmen

Eine extra vorgewärmte Tasse widerspricht der Einfachheit der Padmaschine, das Ergebnis ist dafür umso besser. Der frische Kaffee bleibt länger heiß und aromatisch.

4. Keine Chance für Kalk

Neben dem regelmäßigen Reinigen der Maschine sollte das Wasser im Tank möglichst weich sein. Stilles Mineralwasser oder ein Wasserfilter können hier helfen – vor allem, wenn das Nass aus dem Wasserhahn sehr kalkhaltig ist.

5. Vom Handfiltern lernen

Kaffeepads Dose

Da Padmaschinen die klassische Filterung nachahmen, können Sie sich hier einiges abschauen: Wenn die Kaffeepads vor dem Einlegen kurz angefeuchtet werden, öffnen sich die Poren im Filter und das Kaffeemehl kann bereits vor der Extraktion anfangen, zu quellen. So gelangen mehr Aromen aus dem Kaffeemehl in die Tasse.

Maschinen für Kaffeepads richtig reinigen

Padmaschinen sind extrem kompakt gebaut, damit sie auch in Singleküchen Platz finden. Ihre Bauweise sorgt jedoch dafür, dass Verunreinigungen schnell zu Fehlfunktionen oder einem schlechten Brühergebnis führen. Die Schläuche und Düsen verstopfen leicht, weshalb eine korrekte und regelmäßige Reinigung wichtig ist.

1. Heißes Wasser marsch!

Für die tägliche Reinigung reicht es aus, einen Brühvorgang ohne Pad durchzuführen. Das heiße Wasser spült Keime und Verunreinigungen sowie eventuelle Kaffeerückstände aus. Dazu sollten alle beweglichen Teile mit heißem Wasser überbrüht und gesäubert werden – viele sind spülmaschinenfest. Besonders wichtig ist die tägliche Reinigung des Padhalters.

2. Sanft zu wichtigen Teilen sein

Ventil und Brühkopf sind meist fest verankert, allerdings unglaublich wichtig für die Funktionalität der Maschine. Diese Bestandteile sollten vorsichtig mit einem Schwamm oder einem speziellen Brühgruppenpinsel behandelt werden.

3. Verstopfungen bekämpfen

Sind die Sieblöcher oder Düsen doch einmal verklebt, können Sie sich mit einer Stecknadel behelfen. Erst werden die Löcher frei gebohrt, dann die gesamte Maschine im Leerlauf gereinigt.

4. Maschine regelmäßig entkalken

Kalk ist der größte Feind der Padmaschine. Ein beliebtes und kostengünstiges Hausmittel ist Zitronensäure. Lösen Sie je Liter Wasser 50 Gramm Zitronensäure auf und geben Sie dieses in den Tank. Legen Sie ein gebrauchtes Pad in den Halter und lassen Sie die Maschine einmal durchlaufen. Zwei weitere Durchläufe mit klarem Wasser entfernen die Säurereste und die Maschine ist wieder einsatzbereit.


ACHTUNG: Essig hat nichts in der Maschine verloren! Davon werden die Schläuche und Zuläufe porös und der Kaffee erhält einen unerwünschten Fremdgeschmack.

Fotos von oben nach unten: © TwilightArtPictures, fotolia - © magele-picture, fotolia - © Catalina-Gabrie Molnar, iStock - © fotografiedk, fotolia.