Wenn es um 100 Prozent Arabica Kaffee geht, könnte man zunächst denken, die Auswahl sei nicht so groß. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Aufgrund der anhaltenden Beliebtheit von Arabica Kaffee ist das Sortiment fast überwältigend. Um den Arabica Kaffee zu finden, der Ihren persönlichen Erwartungen perfekt entspricht, sollten mehrere Faktoren berücksichtigt werden: vom Herkunftsland über den Preis bis hin zum Rösten und dem Aroma. Im neuen Arabica Kaffee Test 2020 stellen wir Ihnen die hochwertigsten Kaffeebohnen aus 100 Prozent Arabica vor: vom klassisch brasilianischen Kaffee bis zu außergewöhnlichen Mischungen aus Asien.

Arabica Kaffeebohnen: Warum sind sie so beliebt?

Aufgrund des höheren Preises der Arabica Bohnen sind viele Kaffeeliebhaber davon überzeugt, dass die Robusta Kaffeebohnen von geringerer Qualität sind. Die unterschiedlichen Preise lassen sich allerdings leicht aufklären. Arabica Pflanzen verlangen besondere Anbaubedingungen und erfordern deutlich mehr Pflege in der Bewirtschaftung als Robusta. Damit die Arabica Kaffeepflanze gut wachsen kann, braucht sie eine hohe Luftfeuchtigkeit und behagliche Temperaturen. Wenn die Temperaturen unter 17 Grad Celsius fallen oder über 24 Grad Celsius liegen, verringert sich die Ernte wesentlich. Im Gegensatz dazu fühlt sich die Robusta Pflanze am wohlsten, wenn die Temperatur zwischen 24 und 30 Grad Celsius liegt.

Sowohl Arabica als auch Robusta bevorzugen die Wärme. Frostiges Wetter kann die Kaffeepflanzen so sehr schädigen, dass sie in den nächsten zwei Jahren keine Ernte mehr einbringen. Die logische Konsequenz: Wenn man edelste Arabica Bohnen ernten möchte, müssen die Kaffeebauern ständig die Messgeräte im Auge behalten und sicherstellen, dass die Bedingungen für die Kaffeepflanzen angenehm sind. Weiterhin reifen die Kaffeekirschen nicht alle gleichzeitig – sie müssen je nach Reifephase von Hand geerntet werden, was den Ernteprozess sehr zeitaufwändig macht.

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Hinsichtlich des Aromas lässt sich sagen, dass Arabica Bohnen in aller Regel mehr Kaffeeöle enthalten und aromatischer und milder im Geschmack sind als Robusta. Außerdem bietet die Arabica eine größere Vielfalt an Aromen: von Schokolade und Karamell bis hin zu blumigen Noten und Marzipan. Diese feinsten Nuancen lassen sich vornehmlich bei guten Arabica Sorten herausschmecken, während demgegenüber die Robusta dahingehend ein weniger breites Spektrum abbildet.

Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen Arabica und Robusta ist der Koffeingehalt. Sofern Sie hier eine mildere Variante bevorzugen, dürften Arabicas Ihren Vorlieben eher entsprechen als Robusta-Sorten, weil Arabica Bohnen nur etwa halb so viel Koffein enthalten.

Die “reinsten” Kaffees: Single Origin Arabica

Single Origin 100 Prozent Arabica Bohnen – der Kaffee für Puristen, die das reinste Aroma-Erlebnis suchen. Welche Kaffees uns zur Zeit am besten gefallen, sehen Sie hier:

Aus der ganzen Welt: Arabica Kaffeeblends

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Arabica Bohnen für den Espresso

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Gute Arabica Kaffeebohnen: wie erkennt man sie?

Um gute Arabica Kaffeebohnen zu erkennen, berücksichtigen wir fünf wesentliche Kriterien: das Preis-Leistungs-Verhältnis, die Säure, die Röstung, das Aroma und die Crema.

1. Das Preis-Leistungs-Verhältnis?

Premium Produkte beginnen ab 10 Euro pro 1 kg, üblicherweise kostet 1 kg des Kaffees zwischen 20 und 35 Euro. Man sollte hierbei darauf achten, ob es ein Single Origin Kaffee oder ein Blend ist. Single Origin Kaffee hat einen eher exklusiven Charakter, weil er nur die Kaffeebohnen aus einer Ernte enthält. Deshalb ist auch der Preis ein wenig höher als bei den Kaffeemischungen. Fair Trade und Direkthandel Siegel weisen ebenfalls einen höheren Preis auf, weil hierdurch lokale Händler unterstützt werden.

2. Die Säure

Ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Auswahl der besten Kaffeebohnen ist die Säure. Während einige Kaffeeliebhaber explizit nach Sorten mit besonders niedrigem Säuregehalt suchen, bevorzugen andere die fruchtigeren. Was nicht jeder weiß, ist, dass Arabica Kaffeebohnen in der Regel mehr Säure enthalten als Robusta Kaffeebohnen – besonders, wenn es um Hochland Arabica geht. Was sich neben der Bohne selbst wesentlich auf den späteren Säuregehalt auswirkt, ist die Röstung.

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3. Die Röstung

Premium Kaffees werden deutlich geprägt durch den Röstvorgang. Ganz anders als es bei den meisten industriellen Produkten der Fall ist. Im Allgemeinen gilt hier die folgende Regel: Je dunkler die Röstung, desto kräftiger der Kaffeegeschmack. Daran allein sollte man sich allerdings nicht ausschließlich orientieren – für eine prinzipielle Orientierung kann man den Röstgrad aber durchaus in Betracht ziehen. Außerdem wirkt sich die Röstung erheblich auf den Säuregehalt des Kaffees aus.

Falls Sie eher zu helleren Röstungen tendieren, dürften Sie eine gewisse Säurenote sicher schätzen, während diese mit zunehmendem Röstgrad eher reduziert wird. Der Röstgrad allein ist aber nicht entscheidend, sondern vielmehr die Art und Weise des Vorgangs. Mit zunehmender Röstzeit bei milderen Temperaturen werden Säurenoten stärker reduziert als es bei industriellen Verfahren der Fall ist, wo mit deutlich höheren Temperaturen und geringerer Dauer gearbeitet wird. Die heiße und schnelle Industrieröstung verbrennt zudem geradezu das Äußere der Kaffeebohne, während das Bohneninnere wenig und nicht gleichmäßig geröstet wird. Aus diesem Grunde raten wir immer, auf schonend geröstete Bohnen zurückzugreifen.

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4. Das Aroma

Wirklich gute Arabicas sind reich an Aromen und bieten diverse Geschmacksnoten. Im Kern schmecken alle Arabica Kaffees tendenziell eher fruchtig, die jeweiligen Nuancen aber unterscheiden sich, nicht zuletzt auch durch die Anbaugebiete. Arabica Bohnen aus Costa Rica weisen beispielsweise oft ein fulminantes, ausgeprägtes Aroma auf, während mexikanische Röstungen oft etwas feiner und samtiger schmecken. Sollten Sie sich für einen Single Origin Arabica Kaffee entscheiden, dann genießen Sie ein Aroma in seiner vollen, puren Kraft. Die Mischungen von Arabica aus verschiedenen Regionen bieten dennoch die Vielfalt zum Teil ganz unterschiedlicher Geschmäcker, die sich hervorragend ergänzen können. Hier sollte jeder selbst entscheiden, was ihm wichtiger ist: Ein eher dominanteres Aroma oder verschiedene Nuancen in außergewöhnlichen Kombinationen.

5. Die Crema

Die perfekte Crema sollte weder zu hell und noch zu dunkel sein, sondern am ehesten einen haselnussbraunen Ton aufweisen. Prinzipiell lässt sich jedoch in puncto Crema feststellen, dass hier die viel gescholtenen Robustas häufig ihre Arabica-Pendants übertreffen, da Robustas aufgrund ihres geringeren Ölgehaltes in der Regel eine stabilere, länger anhaltende Crema hervorbringen. Nichtsdestotrotz sagen diese grundsätzlichen Tendenzen natürlich noch nichts über die einzelne Röstung aus und wir sind speziell von unseren Testsiegern alles andere als enttäuscht gewesen.

Fazit

Wenn Sie jetzt noch immer nicht ganz sicher sind, welche Arabica Bohnen Sie zuerst probieren möchten, haben wir hier sind noch ein paar letzte Tipps aus unserem Arabica Kaffee Test, die Ihnen bei der Auswahl der besten Kaffeebohnen helfen können.

  • Stellen Sie sich zunächst einmal die Frage, welcher Kaffee Sie angesprochen hat. Waren Sie von der ungewöhnlichen Aromakombination in der Speicherstadt Kenia AB Kiambu fasziniert? Cranberry, rote Johannisbeere und Stachelbeere im Kaffee – das klingt auf jeden Fall vielversprechend. Oder haben Sie vielleicht die Noten von Pfirsichen überzeugt, dann könnte womöglich der Elbgold Mischgold Ihr Interesse wecken.
  • Wenn die Röstung laut Herstellerempfehlung am besten für die Zubereitung mit dem Handfilter geeignet ist, dann können Sie sich hieran auch orientieren. Die Röster geben Hinweise auf Basis ihrer persönlichen Erfahrungen weiter.
  • Bewahren Sie die Kaffeebohnen an einem trockenen und kühlen Platz in einem verschlossenen Behältnis auf. Beachten Sie zudem den Zeitraum, in welchem Sie den Kaffee verbrauchen sollten: Nach Verpackungsanbruch ist es ratsam, die Bohnen innerhalb von sechs Wochen zu verbrauchen, da sie in diesem Zeitraum noch einen großen Teil ihres Aromas bewahren. Bei bereits gemahlenem Pulver bleiben die ausgeprägten Aromastoffe weniger lang bewahrt.

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