Praktisch, notwendig und formschön

Ohne regelmäßige Pflege der Kaffeemühle leidet der Geschmack des frisch gemahlenen Kaffees. Ratsam ist es, auf natürliche Reinigungsmittel zu vertrauen - und zwei klassische Fehler vermeiden.

Kaffeemühlen

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Pflegetipps: So reinigt man eine Kaffeemühle richtig

Elektrische wie auch manuelle Kaffeemühlen müssen in regelmäßigen Abständen fachmännisch gereinigt werden, um weiterhin Kaffee mit bestem Geschmack erzeugen zu können. Die Intensität, mit denen man die eigene Mühle pflegen sollte, hängt vom jeweiligen Modell ab. Mindestens einmal alle vier Wochen sollte man jedoch einen entsprechenden Schritt unternehmen. Nur so lässt sich verhindern, dass sich unappetitliche Bohnenreste dauerhaft im Mahlwerk aus Edelstahl oder sogar im Bohnenbehälter absetzen.

Unverzichtbare Herstellerinformationen

Bevor Sie mit der Reinigung Ihrer Kaffeemühle beginnen können, benötigen Sie zwei unverzichtbare Herstellerinformationen: Zum einen müssen Sie wissen, ob Ihre Maschine mit einem Scheibenmahlwerk ausgestattet ist oder ob jene über ein Kegelmahlwerk verfügt. Letzteres muss häufiger gereinigt werden (ca. alle zwei Wochen). Das Kegelmahlwerk ist hingegen nicht derart anfällig gegenüber Verschmutzung, dafür hält sich jener hartnäckiger. Kaffeeöle setzen sich beispielsweise in den Seiten fest. Der Reiniger sollte deshalb dazu in der Lage sein, speziell solche Schmutzreste zu entfernen.

Zum zweiten geben Hersteller auch Spezifikationen darüber, ob die Kaffeemühle gegenüber gewissen Pflegemitteln empfindlich reagiert. Insbesondere bei chemischen Reinigern sollten Sie Vorsicht walten lassen und sich vor deren Einsatz genau informieren. Viele Bauteile sind aus Plastik - insbesondere in Vollautomaten. Die chemischen Mittel können den Kunststoff angreifen und nachhaltig beschädigen. Dies kann die Leistung der Mühle ebenso beeinträchtigen wie den Geschmack des Kaffees. Im schlimmsten Fall wird sogar die Gesundheit gefährdet.

Empfehlenswert: Natürliche Reiniger in Kaffeebohnenform

Die meisten Hersteller bieten für die eigenen Kaffeemühlen Spezialreiniger an, die besonders gut mit den Maschinen funktionieren. Nicht in jedem Fall müssen Sie aber zu jenen greifen. Generell empfehlenswert sind die natürlichen Reiniger in Kaffeebohnenform. Sie bestehen in aller Regel aus Getreide oder Getreide. Diese "Tabletten" kommen überall dorthin, wo die Kaffeebohnen während des Mahlvorgangs ebenfalls entlanglaufen. Sie entfernen auf diese Weise alle Kaffeerückstände, stellen aber keine Bedrohung für die Kaffeemühle dar.

Als kostengünstige Alternative zu den Reinigungsmitteln in Bohnenform können Sie auch zum Getreide oder den Körnern in Rohform greifen und diese selbst zermahlen, um sie dann für die Pflege einzusetzen. Dinkel ist beispielsweise ebenfalls in der Lage, zuverlässig Ihre Kaffeemühle zu pflegen. Nur eben nicht ganz so intensiv, wie dies ein speziell optimierter und vorgeformter Reiniger schafft. Aber Vorsicht: Es gibt einige Hersteller von Kaffeemühlen, die vom Gebrauch der selbstgemahlenen Körner und Getreidearten für die Reinigung der Maschine abraten. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie die Mühle innerhalb eines Vollautomaten säubern möchten. Die Hersteller befürchten, dass die Körner anschließend wichtige Durchgänge und Filter verstopfen könnten.

Nicht zu viel Reinigungsmittel verwenden

Wenn Sie ein spezielles Reinigungsmittel verwenden, werden Sie feststellen, dass die Hersteller oft mit der Angabe geizen, wie viel Sie verwenden sollen. Dies liegt daran, dass die Anbieter nicht wissen, wie groß die Mahlwerke und Bohnenbehälter sind, die gesäubert werden sollen. Generell gilt: Weniger ist mehr. Als Faustregel hat sich bewährt: Pro einem bis zu anderthalb Liter Wasser, das der Tank fasst (Maschinen werden zumeist proportional zu der Größe des Wassertanks gebaut), wählt man eine Handvoll oder zwei Esslöffel Reinigungsmittel.

Wichtiger Hinweis: Generell empfehlenswert ist ein mittlerer Mahlgrad für die Reinigung. Erfahrungsgemäß vergessen viele Personen, jenen anschließend wieder zurückzustellen und glauben, dass sich der Geschmack Ihres Kaffees durch die Reinigung deutlich verändert hätte. Denken Sie deshalb daran, dass Sie noch den Mahlgrad wieder richtig einstellen müssen.

Nach der Reinigung: Zwei Durchläufe mit Kaffeebohnen

Bevor Sie sich Ihren ersten Kaffee nach der Reinigung ziehen, sollten Sie wenigstens zwei Durchläufe mi Bohnen machen, um die Reste des Reinigers zu entfernen. Machen Sie dies nicht, werden Sie den Reiniger deutlich nachschmecken können, da sich dessen Reste mit den gemahlenen Bohnen vermischen.

Häufige Fehler

Abschließend noch einige Worte der Warnung: Kaffeemühlen werden nicht ohne Grund trocken gereinigt. Verzichten Sie auf jeden Fall darauf, Flüssigkeiten einzusetzen, da Sie so die Leistungsfähigkeit der Mühlen gefährden. Dies gilt auch, wenn manuell gemahlen wird und kein Motor eingebaut ist. Wasser dringt zwischen die Lager und kann hier dauerhaften Schaden anrichten. Bei Flüssigreinigern bleiben überdies stets Reste zurück, welche für längere Zeit den Geschmack nachhaltig beeinträchtigen.

Verzichten Sie zudem darauf, Elemente der Mahlwerke zu entfernen, um sie einzeln zu säubern. Sowohl die Kegel- wie auch die Scheibenmahlwerke sind überaus präzise ausbalanciert. Sie gefährden vermutlich die Funktionalität Ihrer Kaffeemühle dauerhaft, wenigstens wird sich die Mahlqualität verschlechtern.