affeebohnen für verschiedene Kaffeearten
Diese Bohnen eignen sich für Kaffeevollautomaten am besten

Die besten Kaffeebohnen für Kaffeevollautomaten

Ganz gleich, ob vollmundiger Kaffee, aromatischer Espresso oder cremiger Cappuccino: Auf Knopfdruck mahlt der Vollautomat die Bohnen frisch, damit sich ihr einzigartiges Aroma in jeder Tasse voll entfalten kann. Doch bei dem großen Angebot an Kaffeebohnen stellt sich die Frage, welche sich am besten für den Kaffeevollautomaten eignen. Um diese Frage zu beantworten, hilft es, die verschiedenen Kaffeebohnen einmal näher zu betrachten.

Die verschiedenen Kaffeebohnen

Bei rund 90 Prozent der auf dem Weltmarkt gehandelten Kaffeebohnen handelt es sich um die beiden Sorten Arabica (60%) und Robusta (30%). Der restliche Anteil entfällt auf Sorten wie Liberica, Maragogype und den „Katzenkaffee“ Kopi Luwak. Die Arabica-Bohne gilt als edelste Sorte. Ihre Bohnen werden in Ländern wie Äthiopien, Brasilien, Kolumbien und Kenia angebaut. Sie zeichnet sich durch einen geringen Anteil an Bitterstoffen und Koffein sowie feine Geschmacksnuancen aus. Kenner lieben ihre Aromavielfalt, die von Nuss über Schokolade bis hin zu Zitrusfrüchten reichen kann.

Kaffeebohnen für Kaffeevollautomaten

Die Robusta-Bohne stammt aus Anbauländern in Westafrika und Südostasien und gilt als widerstandsfähiger als die Arabica-Bohne. Sie verträgt intensivere Röstungen und hat im Vergleich zur Arabica-Bohne eine leicht bittere Note, die auf die längere Röstung und/oder Lagerung zurückzuführen ist. Kenner beschreiben ihren Geschmack als eher erdig oder holzig. Wegen ihres etwa doppelt so hohen Koffeingehaltes werden Robusta-Bohnen vor allem in Mischungen für Espresso und dunklerer Crema verwendet.

Diese Kaffees für Vollautomaten wurden von unseren Kunden am Besten bewertet

Für Vollautomaten ungeeignete Kaffeesorten

Die meisten gerösteten Kaffeebohnen sind für das Zubereiten von Kaffeegetränken im Vollautomaten geeignet. Vorsicht ist jedoch bei sehr ölhaltigen Bohnen geboten, da das beim Mahlen austretende Öl das Mahlwerk verstopfen kann. Einen prinzipiell höheren Ölgehalt als andere weisen beispielsweise besonders Espresso-Röstungen auf. Das heißt allerdings nicht, dass sie gänzlich auf Espressobohnen im Vollautomaten verzichten sollten. Achten Sie beim Befüllen des Automaten einfach darauf, dass die Bohnen nicht bereits glänzen. In dem Fall treten bereits die ätherischen Öle aus der Bohne, was bei einer zu langen Lagerung durchaus passieren kann und nicht unbedingt auf die gewählte Sorte zurückzuführen ist. Hier ist dann auch die Gefahr größer, dass der Vollautomat schneller verstopfen könnte.

Eindeutig ungeeignet für Vollautomaten sind hingegen Kaffeemischungen mit sogenannter „Spanischer“ oder „Torrefacto“ Röstung. Die Bohnen sind mit Zucker karamellisiert, um Säure und Bitterstoffe zu reduzieren. In der Kaffeemaschine können sie das filigrane Mahlwerk verkleben, was eine komplizierte Reinigung nach sich zieht. Um die Maschine zu schützen, sollten Besitzer von Vollautomaten auch auf künstlich aromatisierte Kaffeebohnen verzichten. Denn zugesetzte Aromen wie Amaretto oder Irish Cream können ebenfalls das empfindliche Mahlwerk beschädigen. Eine Ausnahme sind Bohnen mit dem Hinweis „für Vollautomaten geeignet“ auf der Verpackung.

Die verschiedenen Röstungen

Grundsätzlich gibt es fünf Röstungsgrade von Kaffeebohnen, die sich durch ihre unterschiedliche Helligkeit auszeichnen. Der hellste Röstungsgrad heißt „blasse“ oder „Zimt“-Röstung. Etwas dunkler ist die sogenannte „Frühstücksröstung“. Starke Röstungen werden als „französische Röstung“ oder auch „Wiener Röstung“ bezeichnet. Und schließlich gibt es noch die beiden sehr dunklen Varianten, die „doppelte Röstung“ und die „italienische“ oder „Espresso-Röstung“. Letztere eignen sich – wie der Name schon sagt – besonders gut für die Zubereitung von einem Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato. Für den gewöhnlichen Kaffee sind dagegen eher Kaffeebohnen mittlerer Röstung zu empfehlen.

Frisch geerntete Kaffeebohnen liegen neben bereits gerösteten Kaffeebohnen der unterschiedlichen Röststufen.

Unabhängig vom Röstungsgrad findet sich auch der Begriff „Länderröstung„. Er bezeichnet Kaffeebohnen, die aus einem bestimmten Anbauland stammen, denn je nach Anbaugebiet schmecken die Kaffeebohnen anders. Experten empfehlen für ein vollmundiges Aroma, stets frisch geröstete Bohnen zu verwenden. Unmittelbar nach der Röstung beginnen sich die Öle der Kaffeebohne und damit auch ihr Geschmack langsam zu verflüchtigen. Je frischer die Röstung, umso intensiver ist deshalb auch das Aroma.


Schon gewusst? Je intensiver die Röstung der Bohnen, desto mehr verlieren sie ihren individuellen Charakter. Deshalb werten einige Experten besonders dunkle Röstungen auch als Kaffeebohnen niedrigerer Qualität. Prinzipiell lassen sich auch Bohnen verschiedener Sorten und Röstungen miteinander mischen. Eine typische Vorgehensweise oder gar Anleitung gibt es hierfür jedoch nicht. Die „perfekte“ Mischung ist von dem Vollautomaten und Geschmack des Kaffeetrinkers abhängig.


Der persönliche Geschmack ist entscheidend

Welche Kaffeebohnen für Vollautomaten in welchem Getränk am besten schmecken, hängt letztlich von dem persönlichen Geschmack des Einzelnen ab. Um wirklich zu einem endgültigen Urteil zu kommen, hilft es nur, verschiedene Sorten und Röstungen sowie unterschiedliche Mischungen auszuprobieren. Der Experimentierfreude sind dabei keine Grenzen gesetzt. Und so eine Kaffeeverkostung in den eigenen vier Wänden ist nicht nur hilfreich bei der Auswahl, sondern macht zudem noch Spaß. Es gibt schließlich so viele köstliche Kaffees, dass man erst einmal die besten Bohnen finden muss.

Da die Geschmäcker verschieden sind und es auch innerhalb eines Haushalts unterschiedliche Kaffee-Vorlieben geben kann, verfügen die meisten Kaffeevollautomaten über zwei Kaffeefächer. In das eine lassen sich ganze Bohnen einfüllen, die für jede Tasse Kaffee frisch gemahlen werden. In das zweite Fach kann eine zweite Sorte Kaffee eingefüllt werden, diese muss allerdings schon gemahlen sein. Damit es nicht zum Streit kommt, wer welches Fach bekommt: Einfach die zweite Bohnensorte kurz vor der Kaffeezubereitung in einer Extra-Kaffeemühle mahlen und dann in das entsprechende Fach einfüllen.

Fazit

  • Die beliebtesten Sorten von Kaffeebohnen für den Vollautomaten sind Arabica und Robusta
  • Sie sind in verschiedenen Röstungen und Mischungen erhältlich
  • Arabica-Bohnen eignen sich sehr gut für normalen Kaffee, während Robusta-Bohnen gerne für Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato verwendet werden
  • Für den Kaffeevollautomaten nicht oder nur bedingt zu empfehlen sind sehr ölhaltige oder aromatisierte Kaffeebohnen
  • Entscheidend für die Auswahl der Kaffeebohnen ist der persönliche Geschmack.

Fotos: fotolia – © amenic181, fotolia – © merydolla, fotolia – © Natasha Breen

Die besten Kaffeebohnen für Kaffeevollautomaten
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