31.08.2017

Ursprünglich war Tchibo ein Versandhändler für Kaffee. Daraus entwickelte sich ein international tätiges Unternehmen, dass sich nicht mehr nur dem Vertrieb von Kaffee widmet. 1955 eröffnete Tchibo seine erste Filiale in Hamburg, in der Kunden das erste Mal auch Kaffee verkosten konnten. Bis heute werden in den Filialen Kaffeespezialitäten sowie Snacks angeboten. Wir haben die Kaffeesorte Tchibo Espresso Mailänder Art für Sie getestet.

Die Verpackung

Natürlich ist es nicht mit Sicherheit zu sagen, aber die Abbildung auf dieser Verpackung könnte einen Ausschnitt des berühmtesten aller Plätze Mailands zeigen, nämlich die „Piazza del Duomo“, den Domplatz. Wie schon bei der „Schwester“ dieser Sorte, dem Tchibo Espresso „Sizilianische Art“ haben sich die Gestalter der Verpackung wohl sehr darum bemüht, original italienisches Flair zu vermitteln. So fällt der Blick des Käufers auf Cafés,welche zum Kaffee-Genuss einladen. Dieser Eindruck wird durch die daneben platzierte Kaffeetasse mit der charakteristischen tief-braunen Farbe ebenso unterstrichen, wie durch den Kaffee mit einer schönen samtig farbenen Crema und der Hälfte eines typischen Cantuccini, dem häufig zu diesem Getränk gereichten typisch italienischen Gebäck. Am oberen Rand ist von „eleganter Röstung“ die Rede.
Wir wählten hier wiederum 1 kg mit ganzen, laut Packung, 100%, Arabica-Bohnen für den Preis von 19,80 Euro. Alles in allem fanden wir die Verpackung von der optischen Gestaltung her sehr ansprechend.

Der Duft beim Öffnen

In diesem Punkt hatten wir nichts auszusetzen, denn es empfing uns der typisch leckere, angenehm ausgeprägte Kaffeegeruch.

Die Bohnen

Im Vergleich zu dem schon erwähnten Espresso Sizilianische Art weisen die Bohnen dieser Sorte eine erkennbar hellere Röstung ohne öligen Film auf. Wir treffen auf ein harmonisches und sauberes Bild ohne Bruch bei allerdings ziemlich kleinen Bohnen, was uns, aufgrund der Information, dass es sich um 100% Arabica-Bohnen handelt, doch ein wenig wunderte. Bei detaillierter Betrachtung konnten wir jedoch die typische Einkerbung auf der flachen Seite in geschwungener sanfter S-Form feststellen- ein Charakteristikum der Arabica-Bohnen.

Die Crema

Beim Tchibo Espresso Mailänder Art, wie bei der Sizilianer Art, hat uns die Crema in Konsistenz und Langlebigkeit nicht sonderlich begeistert. Die Farbe sah zwar appetitlich aus und war typisch für die Crema, dennoch fehlten eindeutig eine gewisse „Standfestigkeit“ und die ausgewogene Struktur.

Der Geschmack

Zuerst haben wir einen Espresso mit der Sorte Tchibo Espresso Mailänder Art zubereitet . Dazu nutzten wir einen hochwertigen Kaffeevollautomaten, natürlich mit integriertem und einstellbarem Mahlwerk. Das Resultat? Wir erhielten ein wirklich auffallend bitteres Getränk, das nach unserer einhelligen Meinung, Espresso hin oder her, nicht so gut schmeckte. Der bittere Geschmack war doch zu vorherrschend, so dass uns der Espresso ebenso nicht sonderlich angenehm auf der Zunge lag, sondern sogar ein wenig „kribbelte“. Durch diese Dominanz waren etwaige andere Geschmacksnuancen für uns nicht zu entdecken. Es folgte die Zubereitung eines „normalen“ Kaffees, der nach unserer Einschätzung ebenfalls nicht punkten konnte, denn es fehlte ihm eindeutig der Körper und auch bei diesem Getränk war, trotz der milderen Röstung, ein bitterer Geschmack vorherrschend.
Cappuccino sowie Latte Macciato waren in Ordnung, was sicherlich an der Zugabe der Milch lag.

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Die in anderen Tests häufig genannten aromatischen Noten, wie etwa „ein leicht fruchtiger Charakter sowie eine milde Schokoladennote“ konnten wir bei dieser Sorte nicht feststellen. Wollten wir in puncto Geschmack eine Benotung abgeben, so bekäme die Sorte Tchibo Espresso Mailänder Art lediglich eine drei mit einem Minus Zeichen! Daher ist in diesem Fall auch das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht unbedingt angemessen.

Welche Kaffee-Variationen können Sie mit der Sorte zubereiten und welche Geräte sind geeignet?

Wenn Sie die ausgeprägte und wirklich dominante bittere Note nicht stört, ist natürlich die Zubereitung jeder denkbaren Variante, je nach Ihrer „Kaffee-Ausstattung“ möglich. Eine besondere Empfehlung zur Zubereitung einer speziellen Kaffee-Variante können wir an dieser Stelle nicht geben.
Nach Angaben des Herstellers ist die Sorte besonders zur Zubereitung in Kaffeevollautomaten geeignet, wobei Sie sie in gemahlenem Zustand sicherlich auch in anderen Geräten verwenden können.

Die Lagerung

Lagern Sie bitte diese Kaffeesorte, wie Kaffee generell, kühl und trocken. Am besten füllen Sie die Bohnen der angebrochenen Packung in einen Behälter mit luftdichtem Verschluss, den Sie in den Kühlschrank legen. Ungefähr 5 Minuten vor der Kaffee-Herstellung empfehlen wir Ihnen, das Behältnis herauszunehmen.

Fazit

War auch die Verpackung anschaulich, der Duft beim Öffnen sowie das Bohnenbild in Ordnung, so hat dieses Sorte, nicht nur aufgrund der absolut dominierenden Bitterkeit, doch eindeutige Mängel bei der Crema und dem Geschmack. Deshalb hat der Tchibo Espresso Mailänder Art bei uns nicht gut abgeschnitten.
Trotz der angegebenen milderen Röstung empfanden wir das Ergebnis doch als etwas zu “herb”, jedenfalls nicht befriedigend, besonders dann nicht, wenn der tägliche Konsum höher als nur bei ein oder zwei Tassen täglich liegen sollte.
Angesichts dieser doch großen Mängel ist auch das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht sonderlich zufriedenstellend.

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