Paket des Segafredo Selezione Crema neben einer Tasse Kaffee der Sorte
Roast Market nimmt den Segafredo Zanetti Selezione Crema unter die Lupe

Segafredo Selezione Crema im Test

Der Segafredo Selezione Crema im roastmarket-Test: Wenn Sie Kaffee lieben, dann sollten Sie sich nicht mit irgendeinem Produkt zufrieden geben. Mit Kaffee starten Sie in den Tag – dieser Start sollte ein guter sein. Den eigenen Favoriten zu finden, ist angesichts einer immer größer werdenden Angebotsvielfalt nicht immer einfach. Deswegen testen wir für Sie die Kaffees verschiedener Marken, von den Produkten großer und bekannter Marken bis zu Spezialitäten kleiner Röstereien. Der Segafredo Zanetti Selezione Crema fällt zweifellos in die erstgenannte Gruppe. Was diese Röstung ausmacht und wie sie uns gefallen hat, erfahren Sie hier. 

Die Verpackung des Segafredo Selezione Crema

Die Packung der Kaffeebohnenmischung aus Arabica- und Robusta-Bohnen ist relativ unspektakulär und in dem für Kaffeeverpackungen typischen Braun gehalten. Vielleicht haben wir deshalb ein Paket erwischt, auf dem bekannt gegeben wird, dass diese Verpackung demnächst in neuem Design erscheint. Die jetzige Aufmachung jedenfalls ist eher ein wenig, man möchte fast sagen, „italienisch“, verspielt mit der typischen Segafredo Kaffeetasse am unteren Rand der Frontseite. Bei Segafredo Selezione Crema haben wir uns für 1000 g ganze Bohnen entschieden.

Der Duft beim Öffnen

Wir erfreuten uns an dem aromatisch-harmonischen Duft, der eher angenehm mild als kräftig war, im Gegensatz zu der Sorte „Intermezzo“ aus dem gleichen Hause mit seinem besonders markanten Aroma.

Segafredo Selezione Crema geöffnete Verpackung und Bohnenbild

Die Bohnen

Was uns auf den ersten Blick, neben dem durchaus harmonischen Gesamtbild auffiel, war die Tatsache, dass die Bohnen nicht besonders ölig glänzten und sich in der Hand auch trocken anfühlten. Diese Tatsache wird Ihnen Ihr Kaffeevollautomat danken, weil so die Reinigungsintervalle reduziert werden.

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Die Crema

Dem Versprechen auf der Verpackung von einer „verführerischen, samtigen Crema können wir weitgehend zustimmen. Zwar würden wir nicht so weit gehen, wie der Hersteller von Verführung zu sprechen. Tatsächlich aber ist die Crema angenehm samtig, besonders bei der Zubereitung im Siebträger. Das ist aber zweifellos nicht nur auf das Produkt, sondern ebenso auf die Zubereitungsart zurückzuführen. Die beinahe sahnige Konsistenz der Crema ist stabil, eher mild und rundet den Geschmack gut ab. Nach der Zubereitung ergibt sich damit ein ansprechender Gesamteindruck. Auch bei der Zubereitung im Kaffee-Vollautomaten waren wir von der Crema positiv überrascht. Sie war uns nicht zu wässrig oder sah künstlich aufgeschäumt aus, was bei der Zubereitung im Vollautomaten doch durchaus passieren kann.

Der Geschmack

Wir erlebten einen runden Kaffeegenuss, wie wir ihn von einer Marke wie Segafredo auch erwarten und erwarten dürfen. Der feine Geschmack konnte uns überzeugen, ohne zu stark oder gar bitter zu sein. Die Sorte erinnerte uns an viele in Italien genossene Kaffees, denn sie besitzt, jedenfalls unserer Meinung nach, ein typisch italienisches Aroma. Zweifellos ist Selezione Crema bereits auf einem höheren Qualitätsniveau angesiedelt, wobei spezielle Hochland-Sorten natürlich noch einmal in einer ganz anderen Liga spielen! Das Preis-Leistungs-Verhältnis beurteilen wir insgesamt als fair. Wer allerdings keinen gesteigerten Wert auf den prominenten Herstellernamen legt, der findet in ähnlichen Preissegmenten auch gute Alternativen.

Welche Kaffee-Arten können Sie damit zubereiten?

Schmackhaft als Caffè Crème, Latte Macchiato und Cappuccino ist er unseres Erachtens eindeutig als Espresso am besten geeignet. Trotz einer eher milden Röstung handelt es sich bei dieser Sorte ganz eindeutig um Espresso-Bohnen. Daher vielleicht auch unsere Italien-Assoziation. Ein typisch kräftiges Aroma, dass wir auf die dunkle Röstung zurückführen, wie sie klassischerweise bei vielen Röstungen der prominenten italienischen Marken gefunden werden kann. Es ist ganz klar eine persönliche Geschmacksfrage: Wenn Sie das typische Aroma mögen, werden Sie mit Ihrer Wahl zufrieden sein. Wem die klassischen italienischen Marken weniger zusagen, der sollte sich nach anderen Bohnen umschauen.

Mit welchen Kaffee-Bereitern kann diese Sorte besonders gute Ergebnisse erzielen?

Sowohl bei der Zubereitung in Kaffeevollautomaten als auch in Siebträger-Maschinen schmeckt uns der Kaffee gut. Müssten wir uns entscheiden, läge definitiv der praktischere Kaffeevollautomat vorn. Einfach weil der Selezione Crema für den Siebträger am Ende nicht komplex genug ist. Natürlich können Sie die gemahlenen Bohnen auch in einer Stempel- oder Mokkakanne aufbrühen, allerdings haben es uns die letzteren Varianten deutlich weniger angetan.

Die Lagerung

Generell sollten Sie Kaffee immer trocken lagern. Geben Sie die Bohnen der angebrochenen Packung unbedingt in einen Behälter mit luftdichtem Verschluss, damit die Aromen erhalten bleiben. Auch die Lagerung im Kühlschrank ist auch Haltbarkeitsgründen vorteilhaft: Beachten Sie aber unbedingt auch hierbei, ein luftdichtes Behältnis zu verwenden, um einerseits Feuchtigkeit zu vermeiden und besonders, damit der Kaffee nicht den Geruch anderer Lebensmittel annimmt. Ungefähr 5 Minuten vor der Zubereitung sollten Sie den Kaffee wieder aus dem Kühlschrank nehmen, damit die Bohnen „atmen“ können.

Fazit zum Kaffeetest

Sie wählen mit dem Segafredo Selezione Crema ein Qualitätsprodukt, mit dem besonders die Zubereitung von Espresso Genuss verspricht.
Segafredo Selezione Crema frisch zubereiteter Espresso
Natürlich ist die Sorte ebenso zur Herstellung anderer Kaffee-Spezialitäten geeignet, jedoch entfaltet die ausgewogene Mischung aus Arabica- und Robusta-Bohnen ihre besondere Geschmacksintensität gerade beim klassisch italienischen Espresso.

Segafredo Selezione Crema im Test
3.9 (78%) 20 Stimme[n]

2 Kommentare

  • Das konnte ich bis vor kurzem ebenfalls bestätigen .
    Ein toller Kaffee und ein noch besserer Espressogeschmack.

    Bis die Verpackung geändert wurde !!!!

    (Anfangs dachte ich den falschen Kaffee gekauft zu haben –
    Das Hinweisschild auf der Packung informierte über die optische Veränderung .)

    Der Kaffee hat leider nicht nur eine optische Veränderung erhalten!!!
    Er hat nichts mehr mit dem ursprünglichen Kafffeegenuss gemeinsam.

    Er schmeckt leider überhaupt nicht mehr !!!
    Er ist bitter und besitzt einen hohen Säuregehalt.
    Sowohl als Kaffee als auch als Espresso !

    Leider!
    Ich habe bisher keinen vergleichbaren feinen Kaffee gefunden und bedaure die Neuerung sehr

  • Da kann ich nur zustimmen, komplett. Ich habe den Kaffee immer aus Österreich mitgebracht, weil viel günstiger, super lecker. Nach der Veränderung schmeckt er überhaupt nicht mehr. Schade. Ich werde ein anderes Produkt versuchen.

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