Vegane Milch
28.06.2019

Vegane Pflanzendrinks für den Kaffee

Pflanzendrinks - die vegane Alternative
Für diejenigen, die auf Kuhmilch verzichten müssen oder wollen, stehen leckere Alternativen zur Verfügung. Diese schmecken auch Nicht-Veganern und eignen sich gut, um den Kaffee auf leckere Weise zu verfeinern. Entdecken Sie hier den Geschmack und die vielen Serviermöglichkeiten von Pflanzendrinke, die Geheimnisse der speziellen Barista-Versionen und erfahren Sie, wie Sie vegane Milchalternativen selbst herstellen können.
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Pflanzendrinks – eine vielfältige Alternative

Nicht jeder darf oder will am Morgen zu normaler Milch greifen, um das Müsli oder den Kaffee zu verfeinern. Intoleranzen gegenüber Laktose und Milcheiweiß oder eine vegane Lebensweise führen dazu, dass immer mehr Menschen auf Kuhmilch verzichten. Inzwischen gibt es daher selbst in deutschen Supermärkten ein großes Angebot an pflanzlichen Milch-Alternativen. Der Milchersatz wird dabei aus unterschiedlichen Rohstoffen wie Nüssen oder Getreide hergestellt. In diesem Artikel möchten wir Ihnen einen Überblick über die beliebtesten und leckersten Pflanzendrinks geben.

Übrigens: In Deutschland dürfen ausschließlich tierische Erzeugnisse als Milch bezeichnet werden. Dementsprechend ist es streng genommen nicht korrekt,  Pflanzendrinks als “vegane Milch” zu betiteln.

Getreidefeld

Geschmack und Inhaltsstoffe

Sojadrink

  • Geschmack: Angenehm milde Süße, schmeckt leicht nach Getreide und riecht erdig.
  • Inhaltsstoffe: Reich an Ballaststoffen und ungesättigten Fettsäuren, besteht zu etwa ein Drittel aus Eiweiß, ca. 2 g Kohlenhydrate und 2,2 g Fett pro 100 ml. 

Reisdrink

  • Geschmack: Neutraler, leicht süßlicher Geschmack, der an Milchreis erinnert. Eher wässrige Konsistenz.
  • Inhaltsstoffe: Besteht aus Vollkornreis und Wasser, Öl dient zum Andicken des Drinks. Eher arm an Nährstoffen, Vitaminen und Eiweißen, enthält weder Gluten noch Laktose und auch kein Cholesterin.
  • Achtung: Reismilch eignet sich gar nicht zum Aufschäumen, da der Eiweißgehalt von 0,2 % zu gering ist!

Haferdrink

  • Geschmack: angenehm süßlich, starker Eigengeschmack des Hafers und wässrige Konsistenz.
  • Inhaltsstoffe: Enthält Gluten als Getreidemilchsorte.
  • Tipp: Wer den klassischen Hafergeschmack nicht so gerne mag, kann die Sorten Hafermilch Vanille oder Hafer- & Mandelmilch ausprobieren!
Pflanzendrinks von Oatly

Hirsedrink

  • Geschmack: Süßlich, starker Eigengeschmack der Hirse und im Vergleich zur Hafermilch gelblicher.
  • Inhaltsstoffe: Reich an Kohlenhydraten und fettarm (1 %)

Dinkeldrink

  • Geschmack: Recht süß, leichter Getreidegeschmack, ähnelt optisch der Kuhmilch.
  • Inhaltsstoffe: Relativ wenig Eiweiß, viele Kohlenhydrate und enthält als Getreidemilchsorte Gluten.

Mandeldrink

  • Geschmack: angenehm nussiger Geschmack
  • Inhaltsstoffe: Reich an ungesättigten Fettsäuren und Ballaststoffen.
  • Tipp: Gut geeignet zum Aufschäumen, da diese besonders cremig ist, und die leichte Mandelnote im Kaffee angenehm durchkommt. 
Pflanzendrinks aus Mandeln

Reis-Mandeldrink

  • Kombination aus süßlicher Reismilch und nussiger Mandelmilch.
  • Schaumqualität ist eher wässrig, jedoch besser als reine Reismilch. 

Haselnussdrink

  • Geschmack: kräftig nussiger, süßlicher Geschmack, farblich etwas dunkler
  • Inhaltsstoffe: Enthält viele B-Vitamine, Vitamin E sowie Omega-3-Fettsäuren und wenige Kohlenhydrate.

Cashewdrink

  • Geschmack: kräftig dominanter Geschmack, cremige Konsistenz
  • Inhaltsstoffe: fettreich und arm an Kohlenhydraten

Kokosdrink

  • Geschmack: fruchtig-nussiger Geschmack
  • Inhaltsstoffe: 15 – 25 % Fettgehalt, reich an Magnesium und Kalium. Kokosmilch entsteht durch das Pürieren von Kokos-Fruchtfleischs und Wasser und dem anschließenden Pressen durch ein Tuch. 
  • Tipp: Vor Gebrauch immer gut schütteln, da sich der Fett- und Wasseranteil des Kokosdrinks in der Verpackung voneinander trennt.
Pflanzendrinks mit Kokosmilch

Hanfdrink

  • Geschmack: leicht nussiger Geschmack
  • Inhaltsstoffe: Reich an essenziellen ungesättigten Fettsäuren wie Omega-3-Fettsäuren.

Lupinendrink

  • Geschmack: neutraler Geschmack
  • Inhaltsstoffe: 40 Prozent Eiweiß, Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Calcium und Eisen, frei von Allergenen wie Gluten, Laktose, Milcheiweiß oder Sojaproteine

Erbsendrink

  • Geschmack: Wässrig mit cremigem Nachgeschmack, etwas nussiger als Sojamilch, Konsistenz eher dickflüssig.
  • Inhaltsstoffe: 13 Prozent Proteine, enthält viele Omega-3-Fettsäuren und Kalzium, zuckerarm, frei von Allergenen wie Gluten, Laktose, Milcheiweiß oder Sojaproteine.

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Herstellung von Pflanzendrinks

Um veganen Milchersatz herzustellen, werden Rohstoffe wie Getreideflocken oder Nüsse in Wasser eingeweicht bzw. gekocht und nach einem Quell- oder Fermentationsprozess ausgepresst. Durch diesen Vorgang gehen viele der Inhaltsstoffe in das Wasser über und es entsteht eine milchige Konsistenz, die je nach Produkt sehr unterschiedlich ausfällt. Entsprechend des Fettanteils der Rohstoffe bleibt der Pflanzendrink eher wässrig oder wird cremiger.

Lustiger Spruch über Pflanzendrinks

Auch in Bezug auf den Geschmack unterscheiden sich die veganen Drinks stark. Gleichzeitig sind nicht alle Pflanzendrinks für den Einsatz zur Kaffeeverfeinerung gleichermaßen geeignet. Wir zeigen Ihnen daher, welche sich am besten für den Kaffee verwenden lassen.

Pflanzendrinks für Ihren Kaffee

Pflanzendrink in KaffeeEinen angenehm nussigen Geschmack für den Kaffee liefern Mandel- und Haselnussdrinks, während Kokosdrinks ein frisches Aroma verleihen. Pflanzendrinks auf  Hafer- oder Dinkelbasis bieten dagegen einen eher süßlichen Geschmack mit einer getreidigen Geschmacksnote, die jeder für sich selbst ausprobieren sollte. Eine immer beliebter werdende Alternative für den Kaffee ist der Reis-Mandeldrink, der die natürliche Süße des Reisdrinks mit dem feinen Geschmack des Mandeldrinks kombiniert.

Wenn Sie veganen Milchersatz für die Verfeinerung Ihrer Kaffeespezialität nutzen möchten, empfehlen wir, verschiedene Sorten auszuprobieren. Auf diese Weise finden Sie mit Sicherheit den Pflanzendrink, der Ihren geschmacklichen Vorlieben am besten entspricht. Ärgerlicher ist es, wenn die Milch im Kaffee ausflockt. Cappuccino-Liebhaber haben zudem häufig mit dem Aufschäumen der Pflanzendrinks zu kämpfen, da sich gerade die fettarmen Varianten nur sehr schlecht dazu eignen. Allerdings gibt bereits viele neue vegane “Barista”-Editionen, die sich sehr gut schäumen lassen.

Barista-Versionen

Pflanzendrink von VlyDa sich zum Beispiel Haferdrinks weniger gut zum Aufschäumen eignet, gibt es mittlerweile viele Barista-Versionen von veganem Milchersatz. Der gut schäumbare Barista Haferdrink von Oatly wurde dabei beispielsweise mit einem kleinen Anteil Rapsöl angereichert, um eine besser Schaumkonsistenz zu erreichen. Und auch die Firma Alpro ermöglicht mit gleich vier veganen Baristadrinks Milchschaumträume für jeden Geschmack! Dazu zählen die Baristadrink-Sorten Mandel, Soja, Kokosnuss und Hafer. Nicht zuletzt können wir Ihnen den Erbsenproteindrink Barista von Vly empfehlen. Dieser Milchersatz ist neutral im Geschmack und besitzt eine besonders cremige Konsistenz.

Unser Tipp: Probieren Sie den Kokosnussdrink oder Mandeldrink von Alpro doch auch mal gekühlt, entweder in einem erfrischenden Cold Brew Kaffee, Eiskaffee oder auch pur mit ein paar Eiswürfeln! Egal ob Cappuccino oder Iced Latte, die veganen Drinks sind perfekt für alle heißen und kalten Kaffee-Kreationen. 

Mit veganen Barista Editionen gelingt also auch der Cappuccino, Latte Macchiato und auch der Matcha Latte problemlos! Einige Pflanzendrinks wie Mandeldrinks liefern allerdings auch ohne Zusatzstoffe eine schöne, feine Festigkeit der Schaumkrone und können sogar selbst hergestellt werden. Der wohl schönste Milchschaum ist dabei natürlich Latte Art Milchschaum, wie vom Profi-Barista zubereitet. Wie Sie diesen auch mit veganen Drinks selbst zubereiten können, erfahren Sie im nächsten Schritt.

Banner Alpro Pflanzendrink

Fester Milchschaum bei Pflanzendrinks

Nicht jeder Milchersatz eignet sich gleichermaßen für einen guten Milchschaum. Generell kann man sagen: Je höher der Proteinanteil, desto besser der Milchschaum. Besonders gut eignen sich daher Soja-, Mandel- und Soja-Reisdrinks. 

Videoempfehlung: Latte Art

Wie Sie Ihre Barista-Skills Zuhause üben und perfektionieren können, lernen Sie in unserem Youtube-Video. Darin erklärt Profi-Röster und Barista Matthias Hoppenworth Schritt für Schritt, wie Ihnen Latte Art Milchschaum in Herzform perfekt gelingt und worauf es bei der Zubereitung ankommt! Das wichtigste vorab: Nicht die Milch spielt eine große Rolle, sondern die richtige Technik! Schauen Sie rein und üben Sie Latte Art Milchschaum bequem von Zuhause, auch mit veganen Pflanzendrinks:

Pflanzendrinks selbst machen – so einfach geht’s

Da Pflanzendrinks nicht gerade günstig sind, kann man seine Lieblingsvariante leicht und preiswerter zu Hause kreieren. Besonders beliebt und ohne großen Aufwand herzustellen, ist zum Beispiel der leckere Mandeldrink. Nach dem gleichen Prinzip kann man aber auch Haselnuss- oder Cashewdrinks selbst machen. Sehr einfach geht zudem die Herstellung von Milch aus Haferflocken.

Das Rezept – So geht’s: Mandeldrink

  • 0,5 – 1 l Wasser
  • 200 g Mandeln

..und je nach Geschmack: Süßungsmittel (wie Agavendicksaft) oder Gewürze (Zimt, Kardamom, Anis o. a.)

Mandeln für Pflanzendrink

Für selbst gemachte Mandeldrinks lässt man die Mandeln am besten über Nacht in reichlich kaltem Wasser einweichen. Anschließend wird das Wasser abgegossen und die Mandeln in einer Küchenmaschine fein püriert. Das Mus gießt man mit der gewünschten Wassermenge (je nach gewünschtem Mandelanteil 0,5 bis 1 l) auf und mischt alles gut im Mixer durch. Je nach Geschmack können Sie jetzt Süßungsmittel oder Gewürze hinzufügen oder den Mandeldrink einfach pur genießen. Zum Schluss wird der Brei durch ein feines Sieb oder ein dünnes Seihtuch gepresst. Fertig ist der köstliche Mandeldrink!

Fazit

Das vielfältige Angebot an Pflanzendrinks ist lecker und bietet für jeden etwas. Mit wenigen Handgriffen und etwas Geduld kann man seine Alternative zur Kuhmilch auch leicht selbst herstellen und den Kaffee geschmacklich verfeinern. Ein toller Nebeneffekt: Man kann einiges an Tetrapaks – und damit Müll – vermeiden.

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