Wer die italienische Kaffee-Art liebt, der wird auch den Caffè Lungo zu schätzen wissen. Diese typisch italienische Zubereitung entspricht in ihrer Tradition in etwa dem deutschen Filterkaffee, kann jedoch mit deutlich mehr Aroma und geschmacklicher Vielfalt aufwarten. Ein Lungo ist ein klassischer Espresso, welcher jedoch mit deutlich mehr Wasser zubereitet wird. Das verlängert zum einen die Durchlaufzeit in der Espressomaschine und kitzelt somit andere Aromastoffe aus den Kaffeebohnen hervor. Die Kaffeezubereitung wird unter anderem direkt getrunken, bildet aber auch die Basis anderer beliebter Kaffeespezialitäten wie dem Latte Macchiato.

Was ist eigentlich ein Lungo und was macht ihn so besonders?

Sie fragen sich, was ein Lungo überhaupt sein soll? Lungo bedeutet „lang“ auf Italienisch, ein Lungo ist dementsprechend ein verlängerter Espresso. Ein solches Getränk ist zu den verschiedensten Anlässen sehr beliebt und wird sowohl in Restaurants, als auch an der nachmittäglichen Kaffeetafel immer häufiger angeboten.

Wer den intensiven und zugleich vielfältigen Geschmack eines guten Espresso liebt, der kann bei einem Lungo oftmals echte Überraschungen erleben. Durch die längere Verweildauer in der Espressomaschine können ganz neue und unentdeckte Aromastoffe aus der jeweiligen Kaffeebohne beziehungsweise dem Kaffeemehl gewonnen werden. Dementsprechend eignet sich nicht jeder Kaffee, welcher als Espresso aromatisch und wohlschmeckend ist, auch für einen Lungo im klassischen Sinne.
Lungo Zubereitung
Die bei diesem Prozess entstehenden Aromen müssen den Geschmack des Gourmets zu treffen wissen. Dementsprechend wichtig kann es sein, eine solche Zubereitung mit verschiedenen, für diesen Kaffeegenuss spezialisierten Kaffeesorten zu testen, hier gilt es die individuell passende Marke zu finden.

Ebenso wie ein guter Espresso bietet jedoch auch ein Lungo eine volle und schön glänzende Crema. Dadurch lassen sich die hochwertigen Produkte bereits in der Tasse von den weniger guten unterscheiden. Die richtige Kombination aus Espressomaschine, Verarbeitung und Bohnenqualität sorgt für eine perfekte Tasse Lungo. Die ist in Italien enorm weit verbreitet.

Nicht nur in Italien sehr beliebt

Spätestens seit dem Zuzug der vielen Gastarbeiter nach dem zweiten Weltkrieg hat die italienische Kaffeetradition auch in Deutschland immer weiter an Beliebtheit gewonnen. Auch wenn der klassische deutsche Filterkaffee noch über lange Jahre als das Maß aller Dinge galt, so war doch ein klassischer Espresso nach dem Essen eine willkommene Abwechslung. So ist es nicht verwunderlich, dass auch der Caffè Lungo bei vielen Deutschen immer beliebter wurde. Dies lag vor allem daran, dass eine größere Menge aromatischer Getränke hergestellt werden konnte, ohne dabei den Koffeingehalt weiter ansteigen zu lassen. Schließlich bleibt die Menge an Kaffeemehl gleich, auch wenn die Menge des Wassers vergrößert wird.

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Die richtige Zubereitung des Lungo

Auch wenn Puristen widersprechen mögen, so gibt es dennoch zwei Möglichkeiten der Zubereitung. Wer beispielsweise eine Nespresso-Maschine besitzt, kann die Wassermenge in vielen Bereichen problemlos einstellen. Auch andere Kaffeevollautomaten und Espresso-Maschinen erlauben eine genaue Angabe und Dosierung der Wassermenge. Somit können Sie den Kaffee Lungo entsprechend genau dosieren. Nimmt man für einen klassischen Espresso beispielsweise 7g Kaffeemehl und 30ml Wasser pro Tasse, so erhält man einen Lungo, wenn bei gleicher Kaffeemenge die Wassermenge verdoppelt, also 60ml Wasser, wird.

Bei der Zubereitung des Lungo kommt es aber – wie bei vielen Dingen auch – auf die persönlichen Vorzügen und Geschmack an. Viele hören Lungo bestimmt im Zusammenhang mit dem Ristretto. Der Ristretto ist die gegensätzliche Variante vom Lungo. Dieser wird mit einer Verringerung der Wassermenge erreicht und ist in seiner Crema und seiner Cremigkeit dem Mocca sehr nahe.

Wer jedoch keine Kaffee- oder Espressomaschine besitzt, der kann auf die zweite Möglichkeit zurückgreifen. Bei dieser Zubereitungsform verlängern Sie den klassischen Espresso mit der entsprechenden Menge heißem Wassers erst nach der Maschine. Diese Variante wird allerdings nicht als Lungo bezeichnet, sondern als der sogenannte Caffè Americano. Der Americano schmeckt üblicherweise noch etwas milder als ein Lungo. Bei einigen Bohnen ist das so abgeschwächte Aroma durchaus ein Vorteil. Denn die längere Verweildauer in der Maschine und der somit längere Brühvorgang kann einen Lungo schnell ins Bittere umschlagen lassen, falls die Bohnen nicht für diese Art der Zubereitung geeignet sind. Hier kann die zweite Zubereitungsvariante helfen.

Ein Lungo lässt sich auch mit einer Kapselmaschine zubereiten. Kaffeekapseln haben den Vorteil, dass sie bereits die ideale Menge an Kaffeepulver enthalten und ihr Kaffee auf Knopfdruck zubereitet werden kann. Es gibt zahlreiche Kaffeekapseln für die Lungo-Zubereitung, z.B. von den Marken Gourmesso, Café Royal oder Dallmayr. Diese sind z.B. mit einer Nespresso-Maschine kompatibel.

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Welche Bohnen sind zu bevorzugen?

Sowohl Arabica als auch Robusta Bohnen können für Lungo eingesetzt werden. Hierbei hängt es vor allem stark von der Qualität der Bohnen ab, ob diese eine solche Zubereitungsmethode ohne geschmackliche Veränderungen überstehen. Die Robusta-Bohnen sind in der Regel ein wenig genügsamer und duldsamer und kommen mit den Veränderungen der Zubereitungszeiten besonders gut zurecht. Doch auch sehr gute Arabica-Bohnen aus den verschiedenen Weltregionen können zu einem herrlichen Caffè Lungo verarbeitet werden. Wichtig ist in jedem Fall sich durch verschiedene Bohnen und Herkunftsländer und Regionen zu probieren, um die passende und geschmacklich ideale Bohne für den eigenen Geschmack zu finden.

Kaffeebohnen verschiedener Röstungsstufen

Dann wird der Lungo zu einem Erlebnis, welches man mit allen Sinnen genießen kann. Neben den Bohnensorten spielt natürlich auch das Wasser eine entscheidende Wirkung. Wie beim Espresso auch sollte das Wasser möglichst frisch und nicht abgestanden sein. Die optimale Wasserhärte von 7 – 8°dH sollten Sie, wenn möglich, per Wasserfilter einstellen. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn der Lungo klassisch zubereitet werden soll. Hier hat das Wasser mehr Zeit mit dem Kaffeepulver in Kontakt zu treten und somit auch den eigenen Geschmack an das Endprodukt zu übertragen. Und dies mögen weder Arabica- noch Robusta-Bohnen sonderlich gerne.

Welche Getränke sich auf der Basis von Lungo gestalten lassen

Wer „La Dolce Vita“ genießen möchte, der ist mit einem Kaffee Lungo gut bedient. Auf 7g Kaffee circa 60 ml frisches Wasser verwenden und einen echten italienischen Kaffeeklassiker genießen. Dieser Kaffee kann auch zur Zubereitung verschiedener anderer Getränke und Speisen verwendet werden. So nutzen viele Köche den Lungo beispielsweise zur Zubereitung eines Tiramisu, da sich der etwas weniger intensive Lungo deutlich einfacher portionieren und verteilen lässt. Auch ein Latte Macchiato oder ein Cappuccino profitieren von dem deutlich runderen Aroma einer solchen Zubereitung.

Wer die entsprechenden Maschinen sein Eigen nennt, um einen Ristretto oder Lungo herstellen zu können, der sollte auf diesen Genuss nicht verzichten. Mit wenig Aufwand pro Tasse kann ein Getränk entstehen, welches in seiner Geschmacksvielfalt den normalen Kaffee weit hinter sich lässt Arabica- und Robusta-Bohnen für den Caffè Lungo sind für die Zubereitung optimiert und bieten auch bei der etwas längeren Brühdauer in den Maschinen, einen runden und vor allem nur mäßig bitteren Genuss. Bieten Sie Ihren Gästen einen Ausblick auf La Dolce Vita und servieren Sie eine echte Kaffeespezialität, welche sich durch den Geschmack und die einzigartige Crema auszeichnet. Ein Lungo ist Teil der italienischen Lebensart und bedeutet Entspannung und Genuss zugleich.

Fotos: fotolia – © M_Silvano, fotolia – © M_Rawpixel, stock.adobe.com – © tomertu, fotolia – © Natasha Breen

Ein Kommentar

  • Was Sie als die zweite Zubereitungsvariante “ohne Accessoires” beschreiben, ist in Italien kein “Lungo”, sondern ein “Caffè Americano” – und tatsächlich handelt es sich dabei um ein ganz anderes Getränk. Entstanden ist der Americano angeblich, weil den US-Soldaten in Italien der Espresso zu stark war, und sie ihn mit Wasser verdünnten. Sie beschreiben den Americano auf Ihrer Seite ja selbst (https://www.roastmarket.de/magazin/caffe-americano/), daher verstehe ich nicht, wieso er hier dem Lungo zugeschlagen wird.

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