10 Fun Facts über Kaffee

Kaffee - Ein Potpourri an Mythen, Geschichten und Wahrheiten
Fun Facts über Kaffee

Ein Tag ohne Kaffee? Für die meisten Deutschen wäre dies undenkbar. Man nennt dieses Genussmittel nicht umsonst “das schwarze Gold”, um das sich Mythen, Legenden und Kuriositäten drehen. Und das schon lange vor seiner Verbreitung in Europa. Wurde er in arabischen Ländern als Heilmittel gesehen, kam es nicht nur im Osmanischen Reich zum Kaffeeverbot, das bei Nichteinhaltung bis zur Todesstrafe führen konnte. Geht man heute auf die Suche nach ungewöhnlichen Fakten, die um den Kaffee kreisen, kommt wohl jeder Kaffeetrinker ins Staunen oder gar ins Schmunzeln. Wir haben einige Fun Facts über Kaffee zusammengetragen. 

Kopi Luwak – Eine tierische Kaffeeveredelung

Gourmets loben seinen Geschmack in den höchsten Tönen: etwas erdig und moorig, dafür sehr mild und mit einem leichten Schokoladenunterton. Er ist ein Erlebnis, sowohl im Aroma als auch im Preis: Kopi Luwak – der teuerste Kaffee weltweit. Es ist die indonesische Zibetkatze, die für diese einzigartige Würze sorgt. Die nachtaktive Schleichkatze ernährt sich in den Kaffeeplantagen von reifen und proppenvollen Kaffeekirschen. Verdauen kann die Zibetkatze allerdings nur das rote Fruchtfleisch. Die Veredelung der Kaffeekirsche erfolgt dann bei der inneren Gärung durch Enzyme im Magen-Darm-Trakt. Daraus entsteht ein edler Kaffee mit einer außergewöhnlichen Geschmacksnote.

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Wie hängen Kaffee und Webcam zusammen?

Wenn sich mehrere Mitarbeiter einer Forschergruppe in Cambridge eine Kaffeemaschine teilen müssen, kann es dazu kommen, dass die Kaffeekanne oft leer ist. Dies ist umso ärgerlicher, wenn man zur leeren Kaffeekanne noch weite Wege zurücklegen muss. Für den Computerwissenschaftler Quentin Stafford-Fraser war dies 1991 Anlass genug, für seine Kollegen Abhilfe zu schaffen.
Seine Forschergruppe arbeitete damals an Multimedia in Computernetzwerken. So nahmen sie eine Videokamera, richteten diese auf die Kaffeemaschine und schlossen die Kamera an einen Computer an. Die eigens dafür entwickelte Software ermöglichte es, dass die volle oder leere Kaffeekanne auf den Computerdesktops aller Kollegen sichtbar wurde. Keiner stand mehr ungewollt vor der leeren Kaffeekanne. Erst später, als Internetbrowser auch Bilder anzeigten, wurde die Software entsprechend verändert und somit die Kaffeekanne auf einer Website sichtbar. Die ganze Welt konnte nun beobachten, wie sich die Kaffeekanne leerte und wieder füllte. Die Webcam war geboren.

Wird Kaffee ein alternativer Treibstoff?

Ein britisches Tüftlerteam der BBC Sendung “Bang goes the Theory” wollte es wissen. Sie suchten eine Antwort auf die Frage: Kann ein Auto auch mit Kaffee betrieben werden?

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Sie bauten einen alten Scirocco zum Car Puccino um. Er erhielt einen alternativen Motor, der durch Pellets aus Kaffeepulver angetrieben werden sollte. Dazu bauten sie im Heck des Fahrzeugs einen Kohleofen ein, der die Pellets auf 700 Grad erhitzte. Das dabei entstandene Gas aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid sollte den Motor antreiben. Und tatsächlich fuhren die Tüftler mit ihrem Car Puccino von London nach Manchester. Immerhin betrug die Höchstgeschwindigkeit 80 km/h. Insgesamt benötigte das Team für 300 Kilometer 17 Stunden, was etwas lang ist. Das lag wohl daran, dass der Kaffeetank noch nicht die nötige Fassung hatte und die Kaffeefilter ständig ausgetauscht werden mussten. Nach der Fahrt wurde dann festgestellt, dass der Kaffeeverbrauch doch etwas hoch war, er übertraf den Benzinverbrauch um das 50-Fache. Ergo, Kaffee wird die nächsten Jahre vermutlich doch nur getrunken und nicht verbrannt.

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Kaffee verleiht mehr Schönheit

Der Mythos, dass kalter Kaffee schön macht, ist bekannt. Heute weiß man, dass Koffein tatsächlich zu mehr Schönheit verhilft. In speziellen Kosmetika wird das Koffein als Grundsubstanz zur Hautstimulierung eingesetzt. Problemzonen, die mit Cellulitis behaftet sind, werden zum Beispiel mit koffeinhaltigen Produkten einmassiert. Diese fördern eine Gefäßerweiterung, die wiederum zu einer besseren Durchblutung führt. Dies gilt auch für koffeinhaltige Shampoos und Tinkturen. Der Haarausfall soll damit angeblich deutlich verringert werden können.

Wenn Kaffee vor dem Vergessen schützt

Mittlerweile konnten Forscher nachweisen, dass Koffein genau in den Hirnregionen seine Wirkung entfaltet, die auch bei Alzheimer-Kranken betroffen sind. Für die Medikamentenforschung kann diese Erfahrung ein großer Schritt in Richtung Schutz vor Gedächtnisschwund werden.

Fun Facts über Kaffee

Auch in verschiedenen Langzeitstudien konnte erfolgreich nachgewiesen werden, dass Kaffeetrinker, die täglich drei bis fünf Tassen Kaffee trinken, seltener an Alzheimer oder Demenz erkranken. So könnte der Kaffee womöhglich sogar zur Prävention vor dem Vergessen eingesetzt werden. Verschiedene Forschungen werden sich diesem Thema weiter widmen.

Kann Kaffee das Leben verlängern?

Wurde der Kaffee vor Jahren noch als Schlafkiller bezeichnet, der gleichzeitig Angstzustände und Erschöpfung herbeiführt, weiß man heute um seine gesundheitsfördernde Wirkungen. In einer Langzeitstudie der Harvard Universität gehen die Wissenschaftler mit ihren Aussagen noch weiter. Sie schreiben der schwarzen Bohne sogar lebensverlängernde Wirkungen zu. Nach Meinung der Experten senke Kaffee nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes, sondern schütze auch vor neurologischen Beschwerden. Die Forscher schreiben diese positiven Effekte den chemischen Inhaltsstoffen des Kaffees zu.

Steigert Kaffee die männliche Potenz?

Laut Forschern der University of Texas fördert Kaffee die Potenz des Mannes. Schon zwei bis drei Tassen Kaffee am Tag würden das Risiko einer Erektionsstörung verringern. Die Erklärung der Wissenschaftler hierzu ist recht einfach: Das Koffein entspannt und lockert die Arterien sowie die Muskulatur des Penis. Dies fördert die Durchblutung, eine bessere Erektion sei demnach die Folge.

Kaffee schreibt Geschichte

Kaffee und seine legendären Kaffeehäuser haben Europas Geschichte nicht unwesentlich mitgeprägt. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde der Kaffee von Konstantinopel bis London zum Treibstoff der intellektuellen Gesellschaft. Die Kaffeehäuser glänzten als Handels- und Immobilienbörsen, sie waren Kommunikationszentren und dienten als politischer Treffpunkt. In London dienten die Kaffeehäuser oft als Schreibstuben der Zeitungsredakteure. Sie erhielten den Namen “Penny Universities”, denn mit einem Penny gab es nicht nur Kaffee, sondern auch noch anregende Unterhaltung.

Kaffee und die Impotenz

Londons Frauen machten sich große Sorgen um die Männlichkeit ihrer Ehegatten. Sie, die aus den Londoner Kaffeehäusern ausgeschlossen waren, mussten sich mit Teestuben zufriedengeben. Das führte unter den Frauen natürlich zu Unzufriedenheit. So waren sie sich auch schnell einig, dass das neue Kaffeegetränk ihren Männern nicht gut täte. Sie fürchteten um die Fruchtbarkeit ihrer Ehemänner. In einem Flugblatt von 1674 forderten sie die Schließung sämtlicher Kaffeehäuser. Sie nannten das Getränk dabei schwächend und austrocknend. Ihre Ehegatten bezichtigten sie gar der Impotenz, da der Kaffee sie zu Eunuchen mache. Ob sich das allerdings in der Geburtenrate niederschlug, das verschweigt die Geschichte.

Fun Facts über Kaffee

Kaffee als Todesstrafe

In Schweden fand der Kaffee erst im 19. Jahrhundert seinen Durchbruch. Im Jahre 1746 wurde sogar eine königliche Verordnung gegen den Missbrauch von Kaffeegetränken erlassen. Es wurden hohe Steuern auf Kaffee erhoben, bis es zum gänzlichen Kaffeeverbot kam. Das Ganze gipfelte sich darin, dass König Karl Gustav III im Kaffee eine Bedrohung für die öffentliche Gesundheit sah. In einem Experiment wollte er beweisen, dass täglicher Kaffeekonsum zum Tode führt.

Das Todesurteil von zwei Straftätern wurde in lebenslange Haft umgewandelt. Bedingung war, dass einer von den zweien täglich drei Kannen Kaffee trinken musste. Der andere Straftäter musste die gleiche Menge an Tee zu sich nehmen. Das Experiment fand unter Aufsicht von zwei Ärzten statt. Das Ergebnis des Experimentes konnte der König allerdings nicht mehr erleben. Er wurde 1792 ermordet, die beiden Ärzte starben ebenfalls. Der kaffeetrinkende Straftäter starb als Letzter, er überlebte auch den Teetrinker.

Fazit: Fun Facts über Kaffee

Der morgendliche Kaffee ist nicht nur ein Wachmacher. Galt er in den vergangenen Jahrhunderten noch als Gesundheitskiller und Brutstätte der Rebellion, weiß man heute, wie wertvoll dieses Genussmittel sein kann.

Fotos:– © Jacob Lund, fotolia – © trubanvinh, fotolia – © Sandor Jackal, fotolia – © denisfilm, fotolia – © Africa Studio, fotolia

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