Vielfach macht man sich viel zu wenige Gedanken, wo der gute und leckere Kaffee, den man gerade trinkt, eigentlich herkommt. Wenn man sich vor Augen führt, wie viele Arbeitsschritte notwendig sind, eher aus einer kleinen und unscheinbaren Kaffeepflanze das von uns so geliebte schwarze Gold entsteht, so ist man vielfach erstaunt. Doch die Kaffeepflanze ist überraschenderweise vielseitig und wird mittlerweile sogar in heimischen Wohnungen angebaut. Vor allem als Dekoration, doch auch für den ganz persönlichen Kaffeegenuss lassen sich diese Pflanzen nutzen.

Die berühmtesten Sorten der Kaffeepflanze

Der Kaffee (Coffea) ist die wohl berühmteste Pflanze und wird in vielen Ländern angebaut. Insgesamt umfasst diese Pflanzengattung mehr als 124 Arten. Doch nur vier Sorten haben es zu einem dauerhaften und regen Anbau geschafft. Vor allem zwei Bohnensorten sind in Deutschland und der ganzen Welt zu einem Synonym für guten Kaffee geworden. Die Arabica-Bohne (Coffea arabica) und die Robusta-Bohne (Coffea canephora). Aus diesen Pflanzen werden die verschiedenen Kaffees hergestellt, welche, je nach Anbaugebiet und Klima, ein eigenes Aroma und verschiedene Stärken aufweisen.

Wachstumsregionen und deren Klima

Die Pflanzen wachsen vor allem in den Regionen rund um den Äquator besonders gut. Die klimatischen Bedingungen sind für das Wachstum und die Blüte der Pflanzen besonders wichtig. Die Regionen des Äquators überzeugen zum einen durch ein angenehm warmes Klima, ohne jedoch eine zu große Hitze zu bieten. Frau bei Kaffeeernte

Die hohe Luftfeuchtigkeit und der regelmäßig fallende Regen sind ebenfalls ein wichtiger Faktor für das Wachstum der Pflanzen. Da die Kaffeepflanzen einen großen Teil der Flüssigkeit über die Blätter aufnehmen, ist dieser Faktor besonders relevant. Nur so können sich die kräftig gefärbten Blüten entwickeln, welche für die Verbreitung der Pflanze und die Ausbildung der Kaffeekirschen so enorm wichtig sind. Und da sich im Innern der Kaffeekirschen die von uns so geschätzten Kaffeebohnen befinden, sollte ein möglichst hoher Ertrag gewährleistet werden können.

Die Kaffeepflanze in unseren Breiten

In Europa können Kaffeepflanzen nicht in der freien Natur überleben. Während in manchen Regionen der Sommer mit seinen Temperaturen ausreichend wäre, sind die kühlen Winter für die Pflanzen tödlich. Da die Pflanzen jedoch in der Regel mindestens fünf Jahre benötigen, ehe sie die ersten Früchte tragen und somit Kaffeebohnen produzieren, ist eine wirtschaftliche Nutzung der Kaffeepflanzen in unseren Regionen nicht möglich.

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Doch für den eigenen Gebrauch beziehungsweise als Dekor-Pflanze in der heimischen Wohnung können Kaffeepflanzen gut eingesetzt werden. Dort überzeugt die Pflanze nicht nur durch ihre schönen und kräftigen Blätter, sondern auch durch ihren intensiven Duft während der Blütephase. Eine blühende Kaffeepflanze duftet intensiv nach Jasmin und kann einen ganzen Raum mit ihrem Duft erfüllen.

Zucht und Pflege einer eigenen Kaffeepflanze

Gepflückter Kaffee in HandZunächst einmal kann die Pflanze auf drei verschiedene Arten angesetzt werden. Als Kopfsetzling, als Jungpflanze oder direkt aus einer frischen Kaffeekirsche. Alle drei Möglichkeiten bieten eine hohe Erfolgschance und sind gleichermaßen gut geeignet. Wichtig sind die Auswahl der richtigen Erde und der Standort der Pflanze.Zunächst sollten die Samen in einem kleinen Topf vorgezogen werden. Erst wenn sich eine kräftige Pflanze entwickelt, welche bereits die ersten, kleinen Blätter zeigt, sollte diese in einen größeren Topf umgetopft werden. Jetzt ist eine Mischung aus Erde und Substrat anzuraten, da so das Wasser im Topf besser gehalten werden kann.Und Kaffeepflanzen sind durstig. Ein weiteres Umtopfen ist in der Regel nur alle drei bis fünf Jahre nötig. Durch die Enge des Topfes entwickelt sich die Höhe der Pflanze langsamer, sie wird jedoch deutlich stabiler.

Es ist dringend anzuraten die Pflanzen bereits während des Wachstums einmal täglich mit Wasser zu besprühen. Als Wasser nutzt man am besten weiches Regenwasser, welches von der Kaffeepflanze besonders gut vertragen wird. Die Pflanze sollte an einem warmen und leicht sonnigen Platz stehen, aber nicht der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt werden. Auch einen Konkurrenzkampf mit anderen Pflanzen um das Licht sollte vermieden werden.

Die Kaffeepflanze im Winter

Im Winter und in den Wintermonaten verträgt die Pflanze sogar leicht niedrigere Temperaturen. Dennoch sollte der Bereich der Wohnung, in welcher die Pflanze gezüchtet wird, nicht zu stark auskühlen. Vor allem muss die Pflanze vor kühler und kalter Zugluft geschützt werden. Hier kommt es häufig zu den größten Fehlern bei der Pflege. Wird es der Pflanze zu kalt, so lässt sie erst die Blätter hängen, ehe diese ganz abfallen. Eine solche Pflanze durch intensive Pflege noch zu retten, ist in vielen Fällen nicht mehr möglich.

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Roast Market TIPP: So sorgen Sie für den optimalen Boden
Die Kaffeepflanze benötigt einen leicht sauren Boden. Aus diesem Grund wächst die Pflanze besonders gut auf Böden, welche mit Vulkanasche durchsetzt sind. Für die eigenen vier Wände ist jedoch Zitronensaft eine gute und einfache Lösung. Einfach regelmäßig auf die Erde träufeln und das Ergebnis mit einem Teststreifen kontrollieren. Der ideale PH-Wert für die Coffee-Pflanze liegt zwischen 5,5 und 6,5. So entwickelt sich die Pflanze schneller und gesünder.

Die Bestäubung – bald kann geerntet werden

Es dauert einige Jahre, ehe sich die ersten sichtbaren Blüten bilden. Wenn diese jedoch entstehen, so kann die Pflanze mittels eines Pinsels vollständig bestäubt werden. Diese künstliche Bestäubung sorgt nicht nur für schnellere Ergebnisse, sondern garantiert vor allem eine reichhaltige Ernte. Dies ist natürlich immer relativ zu sehen. Mit einer einzigen Pflanze werden nur wenige Kaffeekirsche und somit Kaffeebohnen entstehen. Wer jedoch ein Gewächshaus sein Eigen nennt, kann durchaus auch mehrere Kaffeepflanzen züchten und somit eine größere Ernte erwarten. Die Wahl zwischen Arabica und Robusta spielt allerdings eine geringere Rolle. Beide Sorten sind gut gegen Schädlinge geschützt und können in den hiesigen Breiten in der Wohnung oder einem beheizten Gewächshaus problemlos angebaut werden.

Rösten oder Züchten: eine schwierige Frage

Die wenigen Bohnen, welche jede Kaffeepflanze abwirft, können nun entweder weiterverarbeitet und geröstet, oder aber zur Anzucht neuer Pflanzen verwendet werden. Selbstverständlich ist es etwas Besonderes, einen eigenen, selbst gezogenen Kaffee zu kosten. Doch die möglichen Probleme bei der Röstung können auch die Arbeit einiger Jahre zunichtemachen. Viele Besitzer züchten lieber mehrere Pflanzen, ehe Sie sich an die Nutzung des eigenen Ertrages machen.

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Ein Kommentar

  • Kaffeekirsch bei uns züchten dauert wirklich lange.
    Wenn man in die “Trockenzeit” geht und dann einmal kräftig gießt, kann man da etwas nachhelfen 😉

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