Für den Kaffee, der mit einem Syphon hergestellt wird, sind viele Bezeichnungen gebräuchlich: So wird er „Vakuum-Kaffee“, „Syphon-Kaffee“, „Vacpots“, „Perkolator“ und „Sintrax“ genannt. Die Erfindung dieser Zubereitungsmethode mit Innenzylinder, die auch „Perkolation“ heißt, wird dem Pariser Blechschmied Laurens zugeschrieben. Das Wort „Perkolation“ leitet sich vom lateinischen Verb „percolare“ ab, was übersetzt „durchsieben, durchsickern lassen“ heißt. Das Gerät selbst, also der Kaffee- Perkolator, wurde von Sir Benjamin Thompson zwischen den Jahre 1810 und 1814 erfunden.

Der weitere Verlauf des Syphon-Kaffeebereiters

Laurens entwickelte im Jahr 1819 die erste Kaffeekanne, bei der das Wasser auf dem Herd erhitzt wurde und dann in einem Innenzylinder emporstieg. Dieses Prinzip fand viele Nachahmer. Es wurde auch mit geschlossenen Systemen, sogenannten „Dampfdruckperkolatoren“ experimentiert. Da beispielsweise in Amerika die Filtermethode nicht so geläufig ist, wird, ebenso wie in den Niederlanden und in England, noch öfter Kaffee nach dem Perkolationsprinzip zubereitet. In Deutschland dagegen ist der Perkolator beinahe in Vergessenheit geraten, aber manche Großkaffeemaschinen arbeiten noch nach diesem Prinzip.

PerkolatorDie Geräte, die für den Hausgebrauch konzipiert waren, bestanden meist aus Metall, einfache Varianten aus Aluminium, andere aus versilbertem oder verchromtem Messing. Da der Kaffee jedoch leicht den Metallgeschmack annahm, gingen einige Hersteller dazu über, diese Kaffeebereiter komplett aus Porzellan zu produzieren oder sie wenigstens teilweise aus Glas herzustellen. So wurde um das Jahr 1890 erstmalig ein Einsatz aus Hitze-resistentem Glas in Jena entwickelt. Anfang des 20. Jahrhunderts begann eine kleine Erfolgsgeschichte für diese Art der Kaffeezubereitung und zwar mit der Kaffeemaschine „Sintrax“ des Unternehmens „Schott“, das auch heute noch weltweit tätig ist. Darüber hinaus stellte die Firma „Rosenthal“ in den 1930er Jahren solche Kaffeemaschinen her. Ebenso sind die Geräte mit Namen „Aromator“ der Porzellanfabrik „Neuer“ verbreitet.

In Deutschland ist die Variante dieser Kaffeezubereitung bei der breiten Masse (nicht jedoch bei Kaffee-Liebhabern!) ein wenig in Vergessenheit geraten. Die Hersteller der Syphon-Kaffeebereiter kommen heute sehr häufig aus China und Japan.

Der Aufbau des Syphon-Kaffeebereiters

Der Perkolator ist im Prinzip lediglich eine Kanne mit einem außergewöhnlichen Innenleben. Das Wasser in der Kanne wird entweder durch eine externe Hitzequelle oder durch eine eingebaute Heizung erhitzt. Dadurch entsteht ein Druck in diesem Gefäß, der das Wasser durch ein sogenanntes „Steigrohr“ von unten nach oben presst. Im oberen Drittel des Steigrohrs ist ein runder Metallfilter angebracht, in den das Kaffeemehl hinein gegeben wird. Das oben aus dem Steigrohr austretende Wasser tröpfelt nun über einen Wasserverteiler auf das Kaffeepulver. Ohne Druck läuft es wieder nach unten zurück in die Kanne, wo es sich wieder mit dem Wasser vermischt. Je länger der Perkolator zirkuliert, desto intensiver wird die Extraktion. Dieser Prozess wird erst abgebrochen, sobald der Kaffee die gewünschte Stärke erreicht hat.

Entdecken Sie unsere Kaffees der Testsieger

Schritt für Schritt: Wie funktioniert der Syphon-Kaffeebereiter nun genau?

Bei der Brühweise wird das Prinzip des Vakuums genutzt.

  • Das Wasser wird in einem Glasgefäß, beispielsweise mit einer Spiritus- oder Gasflamme, erhitzt. Mit dem Ansteigen der Temperatur, vermindert sich der Anteil in der Luft und so entsteht ein Überdruck.
  • In ein weiteres Glasgefäß wird ein Filter aus Papier oder Stoff eingelegt, mit frischem Kaffeemehl bedeckt und nun auf das untere aufgesetzt.
  • Der unten entstandene Wasserdampf steigt jetzt durch ein dünnes Glasrohr, häufig auch Zylinder genannt, nach oben und kondensiert dort.
  • Dieser vermischt sich mit dem Kaffee. Nach dem Umrühren wird die Hitzequelle entfernt.
  • Dadurch sinkt das Volumen der heißen Luft und der Unterdruck saugt das Wasser nach unten. Dabei wird der Kaffee gefiltert.

Der Vorteil dieser Zubereitungsart ist unter anderem die korrekte Wassertemperatur. Auch wird eine Überextraktion vermieden. (Von einer „Überextraktion“ spricht der Kaffee-Profi immer dann, wenn zu viele Substanzen aus dem Kaffee gelöst werden. Das führt als Ergebnis zu einer extremen Geschmacks- Intensität, und der Kaffee enthält Stoffe, die sich in dieser Menge nicht hätten lösen dürfen.) Als Resultat der Herstellung mit dem Syphon-Kaffeebereiter erhalten Sie einen exzellenten Kaffee mit einem besonders klaren und vollmundigen Geschmack.

Die Syphon-Modelle aus dem Hause „Hario“

Eine kleine Unternehmensgeschichte

HarioDas Unternehmen „Hario“ (zu Deutsch „Glaskönig“) hat sich auch in der Welt des Kaffees einen guten Namen gemacht. Das ist beileibe keine Selbstverständlichkeit, denn hierbei handelt es sich um einen Hersteller aus Japan. Häufig assoziieren Europäer nicht gerade Kaffee mit diesem Land der aufgehenden Sonne, sondern eher Tee, wie es beispielsweise die berühmte „Teezeremonie“ nahe legen würde. Jedoch haben sich die Zeiten schon lange geändert, denn Kaffee ist mittlerweile dort zu einem beliebten Getränk avanciert. Bereits seit dem Jahr 1921 produziert Hario unter anderem geschmackvoll designte und edle Karaffen aus Keramik und Glas. Seit den 1950er Jahren widmet sich das Unternehmen mit großem Erfolg auch der Entwicklung innovativer Produkte rund um die Zubereitung des Kaffees. Alle Geräte zeichnen sich dabei durch die perfekte Kombination von höchster Qualität, optimaler Funktionalität und außergewöhnlichem Design zu einem attraktiven Preis aus.

Die Modelle von Hario

SyphonDuft, Wärme, Dynamit, Aroma: Wenn Sie Ihren Kaffee mithilfe eine Syphons von Hario zubereiten, erleben Sie ein echtes Fest für die Sinne. Getreu der Philosophie der Firma, entfaltet sich der Brühvorgang zu einer wahren Zeremonie, der schon am Punkt der Zubereitung echten Genuss garantiert. Es ist nämlich das erklärte Ziel von Hario, dass nicht nur das Kaffeetrinken selbst, sondern bereits die Herstellung dieses Heißgetränks zur Freude wird. Die Mahlung sollte einen mittleren Mahlgrad haben, der an die Struktur feiner Sandkörner erinnert. Bei der Herstellung in allen Syphons dieser Marke weist der Kaffee als Getränk einen starken Körper mit zugleich unverwechselbarer Klarheit auf. Egal, ob Sie kleinere Mengen herstellen möchten oder große Mengen benötigen: Alle Kaffee-Syphons von Hario sind jeder für sich ein echtes Highlight, bei dem Sie Schritt für Schritt den Brühvorgang exakt bestimmen können.

Fazit

Mit dem Syphon-Kaffeebereiter erhalten Sie einen exzellenten Kaffee.

  • Das Gerät selbst erfand Sir Benjamin Thompson zwischen den Jahre 1810 und 1814
  • Der Pariser Blechschmied Laurens entwickelte im Jahr 1819 die erste Kaffeekanne, bei der das Wasser auf dem Herd erhitzt wurde und dann in einem Innenzylinder emporstieg
  • Die Vorteile der Zubereitung mit einem Syphon-Gerät sind besonders die korrekte Wassertemperatur, die Vermeidung der Überextraktion und die hervorragende, vollmundige Geschmacks-Intensität
  • Die Syphon-Modelle des japanischen Unternehmens „Hario“ sind äußerst funktionell und punkten dabei mit einem ebenso innovativen wie ideenreichen Design zu einem hervorragenden Preis

Fotos: fotolia – © , fotolia – © , fotolia – © , fotolia

Folgen Sie uns auf Social Media

Schreiben Sie einen Kommentar

Mit einem Netzwerk anmelden, oder das Formular ausfüllen. Die E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Notwendige angaben sind mit * gekennzeichnet.

5 € Willkommensgutschein
für Ihre Newsletter-Anmeldung

Tauchen Sie ein in die Welt des Kaffees und freuen Sie sich auf exklusive Angebote & tolle Aktionen. Melden Sie sich jetzt zum roastmarket Newsletter an und erhalten Sie für Ihre Erstanmeldung 5 €-Rabatt auf Ihren Einkauf.

Abmeldung jederzeit moglich. Mehr unter Datenschutz.
Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt und es gelten die Datenschutzbestimmungen und Nutzungsbedingungen von Google.

App Teaser hier