Immer nur Cappuccino, Latte Macchiato & Co? Auch die vielen puren Kaffee-Köstlichkeiten verdienen Ihre Aufmerksamkeit mindestens genauso. Wir präsentieren einige Kaffeekreationen aus der zweiten Reihe, die allesamt Lust auf puren Kaffeegenuss machen.

Was versteht der Kaffee-Liebhaber unter einem „Ristretto“?

Als „kleine Schwester“ des Espresso handelt es sich bei diesem Getränk um eine „verkürzte“ Variante. Der Ristretto wird mit der gleichen Menge Kaffeepulver, jedoch nur mit halb so viel Wasser zubereitet. Damit ist diese Variante, bei der etwa 15 bis 25 ml Wasser verwendet werden, noch geschmacksintensiver und ein wenig stärker als Espresso. Durch die kurze Kontaktzeit werden aber weniger Bitterstoffe freigesetzt. Das Ergebnis? Sie erhalten ein äußerst aromatisches Geschmackserlebnis und vollmundiger Kaffeegenuss, der nicht zu intensiv ist.

Das Geheimnis des „Lungo“

Der Lungo ist eine italienische Espresso-Variante, bei der ein normaler Espresso mit der doppelten Menge Wasser extrahiert wird. So wird der klassische Lungo mit ungefähr 100 ml Wasser und 5 bis 10 g Kaffeepulver zubereitet.

Mann trinkt Kaffee hinter Fenster

Noch eine Kaffeevariante – der Cafe Americano

Hier handelt es sich um eine Kaffee-Art, die aus Amerika kommt.. oder doch nicht? Nein, lediglich der Name scheint auf seine Herkunft hin zu deuten, denn diese Variante kommt aus „Bella Italia“ und ist ein „gestreckter“ Espresso, also ein Espresso mit einem höheren Wasseranteil ohne Milch. Der Siegeszug dieser Kaffee-Spezialität hatte ihren Ursprung im 2. Weltkrieg, als das amerikanische Militär sich für den italienischen Kaffee begeisterte. Allerdings war ihnen das Getränk ein wenig zu stark. Also haben sie, zur Neutralisierung der Bitterstoffe, einfach Wasser hinzu gegossen. Diese Idee nahmen die Italiener in ihr Kaffee-Getränke-Sortiment auf. Auf diese Weise wurde der Cafe Americano „aus der Taufe gehoben“.

Sicherlich werden Sie sich an dieser Stelle fragen, welcher Unterschied denn zwischen dem Lungo und dem Cafe Americano besteht. Nun, die Zutaten sind die gleichen. Jedoch wird beim Lungo das heiße Wasser beim Kaffeevollautomaten durch die Brühgruppe und durch den Siebträger gepresst, so dass beim Lungo eine längere Extraktion erfolgt. Daher entsteht eine Variante mit einem anderen, etwas kräftigeren Charakter, als dies beim Cafe Americano der Fall ist.

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Schümli Kaffee – oder der echte Schweizer?

Schümli, in der Schweizer Mundart, heißt nichts anderes als „Schäumchen“. Damit bezeichnen die Eidgenossen die Crema, die bei Kaffeezubereitung im Kaffeevollautomaten entsteht. Verwendet wird für die Kaffeekreation eine helle Espresso-Röstung, eine Schweizer „Schümli-Mischung“. Sie wird mit ungefähr 120 ml Wasser bei einer Brühzeit von 15 Sekunden unter Verwendung von 7 bis 8 gr Kaffeepulver aufgebrüht.

Kaffee wird ueberreicht

Diese Mischungen wurden in der Schweiz entwickelt, da hier schon seit langer Zeit die Nutzung von Kaffeevollautomaten gängig ist. So kreierten Schweizer Kaffeeröstereien Kaffeemischungen, die den großen Druck bei Aufbrühen sowie die hohen Temperaturen des Kaffeevollautomaten gut bewältigen. Das Charakteristikum der speziellen Schweizer Schümli-Mischungen ist die zurückhaltende Säure sowie der geringe Anteil an Bitterstoffen. Das liegt zum einen an der besonderen Rezeptur des Rohkaffees, zum anderen an der traditionellen Trommelröstung. Bei diesem Vorgang wird der Rohkaffee langsam bei niedrigen Temperaturen schonend geröstet.

Die Schweizer kennen den Begriff „Schümli Kaffee“ kaum

Die Eidgenossen sind mit dieser Bezeichnung interessanterweise nicht vertraut. Es liegt die Vermutung nahe, dass sich eine deutsche Marketing-Agentur den Begriff ausgedacht hat. In der Schweiz werden Kaffees für den Kaffeevollautomaten „Kafi Crème” (sprich: Kaffi Cräm) genannt und mit Zucker und Kaffeesahne serviert. Im Gegensatz dazu steht der “Kafi Nature”, der reine Kaffee, der schwarz und ohne Zucker getrunken wird. Wenn Sie in der Schweiz also einen Kaffee bestellen, erhalten Sie einen Kafi Crème, das ist ein Kaffee aus dem Kaffeevollautomaten. Und so finden Sie ihn auch auf der Getränkekarte jedes Schweizer Restaurants.

Bezüglich des Kaffees ist die Schweiz übrigens dreigeteilt: Während im deutschschweizerischen Teil die Kafi Crème-Trinker zuhause sind, bevorzugen die Westschweizer eher dunklere Röstungen und den Espresso, der auch im Tessin die meisten Anhänger hat. Generell gilt, je südlicher Sie kommen, desto dunkler wird der Kaffee getrunken!

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