Die Tassen für stilvollen Genuss

Der Espresso eroberte die Kaffee-Welt im Sturm und dies nicht ohne Grund: Der besonders intensive und aromatische Kaffee erfüllt nur höchste Qualitätsstandards. Dabei spielt aber neben dem Geschmack auch die Optik eine entscheidende Rolle. Denn einen guten Espresso kann man nur in einer entsprechenden Tasse servieren.

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Espressotassen

Die berühmte mailändische Art der Kaffeezubereitung hat die Welt im Laufe der letzten Jahrzehnte im Sturm erobert - der Espresso. Um das Lieblingsgetränk der Italiener auch stilvoll genießen zu können, darf es am Material nicht scheitern. Die richtige Espressotasse ist ein wichtiger Bestandteil des Mythos "Espresso", seiner stilvollen Zubereitung und dem anschließenden Genuss. Die Form und Verarbeitung der Tasse ist dabei essenziell für den Geschmack des Kaffees und die Entstehung der sogenannten "Crema".

Wie wähle ich die richtige Espressotasse?

Die Entscheidung über die richtige Espressotasse fällt, ob der Vielzahl an Auswahlmöglichkeiten, oftmals schwer. Eine gute Espressotasse zeichnet sich aber jedenfalls durch schön verarbeitetes Porzellan oder Glas und eine angenehme haptische Wahrnehmung aus. Wie die Tasse in der Hand liegt, entscheidet letztendlich auch über den Komfort beim Trinken selbst.

Die Dickwandigkeit der Espressotassen sorgt dafür, dass der Inhalt des Gefäßes nicht allzu schnell abkühlt und der Espresso oder Mokka in jedem Fall heiß zu sich genommen werden kann. Die optimale Brühtemperatur beträgt ca. 88 - 94 °C - je nach Röstgrad der verwendeten Bohnen. Um die Temperatur des Getränkes länger aufrechtzuerhalten, sollte die Espressotasse vor dem Eingießen vorgewärmt werden.

Die Tasse sollte außerdem ein Fassungsvermögen zwischen 40 ml und 90 ml aufweisen, denn typischerweise werden bei der Espressozubereitung ca. 25 ml Wasser verwendet. So bleibt genug Platz für die Crema oder ein wenig aufgeschäumte Milch, die mit dem Rand der Tasse abschließt.

Die Form der Espressotasse entscheidet über das Gelingen der sogenannten "Crema" - dem goldbraunen Schaum, der bei richtiger Zubereitung des Espressos entsteht - und wird häufig unterschätzt. Der Durchmesser an der Oberkante der Tasse sollte dabei größer sein als der Durchmesser am Boden des Gefäßes: So kann sich die Crema ausdehnen und umspannt die Oberfläche wie ein dünner Bogen.

Wie werden Porzellantassen hergestellt?

Die Anleitung zu der sehr komplexen Porzellanherstellung kam ursprünglich aus China: Mehrere Rohstoffteile (wie etwa Quarz, Kaolin und Feldspat) werden zunächst zu Pulver verarbeitet und verflüssigt, in einen Rohling gegossen und anschließend bei über 1000 °C gebrannt. Abschließend erfolgt der sogenannte "Glattbrand" bei ca. 1400 °C, bei dem die Tasse noch einmal um ein Sechstel ihrer Form schrumpft. Die zugehörige Untertasse wird gewöhnlich auf einer Drehscheibe hergestellt. Eine andere Möglichkeit ist die Fertigung mit einer sogenannten "Isostatischen Presse": Auf diese Weise wird die Untertasse gleichmäßiger verarbeitet und passt besser zur Obertasse. Es ist allerdings bei diesen Arten der Fertigung nicht möglich, ein "perfektes Set" herzustellen, bei dem die Tassen und Untertassen zu 100 % identisch sind.

Mokka und Espresso - wo liegt der Unterschied?

Vor allem in den östlichen europäischen Ländern, wie der Türkei oder in Griechenland, verfügt Kaffee über eine lange Tradition und ist in der Zubereitung sehr komplex. Der sogenannte "Mokka" etwa wird mit leicht schokoladig schmeckenden Bohnen in einem eigens dafür vorgesehenen Kännchen gebraut. Da der Kaffeesatz in der Kanne bleibt, sollte die Tasse bodenseitig einen eher schmalen Durchmesser aufweisen. So braucht man die Tasse beim Trinken nur leicht zu neigen und das Kaffeepulver bleibt am Boden zurück, ohne beim Trinken zu behindern. Beim Espresso entsteht kein Kaffeesatz am Boden der Tasse - sie kann also einen etwas breiteren Durchmesser aufweisen als die traditionelle Mokkatasse.

Die Qual der Wahl

Für den vollendeten Espressogenuss empfiehlt sich eine Vielzahl an verschiedenen Formen: von klassischem Porzellan mit runden oder eckigen Henkeln bis hin zu Glastassen, die den perfekten Einblick auf die Crema des Kaffees ermöglichen. Etliche Kaffeeproduzenten und Röstereien produzieren mittlerweile ihre eigenen Kaffeetassen: So kann man etwa von den Traditionsbetrieben "Diemme", "Lucaffé", "Tre Forze", "New York" oder "Schwarzwild" ein Set, eine einzelne Tasse oder Glas erwerben. Bei der Auswahl ist auf die eigenen Bedürfnisse zu achten: Wem die Dickwandigkeit nicht allzu wichtig ist, dafür aber das moderne Design der Tasse, kann sich an dünnerem Porzellan orientieren. Wem bunte Motive zusagen, der kann mit den Tassen von Lucaffé Akzente setzen und macht die Espressotasse so zu einem echten Hingucker in der Küche.

Wichtig ist vor allem, dass der Durchmesser der Oberseite den Durchmesser des Bodens überschreitet und der Kaffee so eine schöne Crema entwickeln kann. Die Untertasse und Obertasse sollten nach Möglichkeit gemeinsam in einem Set erworben werden. So verhindert man ein eventuell lästiges Wackeln der Tasse auf dem Teller.

Abschließend gilt auch bei der Wahl der richtigen Espressotasse: "Das Auge trinkt mit"! Die Tassen und Gläser sollten also in erster Linie gefallen und Freude am Kaffeegenuss bereiten.