Earl Grey

Earl Grey

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Earl Grey: Der Tee für die ganz besonderen Genießer

Ein Earl Grey ist der eigenwillige Individualist in der Vielfalt der Teesorten. Denn sein Kennzeichen, das Aroma der Bergamotte, ist dominant. Eine gute Möglichkeit zum Ausprobieren und Genießen dieses Tees bildet der Teebeutel: Portioniert für eine Tasse und mit genauer Angabe der Ziehzeit gelingt die Zubereitung problemlos. Es handelt sich bei dem Tee nicht etwa um einen mit spezieller Herkunft. Earl Grey entsteht aus verschieden Schwarztee-Varianten in, mit der Zitrusfrucht Bergamotte, aromatisierter Form. Die größten Anbaugebiete dieses Tees finden sich in den indischen Regionen Darjeeling, Dooars und Assam sowie auf Sri Lanka (Ceylon).

Anekdoten zur Namensgebung

Anekdoten, die sich um die Entstehung von Dingen drehen, sind faktisch nicht immer hundertprozentig korrekt. Doch sie tragen mit ihrer Bildhaftigkeit zum Verständnis bei. Hier ist es die Geschichte von einem Seemann namens Earl Grey, der 1833 versuchte, Schwarztee von China nach Großbritannien zu transportieren. Bei starkem Sturm kippte jedoch eine Flasche mit Bergamotte-Öl in die Verpackung und versetzte die Blätter mit dem Aroma der Bergamotte. Der Seemann war neugierig, probierte die Zufallsmischung – und war sehr zufrieden mit dem Geschmack. Eine andere Entstehungsgeschichte schreibt die Bezeichnung dem Premierminister dieser Zeit in London zu, Charles Grey. Er sorgte für gelockerte Handelsbeziehungen zwischen dem Reich der Mitte und dem United Kingdom. Dadurch sankt der Preis von diesem Tee so stark, dass dieses Genussgetränk auch für die britischen Normalverdiener erschwinglich wurde. Zum Dank dafür soll diese Sorte seinen Namen tragen: der Earl Grey Tea.

Earl Grey Blätter

Fakten zur Geschichte des Earl Grey

Ursprünglich entstand diese Mischung ausschließlich aus chinesischen Teesorten. Aromatisiert mit der Bergamotte, einer Frucht mit frischen fruchtigen, leicht orientalischen Duft- und Geschmacksstoffen, bekam sie dann den feinen aber duftig-bitteren Geschmack. Auf der langen Schiffsreise von den Anbaugebieten nach England schützte der Duft den Tee davor, unerwünschte Gerüche wie die von Fisch, Moder oder Teer anzunehmen.

Der Name „Grey’s Tea“ taucht erstmals in den 1850er Jahren auf. Die erste kommerzielle Werbung dafür findet sich in Anzeigen der Londoner Firma Charlton und Co. in den 1880er Jahren. Die Angebot-Bandbreite mit diesem Namen aber hat sich inzwischen stark erweitert. Nicht mehr nur chinesische Sorten werden ausschließlich mit dieser Frucht vermischt. Und speziell bei preiswerten Angeboten findet eine Anreicherung mit naturidentischen Aromastoffen statt. Insgesamt deckt der Name Earl Grey heute zwei Geschmacksvarianten ab: Den Tee mit zitrusartiger Teilnote und den mit leichtem Raucharoma.

Die Herstellung des Earl Grey Tees

Earl Grey Teeblätter

Wie bei jedem Schwarztee durchläuft auch diese Variante mit dem Öl der Bergamotte verschiedene Herstellungsstufen. Nach dem Pflücken der Blätter geht es zunächst zum Welken auf Strohmatten oder in Welktröge. Das „grüne Gold“ - so heißen die Teeblätter in dieser Phase - werden dann zu Schlingen oder Rollen verarbeitet. Dabei brechen die Zellwände auf, ätherische Öle und Zellsaft treten aus. Dieser Prozess dauert etwa 30 Minuten und wird, je nach Sorte, beliebig oft wiederholt. So ist die Fermentierung möglich, Grüner Tee wird hierbei zu Schwarztee. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass der Tee später bei der Zubereitung in der Tasse sein volles Aroma entfaltet. Auf das Fermentieren folgt das Trocknen der Blätter durch Heißluft: Über dem offenen Feuer oder maschinell. Dieser Vorgang konserviert die Inhaltsstoffe, macht haltbar und sorgt später bei der Zubereitung für die dunkle Farbe des Getränks. Letzter Schritt im Produktionsprozess ist die Sortierung der Blätter per Hand oder durch Rüttelplatten, bevor dem Tee das Öl der Bergamotte hinzugefügt wird. Vorsicht bei sehr günstigen Mischungen! Hierbei wird häufig künstliches Bergamotten-Öl verwendet, welches nicht an die Intensität und Komplexität des Originals heranreicht. Es empfiehlt sich also mit echter Bergamotte aromatisierter Schwarzer Tee.

Varianten der Zubereitung des Tees

Earl Grey Teebeutel

Wie trinkt man Earl Grey Tee? Der Kenner genießt eine dieser ganz besonderen Sorten „pur“: also ohne Zucker oder Milch. Denn nur dann entfalten sie ihre volle Wirkung. Ein grüner Aufguss, getrunken aus einer derben, dickwandigen Tasse, mag mit diversen Zusätzen seine Qualität verstärken. Bei diesem eigenwilligen Individualisten ist dies nicht der Fall - der Earl Grey Tee bevorzugt die feine, dünne Porzellantasse.

Der Teebeutel macht die Zubereitung einfach, das Wasser ist beim Aufgießen heiß, aber nicht mehr kochend. Die Aromen benötigen danach drei bis vier Minuten, um sich zu entfalten. Bei kürzerer Ziehzeit geht einiges von der Wirkung verloren. Ansonsten gilt: Ein Teelöffel pro Tasse. Im Sommer kommt er als Eistee in ein Glas on the rocks (also mit Eiswürfeln), dazu kühlt der Tee nach dem Aufgießen aus. Zucker, Zitronen- und Orangenscheiben komplettieren den Geschmack und sorgen für eine appetitliche Anrichtung. Welcher Earl Grey ist der beste? Diese Frage beantwortet sich jeder Genießer selbst.

Inhaltsstoffe und Wirkungen von Earl Grey Tee

Der Tee enthält - wie alle Schwarztee-Sorten, von Darjeeling bis Ceylon - einen hohen Koffeingehalt. Die Frage: „Wieviel Koffein besitzt Earl Grey?“ beantwortet sich im Vergleich zum Kaffee zwar mit “wenig”. Dennoch gehen Menschen, die am Abend keinen Kaffee mehr trinken möchten, mit diesem Tee zu später Tagesstunde zurückhaltend um. Denn klar ist: Dieser Schwarztee wirkt animierend, kurbelt Kreislauf und Lebensgeister an. Die zu Tee verarbeiteten Blätter besitzen zudem eine gesundheitlich förderliche Wirkung, denn er enthält Antioxidantien, welche freie Radikale an der Ausbreitung im Körper hindern. Dieser Schwarztee besitzt zudem eine positive Wirkung auf die Seele – egal, ob die Sorten aus China oder einem anderen Anbauland stammen. Der Genuss aktiviert Glücksgefühle, dafür sorgt das Bergamotte-Öl. Ob lose aufgegossen oder mit einem Teebeutel zubereitet: Die Forscher schreiben dem Earl Grey eine stimmungsaufhellende Wirkung zu.

Einfache Zubereitung

Nicht immer ist Zeit für eine, wenn auch nur kurze, Teezeremonie. Sie beginnt schon bei der Zubereitung des Earl Grey. Dann empfiehlt sich der Griff zum Teebeutel. Im Online-Marktplatz roastmarket erhalten Sie ein großes und vielfältiges Sortiment an losem Tee in der Dose und Tee in Beuteln, sowohl Earl Grey als auch anderer Schwarzer Tee wie Darjeeling und zahlreiche sonstige Tees und Sorten mit vielfältigen Aromen. Verschiedene Angebote, Packungsgrößen für jeden Bedarf von 100 Gramm bis zu 500 Gramm, beziehungsweise bei den Tees im Teebeutel bis zu 25 Stück, machen den Kauf von Tee besonders komfortabel - das alles gibt es darüber hinaus zu einem besonders fairen Preis.