{"id":13635,"date":"2019-11-19T13:10:07","date_gmt":"2019-11-19T12:10:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.roastmarket.de\/magazin\/?p=13635"},"modified":"2025-11-12T15:33:43","modified_gmt":"2025-11-12T14:33:43","slug":"rezept-der-kaffeeroesterei-schwarzwild-in-freiburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.roastmarket.de\/magazin\/rezept-der-kaffeeroesterei-schwarzwild-in-freiburg\/","title":{"rendered":"Handwerk, Liebe und eine Prise Humor: das Rezept der Kaffeer\u00f6sterei Schwarzwild in Freiburg"},"content":{"rendered":"<p><b>Die R\u00f6sterei Schwarzwild geh\u00f6rt heute zu den besten dieses Landes. Daf\u00fcr sprechen nicht nur die Auszeichnung zum \u201cR\u00f6ster des Jahres\u201d, sondern auch\u00a0<\/b><b>die vielen Kundinnen und Kunden, die den kleinen Laden fr\u00f6hlich betreten &#8211; und ihn noch ein bisschen fr\u00f6hlicher verlassen. Wir waren zu Besuch bei der sympathischen Gr\u00fcnderin Andrea Jauch und ihrem Team und haben hautnah erlebt, wie viel Arbeit in einer einzigen Kaffeebohne steckt.\u00a0<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Bestellungen \u201cEinen <\/span><b>Espresso<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">, bitte\u201d oder \u201cZwei P\u00e4ckchen <\/span><b>Monsooned Malabar Indian<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> gemahlen, bitte\u201d t\u00f6nen durch den Raum. Es riecht nach Kaffee, einige Kaffees\u00e4cke stehen direkt vor der Theke, auf der eine silberne Siebtr\u00e4germaschine thront. Den Mittelpunkt des hellen Raumes bildet ein<\/span><b> Trommelr\u00f6ster<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> mit einem Fassungsverm\u00f6gen von 15 Kilogramm, der sanft vor sich hin surrt. Gerade erst wurde er mit einer neuen Charge Bohnen gef\u00fcllt, die schon langsam eine sch\u00f6n kr\u00e4ftige Farbe bekommt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Der Uhrzeiger r\u00fcckt soeben auf zw\u00f6lf Uhr vor, als Kundin um Kundin, Kunde um Kunde die <\/span><b>R\u00f6sterei Schwarzwild<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> betritt. Es wird allm\u00e4hlich eng in dem Laden in der <\/span><b>Kart\u00e4userstra\u00dfe<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> im sch\u00f6nen Freiburg im Breisgau. Gleich gegen\u00fcber liegen der S\u00fcdwestrundfunk sowie eine Berufsfachschule. Viele der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder auch einige Berufssch\u00fclerinnen und -sch\u00fcler genie\u00dfen jetzt in ihrer Pause schnell einen <\/span><b>k\u00f6stlichen Kaffee<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> bei Schwarzwild. Andere wiederum nutzen die Mittagspause, um den heimischen Kaffeevorrat aufzuf\u00fcllen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-13636 alignleft\" src=\"https:\/\/www.roastmarket.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Kaffeet\u00fcte-700x1050.jpg\" alt=\"Kaffee R\u00f6sterei Schwarzwild\" width=\"220\" height=\"325\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-13637 alignright\" src=\"https:\/\/www.roastmarket.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Kaffees\u00e4cke-700x1050.jpg\" alt=\"Kaffeesack R\u00f6sterei Schwarzwild\" width=\"223\" height=\"333\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Eine Kundin huscht schnell durch die T\u00fcr herein, geht sicheren Schrittes auf das Regal zu und greift beherzt zu ihrer <\/span><b>Lieblingssorte<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">: dem<\/span> <a href=\"https:\/\/www.roastmarket.de\/schwarzwild-indian-palthope-estate-bohnen.html\"><b>Indian Palthope Estate<\/b><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. Der Espresso mit dem ausgepr\u00e4gten Body und wenig S\u00e4ure sowie den Aromen von Cognac, Bitterschokolade und Nougat hat es ihr ganz offensichtlich angetan. Gleich drei P\u00e4ckchen nimmt sie fr\u00f6hlich mit nach Hause. Ihr Tag ist augenscheinlich gerettet.<\/span><\/p>\n<h2><\/h2>\n<h2 id=\"gro\u00dfe\">Gro\u00dfe Auswahl an k\u00f6stlichen Kaffees bei Schwarzwild<\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Zwei andere Damen st\u00f6bern durch die ordentlich <\/span><b>sortierten Kaffees <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">in den wei\u00dfen Regalen. \u201cKann ich Ihnen behilflich sein?\u201d, bietet die achtsame Kollegin Simone Riegger freundlich ihre Hilfe an. Sie hat ein Auge daf\u00fcr, wer angesichts der Auswahl bei Schwarzwild erst einmal ein bisschen \u00fcberfordert ist. Dankbar lassen sich die beiden Damen <\/span><b>fachm\u00e4nnisch beraten<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> und verlassen die R\u00f6sterei schlie\u00dflich mit einer neuen Errungenschaft &#8211; auf der wei\u00dfen Packung gl\u00e4nzt die <\/span><b>\u2018Wilde Hilde\u2019<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">.<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-13644 \" src=\"https:\/\/www.roastmarket.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Etiketten-mit-dem-M\u00e4del-1.jpg\" alt=\"&quot;Wilde Hilde&quot; R\u00f6sterei Schwarzwild\" width=\"574\" height=\"365\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Auf diesen Namen h\u00f6rt das \u201cM\u00e4del\u201d, wie <\/span><b>Gr\u00fcnderin und Inhaberin der R\u00f6sterei Andrea Jauch<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> das M\u00e4dchen mit dem Bollenhut auf dem Logo liebevoll nennt. Der drollige Kosename war zun\u00e4chst nur ein Arbeitstitel w\u00e4hrend der Entwicklung des Logos, heute hei\u00dft sogar ein <\/span><a href=\"https:\/\/www.roastmarket.de\/schwarzwild-wilde-hilde.html\"><b>Kaffee im Sortiment<\/b><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> der R\u00f6sterei so.<\/span><\/p>\n<h2><\/h2>\n<h2 id=\"r\u00f6sterei\">Die R\u00f6sterei Schwarzwild spricht alle Sinne an<\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Viele der Kundinnen und Kunden sch\u00e4tzen die <\/span><b>offene Arbeitsatmosph\u00e4re<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> der R\u00f6sterei. Tritt man \u00fcber die T\u00fcrschwelle, ist man sogleich mitten im Geschehen. Jeder sieht, h\u00f6rt und vor allem riecht, was hier im Mittelpunkt steht: <\/span><b>hochwertiger Kaffee<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Alles ist bewusst auf das Wichtigste reduziert. Das war Andrea Jauch auch sehr wichtig, als sie sich 2010 auf die Suche nach R\u00e4umlichkeiten machte: \u201cIch wollte die R\u00f6sterei <\/span><b>hell, modern, ja, minimalistisch<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> halten\u201d, erz\u00e4hlt die 49-J\u00e4hrige. \u201cAndere R\u00f6stereien, die ich besucht habe, waren oft dunkel und vollgestellt. Das gefiel mir nicht. Deswegen ist alles wei\u00df, von der Einrichtung bis zur Verpackung des Kaffees.\u201d <\/span><\/p>\n<h2><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-13645 alignleft\" src=\"https:\/\/www.roastmarket.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Kaffeecharakteristik-R\u00f6sterei-Schwarzwild-700x963.jpg\" alt=\"Karte R\u00f6sterei Schwarzwild\" width=\"366\" height=\"501\" \/><\/h2>\n<h2 id=\"sonnenschein\">Nicht immer Sonnenschein in der sonnigsten Stadt Deutschlands<\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Dass es sehr schwer werden w\u00fcrde, einen Hersteller f\u00fcr wei\u00dfe T\u00fcten zu finden, wusste sie damals noch nicht. Die meisten Hersteller haben nur die klassischen Verpackungen in Farben wie Schwarz oder Rot im Angebot. Doch sie meisterte diese <\/span><b>Herausforderung<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Genauso wie viele andere, die noch kommen sollten. \u201cEinmal gab es im Haus nebenan einen Wasserschaden; da lag mein gesamter Vorrat an Rohkaffee im Wasser. Ein anderes Mal brannte der neue R\u00f6ster\u201d, erz\u00e4hlt Andrea Jauch unverbl\u00fcmt von kniffligen Momenten. Sie dachte nicht nur einmal ans Aufgeben, gibt die Unternehmerin in ihrer <\/span><b>bodenst\u00e4ndigen Art<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> zu.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">\u201cIch habe den Arbeitsaufwand einfach untersch\u00e4tzt. Ich musste ja nicht nur R\u00f6sten, sondern auch Verpacken, \u00d6ffnungszeiten aufrechterhalten und Kundinnen und Kunden beraten. Meine Woche hatte in den ersten Jahren nach der <\/span><b>Gr\u00fcndung im Jahr 2011<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> mindestens 80, eher 90 Stunden\u201d, berichtet Andrea Jauch. Sie habe sich oft gefragt, warum sie das eigentlich machte &#8211; besonders dann, wenn sie wieder einmal von Kundschaft \u201cgest\u00f6rt\u201d wurde, sagt sie mit einem Lachen auf den Lippen weiter. Sie wollte doch einfach nur in Ruhe <\/span><b>hervorragenden Kaffee<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> r\u00f6sten.\u00a0<\/span><\/p>\n<h2 id=\"f\u00fcnf\">Pl\u00f6tzlich waren es f\u00fcnf<\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Heute jongliert die Gr\u00fcnderin die t\u00e4glichen Aufgaben problemlos nebeneinander. Andrea Jauch l\u00e4sst sich durch nichts aus der Ruhe bringen und strahlt auch bei Hochbetrieb in dem kleinen Laden eine fast schon <\/span><b>unheimliche Gelassenheit<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> aus. \u201cRrring\u201d &#8211; pl\u00f6tzlich klingelt ihr Handy. Der Lieferant teilt ihr mit, dass er den Rohkaffee heute nicht mehr rechtzeitig zustellen wird. Kein Problem f\u00fcr die Chefin. Sie vereinbart seelenruhig einen neuen Termin.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Sicher tragen auch ihre <\/span><b>drei Kolleginnen und der Kollege<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> dazu bei, dass sich die R\u00f6sterin beeindruckend entspannt um alles k\u00fcmmern kann. Seit Ende 2014 kann sie bereits auf Unterst\u00fctzung z\u00e4hlen. Sabine Elger ist die <\/span><b>zweite R\u00f6stmeisterin<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> im Unternehmen und kommt just in diesem Moment zur T\u00fcr herein. Sie war gerade noch am zweiten Standort der R\u00f6sterei Schwarzwild und hat s\u00e4ckeweise <\/span><b>frisch ger\u00f6steten Kaffee<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> im Gep\u00e4ck. Eins, zwei, drei\u2026 immer mehr S\u00e4cke tr\u00e4gt das Schwarzwild-Team mit vereinten Kr\u00e4ften aus dem Auto. Seit Kurzem hat Andrea Jauch einen zweiten Standort in Freiburg angemietet. Dort kann die R\u00f6sterei ungest\u00f6rter erlesene Kaffeebohnen veredeln als hier. Au\u00dferdem ist der R\u00f6ster dort doppelt so gro\u00df. Stolze 30 Kilogramm Bohnen fasst er.\u00a0<\/span><\/p>\n<h2 id=\"beginn\">Der Beginn der Freiburger Erfolgsstory<\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Doch wie kam Andrea Jauch eigentlich auf die Idee, selbst Kaffee zu r\u00f6sten? Immerhin hatte sie nach einem Studium der Betriebswirtschaftslehre doch einen spannenden Job im Marketing. \u201c<\/span><b>Essen und Trinken <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">waren einfach schon immer meine Leidenschaft. Das geh\u00f6rt sich so f\u00fcr eine Freiburgerin\u201d, zwinkert die Mutter einer dreij\u00e4hrigen Tochter. Au\u00dferdem sehnte sie sich nach einer Herausforderung und hegte schon lange den Wunsch, sich selbstst\u00e4ndig zu machen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Der <\/span><b>Besuch der international bekannten R\u00f6sterei<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> von Tim Wendelboes in Oslo gab schlie\u00dflich den Ausschlag. Die Diplom-Betriebswirtin informierte sich, welche Voraussetzungen sie f\u00fcr eine eigene R\u00f6sterei zu erf\u00fcllen hatte. Musste sie vielleicht Lebensmittelchemie oder \u00e4hnliches studieren? Letztlich war die 49-J\u00e4hrige erstaunt, dass es eigentlich keine Voraussetzungen gab. Dennoch wollte sie so viel wie m\u00f6glich \u00fcber das<\/span><b> Handwerk <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">wissen, bevor sie sich mit einem eigenen Laden selbstst\u00e4ndig machte.<\/span><\/p>\n<h2 id=\"schwarz\">Schwarz, wild und ausgezeichnet<\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das hie\u00df: b\u00fcffeln, b\u00fcffeln, b\u00fcffeln. Die 49-J\u00e4hrige scheute keine M\u00fche und absolvierte nebenberuflich ein Jahr lang den Studiengang <\/span><b>\u201cThe Science and Art of Coffee\u201d<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> an der <\/span><b>Z\u00fcrcher Hochschule. <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">Damit nicht genug. Sie belegte einen Barista-Kurs und machte die Ausbildung zur <\/span><b>Coffeologin<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> in Mannheim. Dort bekam Andrea Jauch einen breitgef\u00e4cherten \u00dcberblick \u00fcber Anbau, Verarbeitung, Botanik, Sensorik sowie Cuptasting von Kaffee. Schlie\u00dflich sammelte sie in einer R\u00f6sterei in der Schweiz erste praktische Erfahrungen. Sie arbeitete bei der Mutter einer Kommilitonin aus der Hochschule und lernte, wie man Kaffee r\u00f6stet. \u201cDas Tolle an dem Studium in der Schweiz ist der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen. Dadurch, dass die Schweiz nicht zur Europ\u00e4ischen Union geh\u00f6rt, entstand n\u00e4mlich kein Konkurrenzdenken unter uns Kommilitonen\u201d, schildert die R\u00f6stmeisterin ihre positiven Erfahrungen w\u00e4hrend ihres Studiums.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das Wissen \u00fcber die <\/span><b>Herkunft, den Anbau und das R\u00f6sten von Kaffee<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> gab ihr schlie\u00dflich die n\u00f6tige Sicherheit, ihren Plan in die Tat umzusetzen. Heute blickt Andrea Jauch auf eine Erfolgsgeschichte zur\u00fcck, die bereits zwei Jahre nach der Gr\u00fcndung mit der Auszeichnung <\/span><b>\u201cR\u00f6ster des Jahres\u201d<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> des renommierten <\/span><b>Magazins<\/b> <b>\u201cCrema\u201d<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> gekr\u00f6nt wurde. \u201cEs war schon etwas Besonderes f\u00fcr mich, so kurze Zeit nach der Gr\u00fcndung einen Preis f\u00fcr meine Arbeit zu bekommen &#8211; zumal ich die erste Frau bin, die diese Auszeichnung tr\u00e4gt\u201d, freut sich Andrea Jauch auch sechs Jahre sp\u00e4ter noch \u00fcber den Titel.\u00a0<\/span><\/p>\n<h2 id=\"handarbeit\">Jeder Schritt der R\u00f6sterei Schwarzwild ist reine Handarbeit<\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Dadurch habe sie sicher viele Interessierte von sich \u00fcberzeugt, sinniert die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der R\u00f6sterei. Einige Kundinnen und Kunden h\u00e4tten sie sogar direkt auf die Auszeichnung angesprochen, erz\u00e4hlt sie weiter. Auch <\/span><b>Gro\u00dfkunden<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> aus dem Lebensmitteleinzelhandel wurden damals auf sie aufmerksam und sind heute noch treue Abnehmer <\/span><b>der Kaffeespezialit\u00e4ten <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">aus dem Schwarzwald. Der Beweis daf\u00fcr sind die vielen P\u00e4ckchen, die sich im linken Teil der R\u00f6sterei t\u00fcrmen. \u201cDiese P\u00e4ckchen sind alle f\u00fcr den Einzelhandel bestimmt\u201d, erkl\u00e4rt die Chefin, \u201cwenn die M\u00e4rkte auf unserem Heimweg liegen, nimmt einer von uns die P\u00e4ckchen mit und liefert sie ab.\u201d\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Jedes Gramm Kaffee wird bei Schwarzwild<\/span><b> von Hand <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">ger\u00f6stet und verpackt. Kollege Erik Wenzel steht gerade am Tresen und klebt die \u2018Wilde Hilde\u2019 per Augenma\u00df akkurat auf die Verpackungen, bevor er diese mit den erlesenen Kaffeebohnen bef\u00fcllt. F\u00fcr Kundinnen und Kunden, die zum Beispiel keine Kaffeem\u00fchle zu Hause haben, mahlt <\/span><b>Schwarzwild<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> die Kaffeebohnen selbstverst\u00e4ndlich auch gerne vor Ort. Wer noch keinen Lieblingskaffee aus Freiburg hat oder einen neuen entdecken m\u00f6chte, darf sich nat\u00fcrlich durch die k\u00f6stlichen Sorten kosten.\u00a0<\/span><\/p>\n<h2 id=\"r\u00f6sterei\">R\u00f6sterei oder doch Caf\u00e8?<\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Als Caf\u00e8 versteht sich Schwarzwild aber bewusst nicht. Die \u2018Karte\u2019 ist auf das Wesentliche &#8211; <\/span><b>den Kaffee <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">&#8211; fokussiert, Kuchen oder andere H\u00e4ppchen gibt es mit Absicht nicht.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-13641 alignright\" src=\"https:\/\/www.roastmarket.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Getr\u00e4nkekarte-R\u00f6sterei-Schwarzwild-700x1050.jpg\" alt=\"Getr\u00e4nke in der R\u00f6sterei Schwarzwild\" width=\"430\" height=\"640\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">\u201cDie Wahrnehmung unserer R\u00f6sterei ist aber sehr gespalten\u201d, erl\u00e4utert Andrea Jauch. \u201cDie einen sehen uns als <\/span><b>Caf\u00e9<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">, die anderen als R\u00f6sterei. Einmal stand jemand hier bei uns und meinte, dass er verabredet sei und hier irgendwo ein Caf\u00e9 sein m\u00fcsse\u201d, schmunzelt die Unternehmerin. Solche lustigen Anekdoten kann sie zu Gen\u00fcge erz\u00e4hlen. In den <\/span><b>achteinhalb Jahren <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">seit der Gr\u00fcndung hat sie viel erlebt. Zum Beispiel rief eines Tages ein Herr an und fragte, welche Hunderasse denn auf dem Banner und anderen Werbematerialien der R\u00f6sterei zu sehen sei. \u201cEr wollte unbedingt auch so einen Hund haben\u201d lacht\u00a0 Andrea Jauch. Sie musste sich ein Lachen sehr verkneifen, denn der Anrufer meinte mit dem Hund <\/span><b>Frischling \u2018Waldmeister\u2019<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Der Name der R\u00f6sterei &#8211; \u2018Schwarzwild\u2019 &#8211; bedeutet im Jargon der J\u00e4ger \u00fcbrigens Wildschwein.\u00a0<\/span><\/p>\n<h2 id=\"kaffee\">\u201cKaffee muss schmecken\u201d<\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Doch zur\u00fcck zum <\/span><b>Kaffee von Schwarzwild<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Denn davon gibt es in der R\u00f6sterei reichlich. R\u00f6stmeisterin Andrea Jauch scheut sich dabei nicht davor, mit Klischees der Kaffee-Branche aufzur\u00e4umen. Eines davon ist der eher d\u00fcrftige Ruf der <\/span><b>Kaffeegattung Robusta<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Viele vermeintliche Kenner sind der Meinung, Robustabohnen seien minderwertiger als Arabicabohnen. Die Unternehmerin aus Freiburg kreiert trotzdem beziehungsweise gerade deswegen aus 100 Prozent hochwertigen Robustas hervorragende Kaffeespezialit\u00e4ten und beweist so regelm\u00e4\u00dfig das Gegenteil.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Bohnen der Familienplantage <\/span><b>Palthope Estate aus Indien <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">zum Beispiel veredelt sie zu einem feinen Espresso mit wenig S\u00e4ure, der au\u00dferdem eine wundersch\u00f6ne Crema in die Tasse zaubert. Gerade die oft verteufelten sortenreinen Robustas sind bei der Kundschaft von Andrea Jauch die Renner. Passend dazu lautet ihr Credo: <\/span><b>\u201cKaffee muss schmecken. Dann ist alles erlaubt.\u201d<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h2 id=\"kreation\">Eigene Kreationen f\u00fcr puren Kaffeegenuss<\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Oft h\u00f6rt die R\u00f6sterin Fragen wie diese: \u201cDarf ich den Kaffee auch als Filterkaffee zubereiten?\u201d Ihre Antwort darauf ist immer gleich: <\/span><b>\u201cNat\u00fcrlich, machen Sie einfach, was Ihnen schmeckt!\u201d<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Sie m\u00f6chte, dass das Hei\u00dfgetr\u00e4nk Spa\u00df am Genuss weckt. Die Philosophie der R\u00f6sterei Schwarzwild ist deswegen so einfach wie bescheiden: \u201cUnsere Kundinnen und Kunden sollen guten Kaffee bekommen und sich freuen, wenn eine T\u00fcte unseres Kaffees in ihrem Regal steht\u201d, so Andrea Jauch.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-13640 alignleft\" src=\"https:\/\/www.roastmarket.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Agebot-der-R\u00f6sterei-Schwarzwild-700x466.jpg\" alt=\"Sortiment R\u00f6sterei Schwarzwild\" width=\"518\" height=\"347\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Bei jedem einzelnen Kaffee aus der R\u00f6sterei Schwarzwild schmeckt man sofort die <\/span><b>Sorgfalt <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">heraus, mit der im Schwarzwald jede einzelne Bohne ger\u00f6stet wird. Einen \u201ctypischen\u201d italienischen Espresso sucht man hier aber vergeblich. \u201cWir haben <\/span><b>viele Spezialit\u00e4ten<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> wie den <\/span><a href=\"https:\/\/www.roastmarket.de\/schwarzwild-monsooned-malabar.html\"><b>Monsooned Malabar aus Indien<\/b><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> oder den Yellow Bourbon aus Brasilien im Angebot, die den Gaumen verw\u00f6hnen\u201d, erkl\u00e4rt die Freiburgerin. Ganz neu im Sortiment ist der <\/span><b>Espresso Herr R\u00fcdiger<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Er ist der neue Liebling des Teams f\u00fcr den Vollautomaten und schmeckt eher kr\u00e4ftig und nach leckerer Schokolade. \u201cHerr R\u00fcdiger kommt auch sehr gut in Milchgetr\u00e4nken zur Geltung\u201d, unterstreicht Andrea Jauch die herrlichen Aromen des Kaffees.<\/span><\/p>\n<h2 id=\"was\">Was kommt bei Ihnen in die Tasse, Frau Jauch?<\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ihren <\/span><b>privaten Liebling<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> l\u00e4sst sich Andrea Jauch schlie\u00dflich auch noch entlocken: \u201cDie reinen Robustas trinke ich sehr gerne &#8211; egal, ob als Filterkaffee oder in einem cremigen Cappuccino.\u201d Wenn es mal fruchtiger sein soll, schw\u00f6rt sie auf die <\/span><b>\u00e4thiopischen Kaffees<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. \u201cGar nicht meinen Geschmack treffen die sonnengetrockneten, sogenannten \u2018natural\u2019 Kaffees\u201d, erz\u00e4hlt die sympathische Freiburgerin. Dabei werden die Kaffeekirschen in der Sonne getrocknet. Ist dem Fruchtfleisch genug Wasser entzogen worden, l\u00f6st man die Bohnen aus dem Fruchtfleisch. <\/span><b>Natural Kaffee<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> schmeckt nach Trockenfr\u00fcchten, s\u00fc\u00df und f\u00fcr viele etwas gegoren. <\/span><b>\u201cAber erlaubt ist ja, was schmeckt\u201d<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">, zwinkert die Inhaberin der R\u00f6sterei Schwarzwild. In diesem Sinne: Entdecken Sie doch einfach Ihren Lieblingskaffee aus dem Schwarzwald.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">PS: Mein Liebling ist der <\/span><b>Espresso Sidamo<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> aus \u00e4thiopischen Arabicabohnen, die in einer H\u00f6he von 1.400 bis 2.400 Metern in Sidamo wachsen. Er schmeckt einfach herrlich in einem cremigen Cappuccino.\u00a0<\/span><\/p>\n\n\n<div class=\"kk-star-ratings kksr-auto kksr-align-right kksr-valign-bottom\"\n    data-payload='{&quot;align&quot;:&quot;right&quot;,&quot;id&quot;:&quot;13635&quot;,&quot;slug&quot;:&quot;default&quot;,&quot;valign&quot;:&quot;bottom&quot;,&quot;ignore&quot;:&quot;&quot;,&quot;reference&quot;:&quot;auto&quot;,&quot;class&quot;:&quot;&quot;,&quot;count&quot;:&quot;0&quot;,&quot;legendonly&quot;:&quot;&quot;,&quot;readonly&quot;:&quot;&quot;,&quot;score&quot;:&quot;0&quot;,&quot;starsonly&quot;:&quot;&quot;,&quot;best&quot;:&quot;5&quot;,&quot;gap&quot;:&quot;5&quot;,&quot;greet&quot;:&quot;&quot;,&quot;legend&quot;:&quot;0\\\/5 - (0 votes)&quot;,&quot;size&quot;:&quot;22&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Handwerk, Liebe und eine Prise Humor: das Rezept der Kaffeer\u00f6sterei Schwarzwild in Freiburg&quot;,&quot;width&quot;:&quot;0&quot;,&quot;_legend&quot;:&quot;{score}\\\/{best} - ({count} {votes})&quot;,&quot;font_factor&quot;:&quot;1.25&quot;}'>\n            \n<div class=\"kksr-stars\">\n    \n<div class=\"kksr-stars-inactive\">\n            <div class=\"kksr-star\" data-star=\"1\" style=\"padding-right: 5px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 22px; height: 22px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" data-star=\"2\" style=\"padding-right: 5px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 22px; height: 22px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" data-star=\"3\" style=\"padding-right: 5px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 22px; height: 22px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" data-star=\"4\" style=\"padding-right: 5px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 22px; height: 22px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" data-star=\"5\" style=\"padding-right: 5px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 22px; height: 22px;\"><\/div>\n        <\/div>\n    <\/div>\n    \n<div class=\"kksr-stars-active\" style=\"width: 0px;\">\n            <div class=\"kksr-star\" style=\"padding-right: 5px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 22px; height: 22px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" style=\"padding-right: 5px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 22px; height: 22px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" style=\"padding-right: 5px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 22px; height: 22px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" style=\"padding-right: 5px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 22px; height: 22px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" style=\"padding-right: 5px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 22px; height: 22px;\"><\/div>\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n                \n\n<div class=\"kksr-legend\" style=\"font-size: 17.6px;\">\n            <span class=\"kksr-muted\"><\/span>\n    <\/div>\n    <\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die R\u00f6sterei Schwarzwild geh\u00f6rt heute zu den besten dieses Landes. 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