Elephant Coffee
Ein echtes Kaffee Luxusprodukt

Der Elefanten-Kaffee

Wenn die teuersten Kaffees der Welt aufgezählt werden, darf ein Kaffee nicht fehlen – der Elefanten-Kaffee. Diese besondere Kaffeespezialität, die auch unter dem Namen Black Ivory bekannt ist, entsteht in einer Region im Norden Thailands, wo Elefanten bei der Herstellung des Kaffees eine wichtige Rolle einnehmen. Aufgrund der niedrigen jährlichen Produktionsmengen dürfte der Kaffee nur echten Kaffeespezialisten ein Begriff sein.

Herstellung des Elefanten-Kaffees

In einer Region im Norden Thailands genießen einige Dickhäuter ein Luxusleben. Direkt nach dem morgendlichen Bad bekommen sie ein eher ungewöhnliches Frühstück serviert, unter das neben geschälten Bananen, abgekochtem Reis und etwas Salz auch Kaffeebohnen gemischt werden. Die Elefanten verdauen die Kaffeebohnen und scheiden diese später mit dem Kot aus. Anschließend durchforsten einige Mitarbeiter den Dung der Tiere und sammeln die Kaffeebohnen einzeln heraus. Danach werden die Kaffeebohnen gewaschen und in der Sonne getrocknet, bevor sie beim Rösten ihren letzten Schliff erhalten. Lange Zeit war die Kaffeespezialität einigen Hotelgästen vor Ort vorbehalten, die sich das ungewöhnliche Getränk direkt frisch am Tisch zubereiten lassen konnten.
Besonderer Kaffee
Vor wenigen Jahren lag die jährliche Produktionsmenge des beliebten Kaffees noch unter 100 Kilogramm. Dies erscheint auf den ersten Blick als sehr wenig, wenn man bedenkt, mit welchem Aufwand der Kaffee hergestellt wird, ist die Produktionsmenge jedoch nicht zu unterschätzen. Natürlich sollte es das Ziel sein, diese Menge innerhalb der nächsten Jahre kontinuierlich auszuweiten, um die schmackhafte Kaffeespezialität einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Geschmack des Elefanten-Kaffees

Der Black Ivory Kaffee ist mit dem dem Kopi Luwak, der vor allen Dingen in Indonesien beliebt ist, vergleichbar. Während beim Kopi Luwak indonesische Schleichkatzen die Kaffeebohnen essen und diese später ausscheiden, durchlaufen beim Black Ivory die Kaffeebohnen den Verdauungstrakt von Elefanten, wodurch sie ihre Bitterstoffe verlieren und ein ganz besonderes Aroma entwickeln. Durch diese Fermentation schmeckt der Kaffee später nach Schokolade, Früchten, Karamell, Malz und Gras. Bekennende Kaffeetrinker vergleichen das beliebte Getränk sogar gerne mit schwarzem Tee, der ein ähnlich sanftes Aroma aufweist.

Die Geschmacks-Favoriten unserer Kunden

Aufwendige Kaffeeherstellung und hohe Preise

Die Kaffeeherstellung ist im Vergleich zu anderen Herstellungsverfahren sehr aufwendig. Im Gegensatz zum Kopi Luwak, wo die Schleichkatzen teilweise wild leben, werden die Elefanten von sogenannten Elefantenführern gehalten. Zunächst müssen die Kaffeebohnen von den Dickhäutern verdaut und ausgeschieden werden. Das Einsammeln der ausgeschiedenen Kaffeebohnen ist sehr personal- und zeitintensiv. Die Kapazität der Kaffeeherstellung ist begrenzt, da die Elefanten nur eine bestimmte Menge an Kaffeebohnen pro Tag zu sich nehmen können. Um ein Kilogramm des Kaffees herzustellen, müssen über 30 Kilogramm Kaffeebohnen eingesetzt werden. Möchte ein Kaffeehersteller seine Kapazitäten ausweiten, muss er mit weiteren Tierhaltern kooperieren.
Elefantenkaffee selten und teuer
Natürlich ist auch die Zahl an Elefanten vor Ort begrenzt und es ist nicht sichergestellt, ob der wertvolle Elefantenkot immer dort landet, wo er sollte. Kotet der Elefant etwa während eines Bades ab, ist unter Umständen ein Teil der Ernte verloren, da die Mitarbeiter die Kaffeebohnen nicht auflesen können. Die aufwendige Kaffeeproduktion und die vielen Unwägbarkeiten führen dazu, dass in der Spitze Kilopreise von über 800 Euro für den Black Ivory gezahlt werden. Der Kopi Luwak erzielt sogar Höchstpreise von über 1000 Euro pro Kilogramm.

Ethische Bedenken der Kaffeeerzeugung

Aufgrund der hohen Preise, die für Kopi Luwak und Black Ivory erzielbar sind, ist es für die Erzeuger attraktiv ihre Mengen auszuweiten. Da sich dies aus vielen Gründen schwierig gestaltet, werden immer mehr Tiere auf immer engerem Raum gehalten. Insbesondere beim Kopi Luwak kann es zu Zuständen kommen, die an Massentierhaltung erinnern. Die Schleichkatzen werden dann in Käfigen gehalten und mehr oder weniger zwangsernährt. Durch diese einseitige Ernährung kommt es zu Mangelerscheinungen bei den Tieren. Diese Lebensbedingungen sind Tierschützern schon lange ein Dorn im Auge, weswegen es immer wieder zu Protesten kommt.

Bei der Kaffeeerzeugung mithilfe der Elefanten sind die Verantwortlichen einen anderen Weg gegangen. Die „Golden Triangle Asian Elephant Foundation“ hat sich beispielsweise zum Ziel gesetzt, gute Haltungsbedingungen für die Dickhäuter zu schaffen. Black Ivory Coffee zahlt den Elefantenführern und Erntehelfern eigenen Angaben zufolge ein überdurchschnittliches Gehalt und finanziert mit acht Prozent der Einnahmen das „Anantara Golden Triangle Elephant Camp„, durch das eine optimale tierärztliche Versorgung der Elefanten gewährleistet werden soll. Natürlich muss sichergestellt sein und kontrolliert werden, dass diese Rahmenbedingungen vor dem Hintergrund einer stark wachsenden Nachfrage auch in der Zukunft eingehalten werden.

Fazit

Der Black Ivory Kaffee ist eine Kaffeespezialität, die in ihrer Herstellungsweise einzigartig und daher für viele Kaffeegenießer interessant ist. Die geringen Mengen und die hohen Preise machen den Kaffee jedoch zu einem echten Luxusprodukt, dessen Genuss für besondere Momente vorbehalten sein sollte.

  • Elefanten werden die Kaffeebohnen ins Futter gemischt, wonach diese durch den Verdauungstrakt der Dickhäuter wandern
  • Dadurch kommt es zur Fermentation, wodurch der Kaffee seine Bitterstoffe verliert
  • Der Kaffee schmeckt leicht schokoladig, malzig, nach Früchten und Gras
  • Durch die geringen Produktionsmengen ist die Kaffeespezialität nur schwer erhältlich

Fotos von oben nach unten: © sutipond/shutterstock.com, © Anchalee Wiangkao/shutterstock.com, © Pumtek/shutterstock.com

Der Elefanten-Kaffee
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