Kaffee für die French Press

Kaffee für French Press

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French Press - Volle Kontrolle über den Kaffeegenuss

French Press Kaffeebereiter erlauben eine präzise Kontrolle über das gesamte Brühverfahren, wie Sie sie bei keiner anderen Zubereitungsart erfahren. Die Wahl der Kaffeebohnen, den Mahlgrad des Kaffeepulvers und den Härtegrad des Wassers bestimmen Sie ebenso, wie die Temperatur und die Zeit, die Sie Ihrem Kaffee zum Brühen geben. Alles hat dabei Einfluss auf Geschmack und Aroma Ihres fertigen Kaffees. Mit ein wenig Übung kochen Sie zu Hause Ihren Traumkaffee, wie ihn kein professioneller Barista besser hinbekommen könnte.

Zubehör beim Kaffeekochen

Die Zubereitung des schwarzen Muntermachers in einer French Press wirkt einfach. Kaffeepulver einfüllen, kochendes Wasser hinzufügen und mit dem Stempel hinunterdrücken. Doch wer unbedacht an die Kaffeezubereitung herangeht, wird nie in den Genuss eines perfekt durchgezogenen Aromakaffees kommen. Dieser bewahrt das fragile Gleichgewicht aus fruchtiger Säure, komplexen Röstaromen und belebendem Koffeingehalt.

Das Rezept eines perfekten French Press Kaffees liegt in der präzisen Kontrolle aller Faktoren. Dazu benötigen Sie:

  • Kaffeebohnen - legt die vorhandenen Aromastoffe fest
  • Feinwaage - zum Abmessen der benötigten Kaffeebohnen
  • Kaffeemühle - der Mahlgrad bestimmt die Stärke
  • Wasserfilter - zur Senkung des Härtegrades im Wasser
  • Wasserkocher - zum Erhitzen auf 93 - 97 ° (ggf. Thermometer - zur Kontrolle der Wassertemperatur)
  • French Press - brüht, filtert und schenkt ein
  • Uhr - zur Überwachung der 4 Minuten Brühzeit
  • Tasse - eine weite Form verbreitet den Kaffeeduft

Natürlich können Sie auch alle Mengen und Zeiten schätzen. Allerdings kann es dann passieren, dass Ihnen Ihr Morgenkaffee einmal schmeckt und er Sie ein anderes Mal enttäuscht.

Die Wahl der Kaffeebohnen für die French Press

Den größten Einfluss auf den Kaffeegeschmack übt die Wahl der Kaffeemischung aus. Den besten Kaffee gibt es ebenso wenig, wie es den besten Wein oder das beste Frühstück gibt. Sie alleine sind das Maß für die Kaffeemischung, die Ihnen am besten schmeckt. Probierpakete und das Wissen über Kaffeesorten und Röstgrade helfen Ihnen, Ihren Lieblingskaffee zu finden.

Nur jene Geschmacksstoffe, die während des Wachstums der Kaffeepflanze produziert und von ihr in der Kaffeekirsche einlagert werden, finden Sie später in Ihrer Tasse wieder. So haben Arabica-Bohnen im Vergleich zu Robusta-Bohnen einen hohen Anteil an aromatischen Ölen, dafür aber weniger Koffein und fruchtige Säuren. Eine ausgewogene Kaffeemischung beinhaltet daher Kaffeebohnen beider Arten. Beim Rösten bestimmen dann Temperatur und Dauer, wie viele Zuckerarten sich entwickeln, ob die fruchtigen Säuren erhalten bleiben und wie viele Bitterstoffe entstehen. Die resultierenden Kaffeearomen reichen von betonter Säure, über leichte Süße mit Karamellaroma, bis zu intensiven, schokoladigen Röstaromen.

Die French Press eignet sich hervorragend für Mischungen mit einem hohen Arabica-Anteil und hellen bis mittleren Röstungen. Andere Sorten mögen dennoch Ihren ganz persönlichen Geschmack besser treffen. Probieren Sie ein paar verschiedene Sorten aus, um ein Gefühl für Ihre Vorlieben zu bekommen.

Die Vorbereitung

Nach der Entscheidung für eine Kaffeesorte geht es an die Vorbereitung. Wie bei einem Kochrezept ist es hilfreich, sich auch das Rezept für die Zubereitung eines French Press Kaffees aufzuschreiben. Allerdings stehen in dem French Press Rezept weniger die Zutaten, als vielmehr Mahlgrad, Temperatur, Brühzeit und ein Hinweis, wie Ihnen das jeweilige Ergebnis schmeckt.

Wichtig sind eine Kaffeemühle und der Mahlgrad. Für frischen Geschmack werden Sie nicht darum herumkommen, Ihre Kaffeebohnen selber zu mahlen. Kaffeemühlen mit Scheiben- oder Kegelmahlwerk liefern ein homogenes Kaffeepulver und eine mittelgrobe Mahlstufe (Stufe 7-8) die besten Ergebnisse. Zu feine Partikel können bei der Zubereitung durch den Filter rutschen und in der Tasse landen. Der Kaffee zieht dann nach und schmeckt schnell bitter.

Ein weiterer Tipp: Heizen Sie Ihre French Press mit kochendem Wasser vor, sonst kühlt Ihr Kaffee beim Brühen zu sehr ab. Nur heißes Wasser löst beim Brühvorgang alle Inhaltsstoffe und Kaffeeöle aus dem Kaffeemehl.

Die Zubereitung von Kaffee mit der French Press

Kaffeemenge - Jetzt wo die French Press bereit ist, geht es an die Zubereitung. Das Rezept für das "goldene Verhältnis" aus Kaffeepulver und Wasser beträgt 1 g Kaffeebohnen zu 17 g Wasser. Für eine Tasse mit 250 ml benötigen Sie daher 15 g Kaffee. Hier hilft die Präzision einer Feinwaage.
Wassertemperatur - Mahlen Sie Ihre Kaffeebohnen, während Sie das Wasser auf 95 Grad erhitzen. Mit kälterem Wasser erhalten sie reduziertes Aroma, zu heißes Wasser hingegen löst mehr Bitterstoffe und kann zu Verletzungen der Speiseröhre führen. Beim Trinken sollte die Temperatur 65 °C nicht überschreiten.
Umrühren - Füllen Sie das frisch gemahlene Kaffeepulver in die French Press, gießen es mit Wasser auf und rühren kurz um, damit das Wasser alles benetzt. Setzen Sie den Kaffeestempel auf und drücken Sie ihn so weit herunter, dass er gerade eben die Oberfläche berührt. Sie verhindern damit Oxidation und allzu starkes Abkühlen während des Brühvorgangs.
Zeit - Jetzt heißt es warten. Und zwar präzise 4 Minuten, die Sie am besten mit einem Timer oder einer Uhr überwachen. Die Brühzeit ist zusammen mit der Menge des Kaffeepulvers maßgeblich für die Stärke verantwortlich. Tasten Sie sich beim Kaffeekochen in 10-Sekunden-Schritten an Ihre bevorzugte Kaffeestärke heran.

Das Dekantieren

Nachdem Sie dem Kaffee Zeit zum Ziehen gegeben haben, ist er fertig zum Dekantieren. Drücken Sie dazu den Stempel langsam und ohne Kraftaufwand nach unten. Schwebeteilchen verfangen sich so im Drahtnetz und bilden den Filter. Sobald der Stempel auf dem Kaffeepulver zum Stehen kommt, ist Ihr Morgenkaffee fertig zum Servieren. Schenken Sie dabei den gesamten Kaffee aus. Reste, die in der French Press verbleiben, ziehen über dem Kaffeegrund nach und schmecken nach kurzer Zeit bitter. Füllen Sie daher Restmengen in eine Thermoskanne um, wo sie heiß und aromatisch bleiben.

Variationen der Zubereitung

Der "Kleine Schwarze" ist nicht die einzige Form der Zubereitung, welche die French Press zulässt. Hier ein paar Anregungen für das eine oder andere Rezept.

Ice Brew

Beim Ice Brew schmecken Sie Aromastoffe, die Sie sonst nur riechen. Mit der doppelten Kaffeemenge schwemmen Sie in 60 Sekunden Geschmacksstoffe regelrecht aus, ohne dass sich Bitterstoffe lösen. Füllen Sie den Kaffee sofort in ein Glas mit Eiswürfeln und Sie erhalten herrlich erfrischenden Ice Brew. Ein Rezept für heiße Sommertage.

Cold Brew

Beim Cold Brew Verfahren erhalten Sie ein Kaffeekonzentrat, wenn Sie kühles Wasser mindestens 12 Stunden lang mit dem Kaffeemehl in der French Press ziehen lassen. Cold-Brew-Kaffee lässt sich gut im Kühlschrank aufbewahren. Im Verhältnis 1:2 mit Wasser mischen und als Grundlage für leckeren Eiskaffee verwenden.

Latte Macchiato

Für einen Latte Macchiato erhitzen Sie in der Mikrowelle etwas Milch, schäumen diese mit einem Milchaufschäumer auf und gießen den Schaum in ein hohes Glas. Nach dem Brühen in der French Press gießen Sie den Kaffee direkt auf den Milchschaum. Dieser setzt sich in einer Schicht zwischen Milch und Milchschaum ab und erzeugt so den typischen weiß-braun-weißen Latte Macchiato.

Tipps für guten Aromakaffee

  1. Auf die Bohne kommt es an. Hochwertige aromatische Kaffeebohnen erzielen am Weltmarkt hohe Preise. In Billigkaffees werden Sie diese daher nie zu sehen bekommen. Ein paar Euro mehr machen so einen großen Unterschied.
  2. Wasserfilter lohnen sich, denn Kalk im Wasser bindet die Fruchtsäuren im Kaffee. Verzichten Sie daher nicht auf guten Geschmack, nur weil Sie hartes Wasser haben.
  3. Halten Sie Ihre Kaffeebohnen vom Luftsauerstoff fern. Das heißt, offene Packungen schnell zu verbrauchen, luftdicht aufzubewahren und die Bohnen erst kurz vor der Zubereitung zu mahlen. Kaffeearomen sind flüchtig.
  4. Variatio delectat - Abwechslung erfreut. Es ist völlig in Ordnung, wenn Sie morgens eine andere Kaffeesorte bevorzugen, als jene, die sie am Nachmittag genießen. Niemand kann Ihnen vorschreiben, nur eine Sorte zu mögen.