Bio Kaffee

Bio Kaffee

Säure
  1. Sehr wenig (7)
  2. Wenig (3)
  3. Mittel (1)
  4. Viel (1)
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Preis / kg
  1. 26
    36
  2.  
  3. -
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Intensität
  1. Mild (2)
  2. Mittel (10)
  3. Eher kräftig (18)
  4. Intensiv (9)
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Kundenbewertung
  1. 4 Sterne & mehr3 Sterne & mehr2 Sterne & mehr1 Stern & mehr
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Röstgrad
  1. Hell (1)
  2. Mittel (2)
  3. Dunkel (6)
  4. Sehr dunkel (2)
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Mahlgrad
  1. Ganze Bohne (9)
  2. Gemahlen (6)
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Röstung
  1. Espresso (5)
  2. Espresso/Kaffee (2)
  3. Kaffee (2)
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Zertifizierung
  1. 100% Direkthandel (2)
  2. Fairtrade (1)
  3. Bio (9)
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Bohnensorte
  1. Arabica (4)
  2. Arabica/Robusta (7)
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Zusammensetzung
  1. Single Origin (2)
  2. Blend (7)
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Packungsgröße
  1. 250g (9)
  2. 1kg (7)
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Wieso Bio Kaffee?

Bio Kaffee KaffeebohnenKaffee ist bekanntlich eines der beliebtesten Getränke der Welt. Wer täglich Kaffee trinkt, sollte sich auch Gedanken darüber machen, wo er herkommt. Zum einen könnte man zu Bio Kaffee greifen, der aus ökologischem Anbau stammt. Beim Ernten von Bio Kaffee kommt viel Handarbeit zum Einsatz und die Herstellung ist relativ aufwendig. Das merkt man aber auch im Geschmack, denn Bio Kaffee schmeckt nicht nur besonders gut, sondern tut der Natur etwas Gutes.
Beim Kauf des Bio Kaffees gibt es einiges zu beachten, denn bei der großen Vielfalt der Siegel und Auswahl kann man schnell die Übersicht verlieren. Damit Sie die richtige Wahl treffen, verraten wir Ihnen hier alles über den Bio Kaffee und wo man den besten kaufen kann.

Was ist eigentlich Bio Kaffee?

Jeder Kaffeeliebhaber verbindet mit „Bio Kaffee“ wohl eine bestimmte Vorstellung. Allerdings beschreibt der scheinbar einfache Begriff durchaus komplexe Zusammenhänge. Bio Kaffee oder Espresso kann ganz unterschiedliche Produkte bezeichnen, insbesondere:

  • nach biologischen Kriterien angebauten und geernteten Rohkaffee
  • schonend gerösteten Kaffee oder Espresso in verschiedenen Konfektionierungen wie ganzen Bohnen, gemahlen, als Kapseln, Pads, etc.
  • Kaffee oder Espresso, der zertifiziert und mit einem oder mehreren der im Handel anzutreffenden Bio-Siegel gekennzeichnet ist, wobei hier die Qualität der verschiedenen Zertifikate und Siegel eine entscheidende Rolle spielt

Das wichtigste dieser Kriterien für Kaffeeliebhaber ist wohl eine mit einem seriösen Bio-Siegel bestätigte Zertifizierung. Seriöse Siegel sind z.B. das EU-Siegel und das Deutsch Bio-Siegel. Auf diese beiden Siegel kann man sich verlassen. Die Siegel sollen zumindest die Einhaltung grundlegender biologischer und ökologischer Kriterien beim Anbau und der Ernte garantieren. Es gibt jedoch noch weitere Maßstäbe für 100%igen Bio-Kaffee.

Kriterien für 100%igen Kaffee aus biologischem Anbau

Bio Kaffee KaffeekirschenBei der Vielfalt der angebotenen Kaffeesorten kann man schnell den Überblick verlieren. Zum Glück gibt es einige Kriterien und Anforderungen, die ein Kaffee erfüllen muss, um als biologisch angebaut bezeichnet werden zu können.

  1. Verzicht auf chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel - Der Kaffee wird ohne oder - in Ausnahmefällen - mit geringsten Mengen von Pestiziden und Kunstdünger angebaut.
  2. Verzicht auf Genmanipulation - Das Bio-Siegel bekommen Kaffees, die nicht mehr als 0,9% genverändertes Material enthalten und zu mindestens 95% ökologisch sind. Um das Siegel zu bekommen, müssen die Bauern allerdings einen hohen Preis von bis zu 4.000 Euro zahlen, was für viele unmöglich ist. Eine Zertifizierungsstelle überprüft die Produktionsschritte sorgfältig und vergibt die Siegel bei erfolgreicher Qualifizierung. Von diesem Siegel profitieren dann die Bauern, da sie für ihren Kaffee eine Prämie bekommen.
  3. Anbau in Mischkulturen - Für diese Form des Anbaus müssen im Gegensatz zu den Monokulturen keine Wälder abgeholzt werden und der Boden leidet weniger unter Erosion und Auslaugung. Bei sogenannten Mischkulturen werden ebenfalls weitere Pflanzen wie Kakao oder Bananen angebaut. Zudem können die Kaffeekirschen im Schatten größerer Bäume langsamer reifen und sind weniger anfällig für Insektenfraß.
  4. Recycling pflanzlicher Abfälle - Insbesondere die Schalen der Kaffeebohnen, die nach der Ernte entfernt werden, können kompostiert und weiter genutzt werden.

Biologische Ernte: Picking vs. Stripping

Bio Kaffee Ernte RohkaffeeEchte Bio Kaffees sollten auch nach ökologischen Gesichtspunkten geerntet, das heißt, von Hand gepflückt werden („picking“). Auf diese Weise können die Kaffeebauern jede Bohne genau überprüfen und den Reifegrad der Kaffeekirschen testen. Weil niemals alle Kaffeekirschen an einem Strauch zur selben Zeit reifen, erfasst eine maschinelle Ernte („stripping“) immer unterschiedlich reife Kaffeekirschen und führt zu Qualitätseinbußen. Unreife oder überreife Früchte können sich bei dieser Methode ansammeln, was zur Folge hat, dass die Kaffeekirschen unbrauchbar werden.
Bei der Herstellung von Bio-Kaffee ist Handarbeit die deutlich bessere Variante als der Einsatz von Maschinen. Beim Picking werden die besten Bohnen per Hand ausgewählt, was nicht nur umweltschonender und nachhaltiger ist, sondern den besten Geschmack und ausgezeichnete Qualität garantiert. Dafür sollte man beim Kauf ruhig etwas tiefer in die Tasche greifen.

Und der Transport?

Gerade bei Kaffee fallen weite Transportwege aus den Erzeugerländern bis zu den Verarbeitungsbetrieben und schließlich bis zum Verbraucher an. Zudem müssen Verpackungen und Transportmittel besondere Anforderungen erfüllen, damit die Qualität und das Aroma des Kaffees während des Transports nicht leiden.

Rohkaffee wird hauptsächlich per Schiff aus den Anbauländern am Äquator nach Europa, Amerika und Asien verfrachtet. Leider leisten Schiffe einen nicht zu vernachlässigenden Beitrag zum weltweiten CO2-Ausstoß. Da sie jedoch große Mengen Kaffee auf einmal transportieren, fällt die CO2-Bilanz pro transportierten Kilogramm Kaffee etwas besser aus.
Manche Kaffeehändler und Röstereien kompensieren die beim Transport zu Lande und zu Wasser unvermeidlichen CO2-Emissionen, indem sie geeignete Umweltschutzprojekte unterstützen.

Schonende Röstung

Die Bezeichnung Bio Kaffee beinhaltet keine Vorgaben für die Röstung. Im Interesse der Umwelt und der Kaffeeliebhaber sollten die Produzenten aber dennoch verantwortungsvoll arbeiten.

Kaffeeröstung

Zum einen entscheiden die Röstdauer und die Rösttemperatur mit über den späteren Geschmack. Um alle Aromen zu erschließen, müssen Bio-Kaffee und Espresso langsam und schonend geröstet werden. Eine Turboröstung bei hohen Temperaturen würde die in den vorangegangenen Arbeitsschritten sorgsam bewahrte Bio-Qualität beeinträchtigen.

Zum anderen können die verarbeitenden Betriebe auch beim Rösten wichtige Beiträge zum Umweltschutz leisten. Zwar nutzen nur einige wenige tatsächlich erneuerbare Energien für den Röstvorgang. Viele verwenden aber die entstehende Abwärme beispielsweise zum Heizen und führen Arbeits- und Hilfsstoffe einer Wiederverwertung zu.

Bio-Siegel gleich Fair Trade?

Seit einigen Jahren konkurrieren eine ganze Reihe von Bio-Siegeln um die Gunst der Verbraucher. Zumindest eines der beiden folgenden Siegel sollte auf jedem Bio-Kaffee zu finden sein:

  • Das speziell in Deutschland gebräuchliche, sechseckige Biosiegel mit der Aufschrift "Bio nach EG-Ökoverordnung". Es garantiert die Einhaltung und regelmäßige Kontrolle der (mäßig strengen) EU-Rechtvorschriften für den ökologischen Landbau.
  • Das EU-Bio-Logo, eine aus Sternen stilisierte Blattform. Es erscheint auf Produkten, die ökologisch angebaut und innerhalb oder außerhalb der Europäischen Gemeinschaft erzeugt oder verarbeitet wurden.

Zu beachten ist allerdings, dass diese beiden Siegel ausschließlich den ökologischen Anbau des jeweiligen Produktes betreffen. Beim Kaffee regeln sie weder die Arbeitsbedingungen der Kaffeebauern, noch das Ernteverfahren oder den Transport.
Neben den beiden staatlich kontrollierten Siegeln existieren zahlreiche weitere von Verbänden, Herstellern oder Handelsketten. Einige wie beispielsweise die Siegel von Demeter oder Bioland stellen noch deutlich höhere Anforderungen an die nachhaltige Erzeugung und Verarbeitung der Produkte. Andere dienen wohl eher dem Marketing als der Verbraucherinformation.

Die Fair-Trade-Standards zielen vor allem auf eine Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Bauern in Entwicklungsländern. Ein blau-grünes Fair-Trade-Siegel auf einer Kaffeepackung signalisiert, dass bei der Verarbeitung und beim Verkauf bestimmte soziale, ökonomische und ökologische Standards eingehalten werden. Zu diesen Standards zählen:

    Kaffee Bio Fair-Trade
  • ein fester Mindestpreis, der eine nachhaltige Produktion erlaubt
  • eine Prämie zusätzlich zum Kaufpreis, mit der Gemeinschaftsprojekte für die Erzeuger wie Schulen, Krankenhäuser oder Infrastruktur finanziert werden,
  • ein weitgehendes Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit,
  • ein Diskriminierungsverbot,
  • ein Preisaufschlag für biologisch angebaute Produkte,
  • Verbote und Einschränkungen für den Einsatz von Pestiziden, Chemikalien und gentechnisch veränderte Pflanzen.

Verantwortungsvoll genießen: Bio-Kaffee bei roastmarket kaufen

Bio-Kaffee ist gut für Kaffeeliebhaber und für die Umwelt. Allerdings sollten sich Kaffeetrinker nicht mit einem x-beliebigen Zertifikat auf der Packung zufrieden geben. Wirklich nachhaltig erzeugter und verarbeiteter Kaffee zeichnet sich durch mehr als ein Siegel aus. Dafür erfreut er Gaumen und Geist gleichermaßen. Wir bei roastmarket bieten Ihnen selbstverständlich eine Auswahl dieser Bio-Kaffees. Sie finden bei uns Bio-Kaffee z.B von den Marken Speicherstadt oder Supremo und das schon für einen Preis ab 6€! Das zeigt, dass guter und nachhaltiger Kaffee nicht unbedingt teuer sein muss.

Die Rainforest-Alliance

Ein grüner Frosch ist das Zeichen der internationalen Umweltorganisation Rainforest Alliance, die sich besonders für den Erhalt der Artenvielfalt und die ökologische Landnutzung sowie für soziale Verantwortung von Unternehmen und Verbrauchern einsetzt. Dazu zählen auch die Erhaltung und Unterstützung der Lebensgrundlagen für Kaffeebauern. Zertifiziert werden allerdings nur Kaffeefarmen, die ihrerseits natürliche Ressourcen schützen und beispielsweise auf Rodungen zur Gewinnung zusätzlicher Anbaufläche verzichten.

Fazit: Die richtige Entscheidung

Wir fassen zusammen: Der Begriff Bio Kaffee ist weder geschützt, noch bezeichnet er einen eindeutigen Standard. Daher sollte jeder Kaffeeliebhaber „seinen“ Bio-Kaffee oder Espresso sorgsam nach seinen persönlichen Anforderungen wählen. Mögliche Auswahlkriterien können sein:

  • mindestens ein staatlich kontrolliertes Bio-Siegel, möglicherweise ein zusätzliches Siegel eines Erzeugerverbandes mit noch strengeren Anforderungen,
  • Fair-Trade-Siegel zur Dokumentation einer fairen Zusammenarbeit mit den Erzeugern,
  • möglicherweise eine Zertifizierung des Erzeugerbetriebs durch die Rainforest Alliance,
  • sozial- und umweltverträgliches Handeln der Rösterei und des Verkäufers
  • und nicht zuletzt der exzellente Geschmack und die Aromavielfalt, die wir von echtem Bio-Kaffee erwarten.

Bio KaffeeWir haben Ihnen gezeigt, dass die Produktionsschritte des Bio-Kaffees lang und aufwendig sind. Außerdem bedeutet Bio nicht gleich Fair Trade, d.h. Produkte, die ein Bio-Siegel tragen garantieren noch lange keine gerechten Arbeitsbedingungen. Selbst Bio-Kaffee kann aus diesem Grund unter menschenverachtenden Bedingungen hergestellt werden. Deshalb können Sie beim Kauf zusätzlich auf das Fair-Trade-Siegel achten! Generell müssen Kaffees mit Bio- oder Fair Trade-Siegeln nicht zwangsweise besser sein. Wir haben Ihnen bereits gezeigt, dass diese Siegel sehr kostspielig sind und nicht jeder Kaffeebauer sie sich leisten kann. Kaffees ohne diese Siegel könnten die gleichen Bedingungen erfüllen, sind aber deshalb nicht gekennzeichnet. Am wichtigsten ist es, eine gute Balance zu finden und sich nicht ausschließlich auf Siegel festzulegen. Mehr zu diesem spannenden Thema können Sie auch in unserem Magazin nachlesen!

Fun Fact

Ein englisches Unternehmen hat eine Technologie zur Herstellung von Bio-Kraftstoffen aus Kaffeesatz entwickelt. Bio-Bean hat im Jahr 2015 eine Fabrik errichtet, in der rund 10% des in Großbritannien anfallenden Kaffeesatzes zu Kraftstoff und Pellets verarbeitet werden können. Derzeit baut das Unternehmen Sammelsysteme auf, um den Rohstoff vor allem von großen Unternehmen und Kaffeeketten zu beziehen. Die Innovation zeigt, dass Kaffee selbst nach dem Brühen noch einen wichtigen Beitrag zur Schonung unserer natürlichen Ressourcen leisten kann.