Prämierte Kaffees

Prämierte Kaffees

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Die besten Kaffees

Der Kaffee ist nicht umsonst das Lieblingsgetränk der Deutschen: Das koffeinhaltige Heißgetränk wirkt entspannend und belebend zugleich, überzeugt durch ein außergewöhnliches Aroma und ist leicht verträglich. Doch die verschiedenen Espresso- und Kaffeesorten diverser Röstereien unterscheiden sich grundlegend in Qualität, Geschmack und Preis-Leistungs-Verhältnis.

Um Kunden eine Hilfestellung bei der Auswahl des für sie richtigen Kaffees zu bieten, untersuchen Tester mit geübtem Gaumen unterschiedliche Kaffeesorten nach Aroma, Bouquet, Reinheit, Säuregehalt und Verträglichkeit und küren auf diese Weise die internationalen Spitzenkaffees des Jahres.

Nach welchen Kriterien werden Kaffees bewertet?

- Geruch: Der Duft der gerösteten Kaffeebohnen sagt bereits sehr viel über seine Qualität aus. Grundsätzlich gilt die Regel, dass die besten Bohnen einen milden und doch stark aromatischen Geruch haben. Riechen die Kaffeebohnen zu bitter, kann das Rückschlüsse auf eine minderwertigere Verarbeitung zulassen.

Intensität: Obwohl das Aroma des Kaffees meist Geschmackssache ist, wird bei der Intensität Wert auf die Harmonie der Komposition gelegt. Bei intensiveren Sorten sollte etwa kein bitterer Nachgeschmack vorhanden sein, eine milde Marke sollte dennoch gehaltvoll und aromatisch schmecken.

Verträglichkeit: Durch die Lese von Hand wird bei den meisten Kaffee-Erzeugnissen gewährleistet, dass keine fehlerhaften Bohnen ihren Weg bis in die Rösterei finden. Die schonende Verarbeitung und Röstung des Rohkaffees sorgt anschließend dafür, dass der Espresso oder Kaffee einwandfrei verträglich ist und kein Sodbrennen oder Magenbeschwerden verursacht. Gebrochene oder zu heiß geröstete Bohnen sind schlecht bekömmlich und können zu Übelkeit und Bauchschmerzen führen.

Wirkung: Je sanfter der Kaffee den Körper belebt und in Schwung bringt, desto besser. Bei minderwertigeren Kaffee-Erzeugnissen kann der Konsum zu Herzrasen oder Schweißausbrüchen führen.

Herstellung: Auch die Produktionsweise und die Verpackung der Produkte spielen eine Rolle bei ihrer Bewertung. Fair produzierte Kaffees, die höhere Einkommen für Kaffeebauern und Landwirte garantieren, sind jedenfalls zu bevorzugen. Aber auch die Beschaffenheit der einzelnen Bohnen ist wichtig, denn einzelne geröstete Bruchstücke von Bohnen führen zu einem bitteren Nachgeschmack und im schlimmsten Fall zur Unverträglichkeit des Kaffees.

Verschiedene Bohnensorten

Die sehr beliebte Arabica, welche großteils im südamerikanischen Hochland und in Afrika angebaut wird, ist die wohl teuerste Kaffeebohne der Welt. Die Robusta Bohne ist zwar deutlich günstiger, aber dennoch nicht mehr aus den Kaffeetassen dieser Welt wegzudenken. Ihre leichte Säure und goldbraune Crema sind essenzielle Bestandteile bei der Zubereitung des Espresso - hier ist eine Mischung aus Arabica- und Robustabohnen zu empfehlen, da die beiden Kaffeebohnen sich geschmacklich perfekt ergänzen.

Bio Kaffee und Fair Trade

Der biologische Anbau der Kaffeekirschen ist oftmals ein wichtiger Bestandteil bei ihrer Benotung. Im Hochland werden die Kaffeebohnen auf den steil abfallenden Plantagen meist von Hand geerntet, die Kaffeebauern haben daher einen unverhältnismäßig hohen Arbeitsaufwand. Im Rahmen der Fair Trade Programme sorgen Kooperativen dafür, dass Bauern und Landwirte eine gerechte Entlohnung und faire Arbeitsbedingungen vorfinden. Außerdem werden für die Verarbeitung der Kirschen möglichst nachhaltige Mittel verwendet: So werden das Fruchtfleisch und die Schalen der Früchte in weiterer Folge wieder als Dünger auf den Plantagen verwendet. Bio Kaffee genießt auch auf dem europäischen Kaffeemarkt hohes Ansehen und erfreut sich größter Beliebtheit.

Der Cup of Excellence

Die Auszeichnung des Cup of Excellence ist eine der prestigeträchtigsten ihrer Art und weit über die Grenzen Europas hinaus bekannt. Die Idee dieser Prämierung entstand aus dem Grundgedanken, Kleinbauern für ihre harte Arbeit entsprechend zu honorieren. Der Rohkaffee des jeweiligen Anbaugebietes wird in einem ersten Schritt standardisiert geröstet, um Chancengleichheit zu gewährleisten. Anschließend erfolgt die Beurteilung der Bohnen nach den Parametern "Bouquet", "Fruchtigkeit" und "Reinheit". Anhand der Punktebewertung wird ein gut benoteter Kaffee am freien Markt zu deutlich höheren Preisen gehandelt, der monetäre Vorteil wird direkt an die Produzenten und Bauern zurückgeführt und ihre harte Arbeit auf diese Weise entsprechend honoriert. Der Fair Trade Gedanke und die soziale Gerechtigkeit stehen also im Vordergrund des Cup of Excellence und sichern eine nachhaltige Kaffeeproduktion.

Prämierte Röstereien

Neben der deutschen Traditionsrösterei "Schwarzwild", die für ihre hervorragenden Espresso Mischungen ausgezeichnet wurde, konnte sich auch der prämierte Hamburger Betrieb "Speicherstadt" über den Preis "Röster des Jahres" von Crema freuen. Auch das Feinschmecker Magazin vergibt jedes Jahr den gleichnamigen Titel der Feinschmecker Rösterei des Jahres an die besten Unternehmen Deutschlands. Die Abstauber der letzten Jahre waren unter anderem die Fürther Rösterei "Fortezza" und die herrlich aromatischen Arabica-Mischungen von "Elbgold".